Film Review: Das Morgan Projekt

© 20th Century Fox

Im neuen Film "Das Morgan Projekt" ist wieder mal ein Regierungsprojekt kurz davor außer Kontrolle zu geraten. Erfahrt in unserem Review mehr über den Film und ob er euch der neue Action-Thriller in den Sitz fesseln wird.


Es ist mal wieder etwas schiefgelaufen

"Das Morgan Projekt" startet unter der Regie von Luke Scott in den deutschen Kinos. So versucht sich der Sohnemann von Ridley Scott in seinem ersten Film als Direktor an einem düsteren Thriller. Dabei geht es um das Versuchsobjekt Morgan, welches nach einem blutigen Vorfall von einer Risikocontrollerin hinsichtlich der Kosten und Nutzen untersucht werden soll. Dumm nur, dass Morgan der Forschergruppe ans Herz gewachsen ist und die junge Controllerin, gespielt von Kate Mara, auf einige Widerstände stößt.

Schauspielerisch bieten alle Darsteller eine solide Vorstellung - Kate Mara und Anya Taylor-Joy als "Morgan" bringen eine gewisse beabsichtigte kühle der Charaktere, während bei der restlichen Forschungscrew eine unterschwellige Ablehnung von Außenstehenden mitspielt. Dabei sticht vor allem Ygritte hervor… ehm Entschuldigung, Rose Leslie, die als Verhaltenstherapeutin eine besondere Bindung zu Morgan aufbaut und eine schön dargestellte kurzsichtige Naivität an den Tag legt, wie wir es schon aus "Game of Thrones" kennen. Die Action-Szenen im Film sind rigoros und die FSK 16 Freigabe hat auf jeden Fall an der ein oder anderen Stelle ihre Berechtigung.

© 20th Century Fox

Neues Filmkonzept mit KI im Keller?

Wenn man sich das Setting des Films näher anschaut, werden manche Elemente Film-FANs vermutlich sehr bekannt vorkommen. Im Grunde genommen handelt es sich bei "Das Morgan Projekt" um einen Mix aus "Ex Machina" und "Wer ist Hanna". Allerdings in einer etwas schlechteren Version, vor allem in Bezug auf den nervenzerreißenden SciFi-Thriller mit Alicia Vikander. Man vermisst einfach den dramatischen Handlungsaufbau und ein fesselndes Finale. Dabei fühlt sich alles irgendwie durchschnittlich an. Sicherlich weiß der Film vor allem in puncto Brutalität zu punkten, darüber hinaus fehlt jedoch leider einiges. Die Story bietet dabei nichts Überraschendes und man hat das Gefühl, es wurde versucht zu viele Handlungsstränge in einem mit 92 Minuten recht kurzem Film unterzubringen.

Für FANs des Genres rund um geheime Regierungsprojekte in Verbindung mit "Supersoldaten“ lohnt sich der Gang ins Kino. Allen anderen würden wir doch eher den Film "Ex Machina" ans Herz legen, welcher "Das Morgan Projekt" doch in den Schatten stellt.

+ Kate Maras wirklich coole Performance (im wahrsten Sinne des Wortes)

+ Action-Szenen sind skrupellos dargestellt

+ Gerne mehr von Ygritte!

- Story vorhersehbar

- In vielen Facetten nichts Halbes und nichts Ganzes

- Durchschnittliche Kopie von "Ex Machina"


Kennst du die schon?