Serien-Check: Luke Cage

© Netflix / Marvel

Das Serien-Pendant zu "The Avengers“ aus dem Hause Marvel trägt den Namen "The Defenders“ und ähnlich wie bei der Einführung von Iron Man, Captain America und dem Rest bekommen auch die Serien-Helden ihre Einzelprojekte. Mit "Luke Cage“ widmen wir uns nun im Serien-Check dem nächsten Helden der Defenders.

 

 


Harlem Shake

Durch ein missglücktes Experiment erhält unser Held Luke übernatürliche Kräfte. So verfügt er etwa über eine wahnsinnig widerstandsfähige und undurchdringliche Haut aber auch über extreme Stärke. Mit seinen neuen Fähigkeiten widmet sich Luke Cage dem Kampf um Harlem, bleibt dabei aber möglichst versteckt. Nach dem Mord an seinem Freund stellt er sich allerdings dem Kampf gegen den Unterweltsboss "Cottonmouth“. Hierbei geht es nicht nur um die Fehde der beiden Kontrahenten, sondern vielmehr um das Herz und die Seele von Harlem sowie um Lukes Vergangenheit bzw. den inneren Konflikt mit seiner eigenen Geschichte.

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Wann kommt die Story in Fahrt?

Im Prinzip klingt alles wie eine bekannte und solide Superhelden Geschichte, die schnell erzählt ist und bei der die Handlung direkt ins Rollen kommen kann. Leider ist dies bei "Luke Cage“ nicht der Fall. Das Storytelling ist relativ langsam und die Geschichte braucht vergleichsweise lange, um uns in ihren Bann zu ziehen.

 

Es wird Anfangs verpasst den Charakteren die richtige Portion Tiefgang zu verpassen. Das mag für aufmerksame Zuschauer anderer Marvel-Serien (z.B. "Jessica Jones“) nicht schlimm sein, da diese bereits einige Figuren kennen. Für Neulinge hingegen ist dies aber eher ein Problem. Durchhaltevermögen ist in diesem Fall angesagt! Nach einigen Folgen kommt die Serie doch in Fahrt und kann mit der Machart und der erzeugten Stimmung überzeugen. Die Darsteller machen allesamt einen sehr soliden Job und passen zu ihren Rollen. An einen Bösewicht wie "Kingpin“ aus "Daredevil“ reicht "Cottonmouth“ jedoch nicht heran und auch generell hinkt "Luke Cage“ hinter den Vorgängern hinterher. Dennoch entwickelt sich diese Serie im Verlauf und bietet durchaus unterhaltsame Stunden.

+ Schauspielerische Leistung

+ Soundtrack

+ Verbindung von Stadt und Charakteren

- Handlung kommt nicht in Fahrt

- Soziale Aspekte zu sehr im Vordergrund

- Bösewichte zu schwach

- Zu wenig interessante Konflikte