Film Review: Suicide Squad

© Warner Bros. Pictures

 

Endlich ist der langerwartete und angepriesene Film aus dem DC-Universum angelaufen! Wir verraten euch wie durchgeknallt die Truppe hinter Harley Quinn und Deadshot ist…

 


Lange ist es her, dass ein Film im Vorfeld eine solch ausgedehnte Marketing-Kampagne aufgefahren hat und zugleich so kontrovers diskutiert wurde wie Suicide Squad. Nachdem der Maßstab bereits durch eine revolutionäre Trilogie aus dem DC-Universum gesetzt ist, waren die Erwartungen beim Gang ins Kino hoch – wir waren praktisch auf alles gefasst, wenn gleich jeder wusste, dass kein zweiter Dark Knight erschaffen werden würde.

 

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Die Bösen kämpfen gegen die Bösen

Der Film von David Ayer, der schon bei End of the Watch und Fury das Zepter in der Hand hielt, beginnt mit einer kurzen Charaktereinführung des Antihelden-Teams. Schnell findet sich auch ein passender Endgegner, wobei in diesem Fall der Begriff Bösewicht nicht passt, da hier Schurke gegen Schurke kämpft. Um Harley Quinn zu rezitieren: „Wir sind die Bösen, wir tun sowas!“.

 

Im Laufe des Films erfahren wir natürlich noch mehr über die Schicksale unserer Protagonisten und dies ist auch in allen Facetten grundsolide und interessant. Dabei stechen jedoch zwei Charakter besonders hervor - zum einen die Angebetete vom Joker Harley Quinn und der treffsichere Deadshot, gespielt von Margot Robbie und Will Smith. Während die eine mit einer perfekten Situationskomik, gespickt von verrückten Sprüchen glänzt, präsentiert sich der andere als souveräner Leader, der nie sein Ziel verfehlt. Aber auch die anderen Charaktere müssen sich dahinter nicht verstecken und haben allesamt ihre Daseinsberechtigung. Dies macht das Herzstück des Films aus, da die Konstellation und Entwicklung des Teams sehr unterhaltsam ist und schauspielerisch auf höchsten Niveau. Dabei hervorzuheben ist natürlich auch die Rolle des Jokers, gespielt von einem starken Jared Leto, was uns aber auch direkt zur Kritik am Film führt.

 

© Warner Bros. Pictures

 

Zu viele Charaktere, zu wenig Tiefgang

Geht man die Besetzungsliste des Films durch, findet man Oscargewinner, Inhaber eines Platzes auf der Liste der erfolgreichsten Schauspieler und so weiter und so fort. Diesen werden natürlich auch entsprechend wichtige Charaktere zugewiesen, es bleibt jedoch eine Herausforderung allen in 123 Minuten gerecht zu werden. Dabei haben viele Figuren alleine in der Theorie schon einen Anspruch auf einen eigenen Film. So hat man das Gefühl, dass bei vielen Geschichten nicht ausreichend in die Tiefe gegangen wird und man will eigentlich noch viel mehr über die Charaktere erfahren. Dadurch kommen die Story und die Aufmerksamkeit auf den Bösewicht leider etwas unter die Räder.

Zusammengefasst ist Suicide Squad ein Film, der auf jeden Fall vieles sehr richtig macht und Fans des Genres sehr gute Unterhaltung bietet. Allen voraus stehen dabei Harley Quinn und Deadshot im Fokus des Films, wobei der Joker auch durch eine sehr gute Rolle überzeugt. Letzten Endes wünscht man sich für alle Figuren mehr Screentime, um dem Tiefgang der Charaktere gerecht zu werden und einen entsprechenden Kontrahenten zu errichten.

 

+ Schauspielerische Leistung von Margot Robbie als Harley Quinn

 

+ Generell das Auftreten des gesamten Ensembles

 

+ Macht definitiv Lust auf mehr

 

- Etwas wenig Screentime für einige Aspekte des Films

 

- Story und Bösewicht erfinden das Rad nicht neu