Film Review: Don't Breathe

© Ghost House Pictures

Mit Don’t Breathe kommt der nächste Titel im „Horror-Herbst“ in die Kinos. Wir verraten euch, ob der Film euch wirklich den Atem raubt!


Blutige Spannung

Wer das Remake von "Evil Dead" aus dem Jahr 2013 mit Schauder- und Ekelgefühlen verfolgt hatte, dem dürfte der Name Fede Alvarez bekannt sein. Dieser nimmt nämlich auch beim neuen Horror-Streifen "Don’t Breathe“ das Zepter in die Hand. Wer auf eine vergleichbare Menge an Blut hofft, wie bei seiner letzten Regie, wird bei "Don’t Breathe" jedoch enttäuscht werden. Dies fehlt allerdings in keinster Weise, denn in Sachen Spannung steht der neue Film "Evil Dead" in Nichts nach.

 

Zu Beginn der Geschichte haben die drei Einbrecher Roxy (Jane Levy), Money und Alex die Idee einen blinden Kriegsveteran auszurauben, der wohl eine ganze Menge Geld versteckt. Leichter gesagt als getan, denn beim Einbruch ergeben sich diverse Schwierigkeiten und der alte blinde Mann, gespielt von Stephen Lang, scheint gar nicht so hilflos zu sein, wie er scheint. Daraus entwickelt sich eine spannende Hetzjagd mit diversen überraschenden Elementen.

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Der Filmtitel ist Programm!

Bei "Don’t Breathe" handelt es sich um einen Horrorfilm, bei dem der Filmtitel selten so gut gewählt war wie hier. Nicht nur Roxy und Co. müssen den Atem anhalten, um den Fängen des Blinden zu entkommen, denn oftmals bleibt einem selbst die Luft weg, gefesselt von der Geschichte und der bedrohlichen Atmosphäre. Das Szenario des dunklen schon ohnehin unheimlichen Hauses gepaart mit dem älteren Blinden, der jederzeit auftauchen kann, ist sehr gut gewählt und wird keinesfalls langweilig. Die Kunst des Horrors entpuppt sich hierbei nicht durch eine schrille, atonale Violine, sondern durch die gewählte Stille an der richtigen Stelle.

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Skrupellosigkeit und gutes Setting

Was ist eigentlich bei diesem Film zu bemängeln? Im Grunde genommen nicht viel, da alles in allem ziemlich stimmig ist - an der richtigen Stelle die passende Wendung und Skrupellosigkeit, sowie ein passendes Setting. Die schauspielerische Leistung ist sicher nicht oscarreif, aber für einen Horrorfilm überdurchschnittlich. Der alte Mann wirkt zwar an der ein oder anderen Stelle etwas zu stark und zu wendig für seine körperliche Verfassung und über das Ende lässt sich etwas streiten, allerdings handelt es sich hierbei um Meckern auf hohem Niveau.

 

Zusammenfassend handelt es sich um einen verdammt spannenden Horrorfilm mit einer gut durchdachten Geschichte, auch wenn sie das Genre nicht revolutionieren wird. Interessierte ohne einen Herzschrittmacher werden somit viel Freude an diesem Film haben!

+ Wendungen in der Story
+ Setting des düsteren Hauses mit dem Blinden
+ Gute Jump-Scare-Momente

- Etwas übermächtiger Kriegsveteran


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