Film Review: Independence Day - Die Wiederkehr

© Fox

20 Jahre nach dem Blockbuster von Roland Emmerich kommt die langerwartete Fortsetzung in die deutschen Kinos. Wir haben ihn uns für euch angeschaut.


Der damalige Film konnte mit einem starken Will Smith, einem guten dramaturgischen Aufbau und dem gewohnt amerikanischen Patriotismus punkten. Nun versucht die Fortsetzung, an die Erfolge anzuknüpfen - ohne Will Smith, dafür aber mit einer merkwürdigen Mischung aus Dramatik und Humor und immer noch dem gewohnten amerikanischen Patriotismus. Damit macht der Film einiges falsch, denn der Zuschauer hat, während des ganzen Films das Gefühl, dass das Retten der Welt für die Figuren zur alltäglichen Sache geworden ist. Somit kommt leider während des gesamten Films keinerlei Spannung auf. Dazu kommt ein gewöhnungsbedürftiger Humor, der den Ernst der Lage verkennt und fehlplatzierte Späßchen bedingt, während die halbe Menscheit vernichtet wird.

 

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Optisch gesehen ist der Film gibt es an den Effekten des Films nichts auszusetzen - die Effekte sind auf höchstem Niveau und sogar die Aliens sehen überragend gerendert aus. Da die Alientechnologie in den 20 Jahren nach dem ersten Angriff von den Menschen übernommen wurde, können diese mit ordentlichen Sci-Fi-Waffen dagegenhalten. Die schauspielerische Leistung ist tendenziell unterdurchschnittlich, selbst für einen Actionfilm, was sich natürlich auch auf die Spannung des Films auswirkt.  

 

Zusammenfassend kann man sagen, dass man es lieber bei dem ersten Independence Day hätte belassen sollen. Der zwar optisch mehr als ansehnliche Film wird leider durch eine vollkommen nicht vorhandene Spannung zerstört und somit bleibt letztendlich zu hoffen, dass diese Geschichte nicht weitergesponnen wird. Schade - wir hatten uns eigentlich auf eine souveräne Fortsetzung gefreut.

+ Effektfeuerwerk

+ Nette Einbindung vom alten Cast

- schlechte Mischung aus Dramatik und Humor

- wenig Spannung

- unterirdische Schauspielleistung