Film Review: The Girl With All The Gifts

© Warner Brothers Pictures

Mit "The Girl With All The Gifts" läuft für viele eine der Horror-Hoffnungen des Frühjahrs an. Allein der Trailer war sehr vielversprechend und machte Lust auf mehr. Lest hier, wie die postapokalyptische Geschichte abschneidet


Achtung Kinder!

Wieder Mal eine Zombieapokalypse? Wer hat denn da noch überhaupt Lust drauf?! Wir natürlich! Denn mit "The Girl With All The Gifts" startet ein Horror-Drama, dass etwas mehr zu bieten hat, als das 08/15-Massaker in Zeitlupe mit viel Blut à la "Resident Evil". Der Film startet dabei in einer Einrichtung, in der harmlos scheinende Kinder wie Massenmörder fixiert werden und dann im Rollstuhl zum Schulunterricht gefahren werden. Ist das nicht normal und mittlerweile in jedem deutschen Haushalt so? Nun ja wir hoffen mal nicht, denn "The Girl With All The Gifts" spielt nach einer Art Pilzinfektion, die dazu geführt hat, dass sich Großteile der Menschheit in Zombies verwandelt haben. Was es genau mit den Kindern und generell der Geschichte auf sich hat, erfahrt ihr am besten im Film, denn dieser ist wirklich sehenswert.

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Starke Performance

Gemma Arterton überzeugt dabei mit einer fürsorglichen Rolle, die eine besondere Beziehung zu einem der Mädchen aufbaut. Dieses Mädchen ist das im Titel beschriebene "Girl" und wird gespielt von Sennia Nanua - ein Name, den man sich für die Zukunft notieren sollte. Aber auch das restliche militärische Team rund um das Kind wirken sehr ernst und bestimmt. Darin enthalten spielt Glenn Close eine Wissenschaftlerin, die durch ihre Frisur erst auf den zweiten Blick zu identifizieren ist. Aber die generelle schauspielerische Leistung ist nicht die Hauptattraktion des Films. Die Zombie-Szenen sind, sowohl in hektischen als auch ruhigen Situationen, atemberaubend - allerdings diesmal in einem wörtlichen Zusammenhang, denn entweder ist man von der rasanten Kameraführung zwischen den Zombies gefesselt oder man hält selbst die Luft an, wenn das Team versucht, unbemerkt an den Zombies vorbei zu schleichen.

© Warner Brothers Pictures

Spannender Kinoabend vorprogrammiert

Insgesamt handelt es sich also um eine Apokalypse mit sehr vielen spannenden Elementen und man ist praktisch den ganzen Film über gespannt, wie sich die Geschichte rund um das kleine Mädchen weiterentwickeln soll. Generell ist die neue Erklärung der Zombie-Apokalypse durch die Plizinfektion etwas Geschmackssache, allerdings ein wichtiger Bestandteil für das eindrucksvolle Ende. Leider wird man ein wenig im Dunkeln gelassen über die Vorgeschichte der Charaktere, was diese noch hätte greifbarer machen können.

 

Bei "The Girl With All The Gifts" handelt es sich also um ein Horror-Drama, das nicht nur Genre-FANs gefallen wird, sondern auch anderen Zuschauern einen spannenden Kino-Abend bringen wird. Hervorzuheben vor allem ist dabei die junge Sennia Nanua, die für ein Kind eine wirklich beeindruckende Rolle spielt.

 

+ Sennia Nanuas Darstellung

+ Spannende Zombie-Szenen, vor allem durch gute Kameraführung

+ Geschichte des Films sehr dramatisch

- Erzählpausen zum besseren Kennenlernen der Charaktere wünschenswert


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