Film Review: Rogue One - A Star Wars Story

© Lucasfilm Entertainment Company Ltd.

Ein Jahr ist es nun her, dass Star Wars Episode 7 in den Kinos lief. Dieses Jahr probiert sich Disney an einem Spin-off, welches die Handlung abseits der bekannten "Skywalker-Ära" beschreibt. "Rogue One" ist ein eigenständiger Film innerhalb dieses Universums und wurde von vielen heiß erwartet.


Das ist kein Mond!

Das bekannte Zitat von Jedi-Meister Obi-Wan Kenobi kennen wir alle. Letztendlich sind es die ikonischen und beliebten Helden Han Solo, Luke Skywalker, Chewbacca und Prinzessin Leia, die die in R2-D2 gespeicherten Pläne  des Todesstern dem Rebellenkommando übergeben. "Rogue One" erzählt die Geschichte, wie diese Pläne überhaupt in den Besitz von Leia und R2 kommen konnten.

 

Galen Erso (Mads Mikkelsen) ist ein Kollaborateur des Imperiums und soll beim Bau der neuen Superwaffe helfen. Eher unfreiwillig wird er durch Orson Krennic (Ben Mendelsohn) von seiner Familie getrennt und seine Tochter Jyn (Felicity Jones) ist seitdem auf sich alleine gestellt. Mit der Unterstützung von Saw Gerrera (Forest Whitaker) wandelt sie sich zur mutigen und harten Kämpferin, die anscheinend keine Probleme hat, sich selber in Schwierigkeiten zu bringen. Dabei gerät sie unter anderem in die Fänge der Rebellenallianz. Nach den Gerüchten um den Todesstern und der Beteiligung ihres Vaters am Bau der Waffe, soll Jyn mit Hilfe von Cassian Andor (Diego Luna) und seinem Droiden "K2-SO"  ihren Vater aufspüren, um Schlimmeres zu verhindern (Okay, wir wissen alle was der Todesstern mit Alderaan gemacht hat und dass Schlimmeres nicht verhindert wurde).

 

Als das Kommando der Allianz begreift, womit sie es nun zu tun haben bleibt nur eine logische Konsequenz: Aufgeben! Allerdings machen sich einige Rebellen unter der Führung von Andor und Jyn auf, um die Pläne des Todessterns zu finden und die Schwachstelle dieser Kampfstation aufzudecken. Begleitet werden sie dabei unter anderem von dem machtaffinen Chirrut Imwe (Donnie Jen), dem treffsicheren Baze Malbus (Jiang Wen) und dem Piloten Bodhi Rook (Riz Ahmed). Was mit den Plänen am Ende passiert wisst ihr ja.

© Lucasfilm Entertainment Company Ltd.

Rebellion besteht aus Hoffnung

Der Film ist schlichtweg anders und doch vertraut - aber anders! Anders ist definitiv der Charakter, welcher deutlich skrupelloser und düsterer wirkt. Da aber im Kern der Konflikt zwischen der Rebellenallianz und dem Imperium behandelt wird, ist dieser Look sehr passend. An die klassischen "Star Wars"-Filme erinnern immer wieder kleine Details, die uns aufzeigen wie nah wir eigentlich an Episode IV dran sind. Erstaunlich auch, wie viel der Einfluss der animierten Serien "Clone Wars" und "Rebels" zu spüren ist.

 

Die Story ist dabei gut erzählt und hat hier und da einen kleinen Kniff, der die ganze Sache noch spannender gestaltet. Dabei fallen aber auch einige Schwächen auf, die letztlich aber gar nicht so schlimm ins Gewicht fallen. Aufgrund des kriegsfilmähnlichen Charakters wird wieder mal deutlich, wie skruppelos der Kampf zwischen Imperium und Rebellion ist. Nicht nur das Imperium geht für seine Sache über Leichen, auch die Gegenseite wird kritisch beleuchtet. Schade ist, dass aufgrund der Fülle an Charakteren nicht alle so im Detail dargestellt werden konnten, wie sie es vielleicht verdient hätten. Die ikonische Star Wars-Musik wird an vielen Stellen nur angedeutet. Hier hätte etwas mehr davon nicht geschadet. Überzeugen können aber Look, Kostüme und das Setting, welche an die bekannten Klassiker erinnern. Auch schauspielerisch machen die Darsteller gute Arbeit und fesseln uns über zwei Stunden im Kinosessel.

© Lucasfilm Entertainment Company Ltd.

Was war denn das?

Bis hierhin blieb alles spoilerfrei, aber einige Sachen müssen noch gesagt werden. Überspringt vielleicht besser diesen Abschnitt, falls ihr euch noch komplett selber ein Bild machen wollt.

(Spoileralarm!)

Aufmerksam haben wir alle Trailer verfolgt. Schnell wurde klar, dass wir dadurch genau wussten, was passiert und passieren wird. Vielleicht war es unser Fehler zu viel davon zu gucken, doch war die Neugier einfach zu groß. Daher war die Story an vielen Punkten nicht mehr so überraschend, wie sie eigentlich hätte sein sollen. Auch das hoffnungsvolle Erwarten von Lord Vader wurde zeitweise etwas getrübt. Dies liegt an einem (subjektiv gesehen) nicht ganz so gelungenem Auftritt in der Mitte des Films. Sicher hat der Film seine Schwächen, aber was war denn das am Ende? Der Endkampf entpuppte sich als unfassbare und ultimative Schlachterfahrung im Star Wars-Universum. Gepaart mit den vielen kleinen Cameos muss sich diese vor wirklich gar nichts verstecken und machte unglaublich viel Spaß beim Zusehen.

(Spoiler Ende!)

 

Insgesamt gilt es zu sagen, dass das Projekt Spin-off geglückt ist und der Film sich keinesfalls vor den anderen verstecken muss. Sicherlich wird es auch dieses mal wieder negative Stimmen geben, aber "frei nach Taylor: Hasser werden hassen, hassen, hassen!". In diesem Sinne... Möge die Macht mit uns sein!

+ Beleuchtung beider Seiten (Imperium & Allianz)

+ Hintergrundgeschichten des Universums

+ Neuer Charakter des Films

+ Finale Szenen

+ Viele Details und Anspielungen

- Musik

- Fehlende Charaktertiefe

- Teilweise zu schnelle Abhandlung der Geschehnisse