Film Review: Captain America - Civil War

© Walt Disney Motion Pictures

Die Avengers sind wieder los oder zumindest der Captain?! Wieso es sich eher um eine Avengers-Fortsetzung bei Captain America: Civil War handelt erfahrt ihr hier… 

 


Nach der bereits sehr erfolgreichen Fortsetzung "Winter Soldier" nahmen sich die Russo-Brüder auch diesmal wieder einem Captain America-Teil vor. Naja, zumindest wenn man der Filmbeschreibung folgt, denn im Grunde genommen handelt es sich bei dem Teil der Reihe eher um eine Fortsetzung der Avengers-Filme - doch dazu später mehr.

© Walt Disney Motion Pictures

In der Haupthandlung des Films steht der Konflikt zwischen der Freiheit der Avengers und der Verantwortung ihrer Handlungen gegenüber der Menschheit im Mittelpunkt. Dabei treffen die Fronten von Iron Man (Robert Downey Jr.) und Captain America (Chris Evans) aufeinander, ein Konflikt der bereits in "Avengers: Age of Ultron" geschickt angeteasert wurde. Dabei werden zusätzlich noch komplett neue Charaktere wie Black Panther und Spiderman eingeführt - Ant-Man stößt endlich zu den Avengers und bis auf Hulk und Thor sind alle „alten“ Avengers auch eigentlich mit von der Partie.

 

Beim ersten Anblick dieser Aufgabe wird sich wohl jeder fragen, wie man das in einen Film unterbringen soll, ohne dass wichtige Aspekte außer Acht gelassen werden oder dass ein eigentlich interessanter Charakter falsch dargestellt wird. Doch dies ist bei Avengers … naja, "Captain America: Civil War" nicht der Fall. Black Panthers Vorgeschichte und Charakter werden intelligent eingeflochten und machen Lust auf den anstehenden Solofilm. Ebenso verhält es sich mit Spider-Man – Es wurde Gott sei Dank davon abgesehen, den armen Onkel Ben von Peter nochmal sterben zu lassen. Tom Holland glänzt in seiner Rolle mit witzigen frechen Sprüchen als Teenager-Spinne von nebenan. Auch Ant-Mans Kräfte und lockerer Charakter passen perfekt in den Konflikt der beiden Fronten. So entsteht insgesamt ein stimmiges Bild gepaart mit einer spannenden Story voll mit Actionszenen und durchdachten Dialogen.

 

Aber nicht nur die neuen Avengers glänzen! Der Umgang mit dem Konflikt zwischen Tony und Steve von Vision, Black Widow und Scarlet Witch ist sehr interessant und birgt einige Überraschungen. Wie gewohnt sind die Effekte und schauspielerischen Leistungen auf höchstem Niveau. Dabei kann man fast meinen, dass sich bei Marvel ein Qualitätsstandard etabliert.  

 

Was gibt es eigentlich an dem Film zu bemängeln? Viele hatten Angst, dass der Film durch die große Überladung kaputt geht, doch diesem Hindernis muss sich jetzt "Infinity War" stellen. Generell hätte zum Ende des Films ein bisschen mehr Dramatik nicht geschadet, obwohl Daniel Brühl sein Möglichstes tut, dies zu konstruieren. Dabei wird noch die Geschichte vom Winter Soldier Bucky Barnes etwas genauer beleuchtet. Viel mehr bleibt nicht zu kritisieren.  

 

Insgesamt handelt es sich um einen überragenden Film im Marvel-FANiversum und man hat wiedermal Lust auf mehr. Vor allem Black Panther und der Reboot-Spidey stechen hervor und man darf sich auf die Solofilme freuen. Marvel-Junkies, die sich durch den Tag kämpfen müssen ohne den nächsten Film der Reihe gesehen zu haben, dürften sich besonders nach diesen gelungenen Neueinführungen auf die nächste mit Dr. Strange freuen. Falls du Lust auf mehr zu den Helden hast, verpasse nicht unser Marvel Ranking!

 

+ Black Panther und Spider-Man Einführung gut gelungen 

 

+ Harmonie in gesamter Charakterkonstellation 

 

+ Ant-Mans Fähigkeiten in Kombination mit den anderen Avengers 

 

+ Entscheidungen der Avengers während des Konflikts 

 

- Ein bisschen mehr Dramatik zum Ende hin hätte nicht geschadet 

 

- Ein kleiner Teaser was Thor oder Hulk machen wäre cool gewesen 

 


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