Film Review: Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind

© Warner Bros. Pictures

Die Magie weht wieder durch die Kinos und das Harry Potter-Feeling ist wieder auf der Leinwand. Schaut hier, ob das magische Abenteuer einige Kindheitserinnerungen erwachen lässt…

 


"Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind"

Nach den sehr erfolgreichen  acht Buchverfilmungen zu Harry Potter startet nun ein weiterer Teil, in dem wieder kräftig die Zauberstäbe geschwungen werden. Aber worum geht es eigentlich? Diesmal folgen wir nicht Harry und seinen Kumpanen auf ihrem Weg durchs Schuljahr, um am Ende gegen Lord Voldemort zu kämpfen, sondern befassen uns mit einer vollkommen anderen Zeit, weit vor Beginn der Abenteuer von Harry. Dieses Mal befinden wir uns im Jahr 1926 auf den Spuren von Mr. Scamander (Eddie Redmayne), der mit einem Koffer voller "phantastischer Tierwesen“ nach Amerika einreist. Blöd nur, dass ihm davon einige ziemlich schnell entwischen und die Geschichte damit beginnt, sie wieder einzufangen bevor die Menschenwelt von der Zauberergemeinde erfährt oder andere größere Katastrophen eintreten.

© Warner Bros. Pictures

Schweigen sagt mehr als 1000 Worte

Dabei wären wir auch schon am ersten großen Pluspunkt der magischen Geschichte angelangt, denn Eddie Redmayne macht seinem Oscar alle Ehre, den er durch "Die Entdeckung der Unendlichkeit“ erhalten hat. Dabei muss er sich nicht, wie viele Schauspieler pompös oder dramatisch in den Vordergrund spielen, sondern weiß auf eine geschickte Art und Weise das Geschehen zu beobachten und dann in den richtigen Szenen, die wichtigsten Elemente seines Charakters hervorzuheben. Dies verleiht dem Hauptcharakter der Geschichte nicht nur einen unnachahmbaren Charme, sondern gibt den Nebendarstellern Raum, um den Rollen eine gewisse Entwicklung vorzutragen, ohne dass er einen Moment in den Hintergrund rückt.

 

Vor allem glänzt er dabei im Umgang mit seinen Tierwesen, die einfach faszinierend animiert sind - selbst für heutige Verhältnisse. Darüber hinaus führen die Erkenntnisse des Muggels Jacob (Dan Fogler) über die magische Welt zu einem allgemeinen Amüsement. Dieser spielt gleichzeitig eine Rolle in einer sehr schön dargestellten Liebesgeschichte des Films - mit wem verraten wir allerdings nicht.

© Warner Bros. Pictures

Die endlose Leier mit den Endgegnern

 Normalerweise würde an dieser Stelle eine Kritik an den Antagonisten des Films stehen, allerdings lässt sich festhalten, dass Colin Farrell seine Sache sehr solide macht. Lediglich die äußerliche Form des Endgegners ist ein wenig Geschmackssache und hätte etwas kreativer gelöst werden können, vor allem wenn man an die tollen Tierwesen denkt, die dem ganzen Film einen wahren Zauber verleihen. Die Story ist generell nichts bahnbrechend Neues. Dennoch wirkt diese umso mehr, da man endlich wieder froh ist, in die Welt der Zauberer und Hexen einen Einblick zu bekommen und. Dies wird fabelhaft durch das Gesamtbild des Films abgerundet.

 

Insgesamt kann man sich wirklich über den neuen, magischen Teil im Harry Potter FANiversum freuen, durch den nicht nur Geschmäcker eingefleischter FANs getroffen werden, sondern generell viele Facetten eines sehr guten Films für sämtliche Zielgruppen aufgezeigt werden.

 + Überragender Eddie Redmayne

+ Tierwesen phantastisch animiert

+ Die gesamte Szenerie und Story des Films sind sehr stimmig

- Das Erscheinungsbild des Endgegners ist jedoch etwas gewöhnungsbedürftig