Film Review: The Great Wall

© Universal Pictures

Auf der Mauer auf der Lauer… "The Great Wall" startet diese Woche in den deutschen Kinos. Ein Fantasy-Trip nach China, der den Kampf zwischen "Gut und Böse" im fernen Osten zeigt. Im Review erfahrt ihr, ob es ein empfehlenswerter Trip ist.


West trifft auf Ost trifft auf Monster

Nachdem Matt Damon vom Mars wiedergekehrt ist und Jason Bourne belebt, wagt er sich nun in die Vergangenheit in die fernöstlichen Regionen Chinas. Dabei sind er und "Oberyn Martell", Verzeihung Pedro Pascal natürlich, auf der Suche nach Schwarzpulver, um es nach Europa zu bringen. Dies ist natürlich leichter gesagt als getan und sie stoßen dabei auf eine imposante Armee auf der Chinesischen Mauer.

Schnell wird klar, dass diese Legionen nicht ihr hauptsächliches Problem werden sollen, denn diese stehen dort nicht umsonst bis auf die Zähne bewaffnet. Kurz nach der Ankunft rückt die erste Welle bestialischer Kreaturen an, die von den Indigenen "Tao Tie" genannt werden. So beginnt das martialische Monsterschlachten rund um unsere beiden westlichen Helden, achja und Willem Dafoe, aber dazu später mehr!

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Einfache Unterhaltung

Bevor man sich "The Great Wall" anschaut, sollte man doch dieses Mal zu einem Trailer greifen. Denn auf dieser Basis bekommt man einen guten Vorgeschmack, was einen bei dem Film erwartet. Generell bemerkt man natürlich deutlich den leichten Anstrich fernöstlicher Filmkunst und dies wird auch in beeindruckenden Bildern präsentiert. Aber nicht nur das Setting sorgt für den ein oder anderen ansehnlichen Moment des Films. Vor allem die Schlachtszenen sind episch inszeniert und man freut sich nach langer Zeit mal wieder einen Film zu sehen, in dem eine Horde Angreifer gegen eine riesige Mauer anrennt. Natürlich darf man bei diesem Setting nicht in Ansätzen an die legendäre Schlacht von "Helms Klamm" denken, denn diese setzte ihrer Zeit ein Denkmal für die Ewigkeit. Allerdings sind die Gerätschaften zur Abwehr der Monster spannend in Aktion zu sehen und trotz vieler CGI-Elemente sieht alles doch nicht nach einem Trash-Film aus.

Dabei erfüllt Matt Damon seine Rolle gewohnt solide und wird von seinem Sidekick Pero Tovar (Pedro Pascal) entsprechend unterstützt. Die asiatischen Schauspieler sind dabei mit Ehrgefühl für das Wohl des Kollektivs unterwegs und somit gibt es auch in dieser Hinsicht keine bösen Überraschungen...

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…wäre da nicht Willem Dafoe. Seine Rolle wirkt in dem Zusammenhang des Films vollkommen sinnlos für die Geschichte und dies hätte man sich doch gut sparen können. Darüber hinaus bietet die Story wirklich nichts bahnbrechend Überaschendes und ist im Gesamtverlauf so vorhersehbar, wie die Jagd des Coyoten und dem Road Runner. Außerdem sind einige CGI-Effekte etwas übertrieben und es hätte daran etwas gespart werden können.

Insgesamt bleibt ein Film, der durchaus unterhalten kann, allerdings beim Publikum keine Jubelstürme entfesseln wird. Wenn man das gesamte Setting in Fernostasien mag und mal wieder Lust auf eine ordentliche Schlacht mit Fantasy-Monstern hat, der findet in "The Great Wall" entsprechende Unterhaltung. Dabei muss man sich allerdings wirklich auf einzelne Momente des Films einlassen ohne das Große und Ganze zu bewerten, denn gerade in diesen steckt das Potenzial.

+ Ansprechende, epische Schlacht

+ Generell bildgewaltiges Setting

+ Teilweise gute dramatische Szenen

- CGI-Effekte teilweise etwas übertrieben

- Story sehr vorhersehbar

- Willem Dafoes Rolle komplett belanglos