Hogwarts oder Ilvermorny - Alte und neue Elemente des Potter-Universums

© Warner Brothers

"Lumos Maxima": Genau wie Harry Potter vor 14 Jahren begrüßt uns Newt Scamander im ersten Trailer Ende 2015 mit dem bekannten Zauberspruch. Ob der neue Film die liebgewonnene Atmosphäre des Harry Potter-FANiversums genauso gut einfängt wie der Trailer und ob er die existierende Geschichte rund um Hogwarts, Potter und Voldemort noch erweitern kann, erfahrt ihr hier.


Wie fügt sich der Film in das Harry Potter-Universum ein?

Während der ersten Sekunden schafft es der Film mithilfe des klassischen Harry Potter-Themes ein wohliges Gefühl der Nostalgie zu erschaffen und gibt dem Zuschauer durch das vertraute Intro das Gefühl, wieder in derselben magischen Welt zu sein, von der man sich 2011 verabschieden musste.

Doch nicht nur allein durch Musik und filmische Aspekte reiht sich der Film in die bereits bestehenden Werke ein. Harry Potter-FANs werden an einigen Stellen mit Gegenständen und altbekannten Aspekten konfrontiert, die ein Lächeln auf das Gesicht zaubern. So erkennt man beispielsweise eine vertraute Uhr im amerikanischen Zaubereiministerium wieder, die weit nützlichere Informationen preis gibt als die Zeit. Doch vor allem FANs der Bücher werden belohnt. Tiere wie der Niffler, die bis dato nur den Lesern der Bücher ein Begriff waren, werden auf sehr sympathische Weise vorgestellt. Der Film schafft es sehr gut, viele Details der Bücher der breiten Masse nahezubringen. Film-FANs können sich somit die Schulzeit von Harry und seinen Freunden viel detaillierter vorstellen. Plötzlich sind Schulstunden wie "Pflege magischer Geschöpfe" nicht nur leere Stunden, die außer Seidenschnabel keinen Lernstoff hatten. Der Zuschauer bekommt durch den Film eine gute Vorstellung davon, welchen Tierwesen Harry innerhalb seiner Schulzeit begegnet ist. 

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Newt Scamanders Verhalten gegenüber nichtmagischen Personen deckt sich perfekt mit dem Verhalten alt bekannter Zauberer wie Mr. Weasley und wird im Film charmant wiedergegeben. Oftmals weiß der etwas eigenartige Tierliebhaber nicht so recht, wie er mit Muggeln zu interagieren hat und bekommt somit das ein oder andere Mal skeptische Blicke zugeworfen. Offensichtlich hat er, wie die meisten Zauberer in diesem Universum, Probleme sich in Gegenwart von Nicht-Zauberstabträgern unauffällig zu verhalten.

Zaubertechnisch zeigt uns Mr. Scamander altbekannte Zaubersprüche, die von den Zuschauern sofort wiedererkannt werden, wenn er mit "Alohomora" ein Schloss knackt oder mit "Petrificus Totalus" einen armen Muggel versteinert. Auch charaktertechnisch bekommen wir einige bekannte Namen präsentiert. So erfahren wir beispielsweise, dass Dumbledore sich für Newt Scamander eingesetzt hat, als er aus Hogwarts rausgeworfen wurde. Außerdem wird uns offenbart, dass er eine Geliebte hatte, die aus einer berühmt berüchtigten Familie stammt, bei dessen Namen FANs ein kalter Schauer über den Rücken läuft.

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Bis dato hat sich die magische Welt von Harry Potter zum Großteil auf Großbritannien beschränkt. Zwar bekam Hogwarts im vierten Teil Besuch von zwei ausländischen Schulen, allerdings wurde auf deren Hintergründe kaum eingegangen, weshalb FANs sich oft fragen mussten, wie das Leben als Zauberer oder Hexe in anderen Ländern auf der Welt sei. 

 

Mit "Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind“ bekommt der Zuschauer nun gezeigt, wie die Zauberer-Gemeinde in Amerika lebt und bekommt verdeutlicht, dass nicht jedes Land so problemlos Magier beherbergen kann wie Großbritannien. Die amerikanischen Zauberer haben ein weitaus distanzierteres Verhältnis zu Muggeln als die englischen Zauberer. Ein Großteil der nichtmagischen Bevölkerung in den vereinigten Staaten ist kurz davor, die Existenz der Zauberer-Gemeinde zu enthüllen und praktiziert eine Art Hexenverfolgung, um Menschen mit magischen Kräften zu enttarnen und zu töten. Aus diesem Grund ist es Zauberern verboten, Beziehungen mit Muggeln einzugehen. Amerikanische Zauberer können sich deutlich unauffälliger in der nichtmagischen Gesellschaft verhalten, als beispielsweise Newt Scamander, da ihr Leben davon abhängt. FANs wird nun die Möglichkeit geboten, tiefer in die magische Welt einzutauchen und darüber zu spekulieren, wie es zu diesem angespannten Verhältnis in Amerika gekommen ist und inwieweit es sich in der Zukunft verändern wird.

Generell bekommen wir einen sehr tiefgründigen Einblick in die magische Welt Amerikas. So wird der Liste von ausländischen Schulen eine weitere hinzugefügt. "Ilvermorny" lautet der Name der neu eingeführten Schule und ist laut der Aurorin Popertina Goldstein die beste Schule der Welt. Ob diese Aussage wirklich stimmt bleibt abzuwarten, allerdings ist es schön zu sehen, dass Hogwarts nun ein wenig Konkurrenz bekommt. Auch hier bietet sich die Möglichkeit, die Magie-Welt zu erweitern. Was für Fächer werden an dieser Schule unterrichtet? Hat sie wie das Durmstrang-Institut eine Affinität zur dunklen Magie? Hat diese Schule berühmte Zauberer hervorgebracht? Alles Fragen, die in den kommenden Filmen beantwortet werden können.

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Eine Geschichte, die sich besonders von Liebhabern der Bücher gewünscht wurde und die nun die Möglichkeit hat detailliert berichtet zu werden, ist die Geschichte des berühmten schwarzen Magiers Gellert Grindelwald und seinem Verhältnis zu dem wohl größten Zauberer aller Zeiten: Albus Percival Wulfric Brian Dumbledore. Im Gegensatz zu den Buchlesern wissen FANs der Filme bis dato relativ wenig über Grindelwald. Zwar wurde er in den letzten beiden Teilen eingeführt und erwähnt, dies geschah allerdings recht oberflächlich und hastig, weshalb Grindelwald bei den meisten Kinobesuchern unbekannt ist. Umso schöner ist es, dass die sehr spannende und tragische Geschichte der beiden endlich auf die Leinwand kommt.

Mehr zu Phantastische Tierwesen?

Falls ihr noch nicht genug zu diesem Thema gelesen habt und mehr zum Film erfahren wollt, könnt ihr euch in unserem Blog das Film Review zu "Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind" anschauen. Dort gehen wir umfangreicher auf die positiven und negativen Aspekte des Films ein, damit ihr für euch entscheiden könnt, ob sich der Gang ins Kino lohnt.

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