Film Review: Split

© Universal Pictures

M. Night Shyamalan – der Meister des mystischen Horrors nimmt mal wieder Platz auf dem Regiestuhl für sein neustes Werk "Split". In unserem Review erfahrt ihr, ob es sich nach den eher erfolgloseren Filmen von Shyamalan lohnt, den Film im Kino zu sehen!


M. Night Shya...Shymala... Mist, der Regisseur von "The Sixt Sense"

Der unausprechliche M. Night Shyamalan durfte sich mal wieder in einem Genre bewegen, in dem er sich am wohlsten fühlt – ein Mix aus Psychothriller und klassischem subtilen Horrorfilm. So könnte man fast meinen, dass der Film nach Krachern wie the "The Sixt Sense", "Signs" oder "The Village" eigentlich ein Selbstläufer sein sollte - auch dann, wenn "The Happening" und "The Visit" doch eher kontroverse Kritiken beim Publikum hervorriefen. Diese Zweifel räumt er nun mit "Split" aber vollständig aus.

 

Kurz umrissen handelt es sich bei "Split" um eine Entführung von drei Teenager-Mädels durch unseren Hauptdarsteller, nun ja nennen wir ihn mal Mr. X, gespielt von James McAvoy Diese drei Mädchen merken allerdings, dass ihr Entführer scheinbar nicht alleine ist, sondern noch Hilfe von einer gewissen Patricia und Hedwig erhält. Diese Situation gestaltet sich nur nicht ganz so einfach, da es sich dabei um ein und dieselbe Person handelt, denn unser Protagonist hat gespaltene Persönlichkeiten. So ensteht das Exposé für diesen fesselnden Psychothriller.

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Schauspielerleistung par excellence

Hauptaugenmerk und dabei leuchtender Stern ist wieder einmal James McAvoy, der hier mit einer erstaunlichen schauspielerischen Leistung verblüfft. Viele Darsteller haben Schwierigkeiten sich in einen Charakter hinein zu versetzten, aber in diesem Film schafft McAvoy Unglaubliches und spielt gleich mehrere Persönlichkeiten mit einer Selbstverständlichkeit, die ihresgleichen sucht. Diese Authentizität allein reicht schon aus, um beim Zuschauer ein mulmiges Gefühl zu wecken.  Man ist in jeder Szene gespannt, welcher Charakter den nächsten Schachzug bei der Entführung unternehmen wird. Hinzu kommt noch eine erstaunlich gut gespielte, introvertierte Rolle vom aufstrebenden Nachwuchsstar Anna Taylor-Joy, die erst seit kurzem an größeren Projekten teilnahm, wie beispielsweise "The Witch" oder "Das Morgan Projekt". Während der gesamten Story wird der Zuschauer im Dunkeln gelassen, was als nächstes geschehen könnte. Die Thematik rund um die verschiedenen Persönlichkeiten wird dabei von McAvoy so überzeugend dargestellt, dass eine unfassbar gute und grundsolide Spannung während des kompletten Films erzeugt wird.

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Viele Kritikpunkte gibt es dabei insgesamt nicht. Die Stimmung des Films ist düster, alle Charaktere sind sehr überzeugend und die beiden Stars des Films harmonieren. Das Ende entspricht mal wieder einem guten Shyamalan-Streifen, währenddessen sich auch noch eine interessante Binnenhandlung einfügt. Ein kleinen Kritikpunkt gäbe es noch in Bezug auf eben jenes Ende, doch dies verraten wir an der Stelle lieber nicht. Wir sprechen eine klare Empfehlung für alle aus, die über Nerven aus Drahtseilen verfügen!

+ Schauspielerische Leistung von James McAvoy

+ Der vermutlich beste Film mit Anna Taylor-Joy bisher

+ Sehr stimmiges Gesamtbild in Bezug auf die Story

+ Ansatzpunkte in Bezug auf Evolution und den Umgang mit multiplen Persönlichkeiten

- Um Spoiler zu vermeiden, dieses Mal keine Cons