Film Review: Rings

© Paramount Pictures

Mit "Rings" startet ein Softreboot bzw. eine Fortsetzung des amerikanischen Remakes von Ringu... Verwirrend genug verraten wir euch hier, inwiefern der Film an die schaurige Atmosphäre aus dem Jahr 2002 anknüpfen kann…


Dr. Leonard Hofstadter...

11 Jahre nach "Ring 2" bekommen wir einen weiteren Film über das furchteinflößende Videoband, welches im Jahr 2002 mit einer schaurigen Atmosphäre und guten Jump-Scares die Angst vor dem berüchtigten "kleinen Mädchen" in die deutschen Kinos brachte. Jetzt versucht der neue Film der Reihe, an diese Erfolge anzuknüpfen. Das Videoband hat sich seitdem seinen Weg durch die Zeit gemordet und kommt nun schließlich bei unserem Lieblingsnerd Dr. Leonard Hofstadter an, nur dieses Mal als Biologieprofessor, der sich mit dem paranormalen Weiterleben nach dem Tod beschäftigt. An seiner Universität verschwindet dabei ein Student namens Holt, dessen Freundin unsere Hauptfigur Julia ist. Sie geht dem mysteriösen Verschwinden ihres Freundes nach und trifft dabei natürlich, wie zu erwarten war, auf das sagenumwobene Video.

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Storytelling

Generell kann man sagen, dass vor allem die Story im Vergleich zu den alten Teilen etwas an Qualität zugelegt hat. Zugegebenermaßen, an der ein oder anderen Stell wirkt diese etwas konstruiert im Vergleich zu den beiden Vorgängern. Jedoch ist die Schnitzeljagd um das Verschwinden des Studenten sehr spannend. Dabei wird auch geschickt die schaurige Atmosphäre des Videos miteinbezogen und eine neue Geschichte kreiert.

 

Man hat insgesamt das Gefühl, dass es sich tendenziell eher um einen Krimi handelt, untermalt mit ein paar Jump-Scare-Szenen. Für Horrorfilmansprüche ist die schauspielerische Leistung von Matilda Lutz als Julie und Alex Roe als Holt grundsolide und vor allem Johnny Galecki nimmt man die ernste Rolle, trotz seiner "The Big Bang Theory" Vergangenheit, sehr gut ab. Auch die Effekte sind gut und tragen zur Spannung in vielen „Action“-Szenen des Films bei.

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Ist Samara genau so gruselig wie früher?

Da wir uns bei "Rings" im Genre der Horrorfilme bewegen, muss man allerdings diesmal bemängeln, dass weder die angsteinflößende Atmosphäre der japanischen Originale, noch die guten Jump-Scare-Momente der amerikanischen Remakes von 2002 und 2005 aufgegriffen werden konnten. Letztere sind wenigstens vereinzelt zu finden, allerdings nicht in der herkömmlichen Intensität, die man von einem "Ring"-Film erwartet. Auch wenn Samara auftaucht, ist die Atmosphäre trotz wirklich guter Effekte lange nicht mehr so spannend wie damals.

 

Insgesamt bewegt man sich mit "Rings" in einem gruseligen Kriminalfilm, der für solide Unterhaltung sorgt. Vor allem FANs der Reihe sollte dieser Film Vergnügen bereiten. Generell sollte man aber zumindest die amerikanischen Versionen von "The Ring 1 & 2" gesehen haben, um den Anschluss an die aktuelle Geschichte komplett zu durchschauen.

+ Johnny Galecki überzeugt

+ Gute Krimigeschichte innerhalb eines Horrorfilms

+ Schlägt eine gute Brücke  zu den beiden Vorgängern

+ Gute visuelle Effekte

- Für den Anspruch eines Kriminalfilms etwas zu durchschaubar

- Erreicht nicht die schaurige Atmosphäre der Vorgänger

- Überraschend wenig Horrorszenen mit Samara

- Das Übernatürliche wird von den Charakteren teilweise zu selbstverständlich angesehen


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