Film Review: Sausage Party

© Columbia Pictures

Es geht um die Wurst! Dieses Mal allerdings wörtlich. "Sausage Party" startet in den deutschen Kinos - erfahrt hier mehr über die wilde Essensschlacht! 

 


"Sausage Party" ist der neue Film, bei dem Seth Rogan und Evan Goldberg sich mal wieder an einem Drehbuch versucht haben. Schon allein bei diesem Satz sollte dei den meisten FANs der Filme "Die Ali G Show" oder "Das ist das das Ende" bewusst sein, dass man auch jetzt keinen 0815-Hollywoodblockbuster erwarten kann. Vielmehr erwartet uns eine abgefahrene Reise ins Hirn der verrückten Autoren!

 

"Sausage Party" findet den Großteil der Geschichte in einem Supermarkt statt, in dem Lebensmittel zum Leben erwarcht sind. Hört sich doch nach einem weiteren FSK 0-Disney Film an - allein bei dem Gedanken wippt das Bein mit und man hat Angst und Bange, dass man den nächsten "Eiskönigin"-Titelsong nicht mehr aus dem Kopf bekommt. Selten täuscht man sich allerdings so sehr wie bei diesem Film! Eine Fülle von sexuellen Anspielungen, rassistischen Klischees und eine martialische Darstellung von Gewalt an den Lebensmitteln bilden den Inhalt von "Sausage Party".

Nazi-Sauerkraut auf dem Vormarsch!

Sämtliche Lebensmittel in diesem Supermarkt freuen sich tierisch auf den Eintritt ins Paradies, indem sie von Kunden gekauft und mitgenommen werden. Um dieses Mysterium dreht sich die Hauptgeschichte des Films, da den Lebensmitteln nach und nach bewusst wird, dass mit dieser utopischen Vorstellung etwas nicht stimmt. Dabei wird zum Rundumschlag gegen sämtliche Religionen und Nationalitäten ausgeholt. Egal, ob mexikanische faule Tacos, kleinwüchsige Hotdogs oder rassistisches deutsches Sauerkraut - es wird vor nichts Halt gemacht. Auch der israelisch-palästinensische Konflikt wird durch homosexuelle Bagel und Lavash (Eine Art Wrap dargestellt) thematisiert. Die Witzdichte ist dabei sehr hoch, wenn auch etwas flach 

 

© Columbia Pictures

Geschmackssache im wahrsten Sinne des Wortes

Trotz vielen Gags innerhalb des Films, die häufig auch unter die Gürtellinie gehen (siehe FSK 16), muss man allerdings sagen, dass es sich bei der Art von Humor wirklich um Geschmackssache handelt. Über Humor lässt sich bekanntlich streiten, aber vor einer Sichtung des Films sollte man sich schon darüber bewusst sein, dass wirklich sehr flache Parodien auf einen zukommen. Nichtsdestotrotz muss man sagen, dass es sich um eine schöne Neuerung handelt, einen Animationsfilm ausschließlich für Erwachsene zu entwickeln.  

 

Insgesamt kann man allen Anhängern sämtlicher wahrnehmungsverzerrenden Genussmitteln den Film wärmstens ans Herz legen und denjenigen, die sich nicht zu schade dafür sind mal über etwas deftigeren Humor zu lachen. Als Schlusswort bleibt zu sagen, dass die objektive Bewertung des Films relativ schwierig fällt, da wirklich alle Aspekte des Films auf den Humor ausgelegt sind. Animationen, Synchronsprecher und Story-Verlauf sind dabei alle grundsolide, allerdings nicht die allumfassenden Maßstäbe des Films.

+ Animationsfilm für Erwachsene 

 

+ Hohe Dichte an Gags 

 

+ Witze sind wirklich sehr extrem und sprechen kontroverse Themen an 

 

- Teilweise etwas flach 

 

- Für manche Zuschauer möglicherweise wirklich etwas grenzwertig