Film Review: John Wick - Chapter 2

© Lionsgate

Es gibt wieder geballte Action auf der Leinwand! Mit "John Wick - Chapter 2" geht der Film um den knallharten Auftragskiller in die zweite Runde und verspricht dabei wieder schnelle Kampfszenen, tödliche Schüsse und rasante Verfolgungsjagden.


Da war doch noch was ...

"John Wick - Chapter 2" beginnt so, wie man es von einem knallharten Action-Film erwartet: mit einer Verfolgungsjagd. Dabei fährt John Wick einem Motorrad hinterher und lässt es ordentlich krachen. Grund für die Jagd durch die Straßen New Yorks ist  eine alte Rechnung, die beglichen werden muss. Nachdem John Wick im ersten Teil nicht nur seinen Hund verloren hat, sondern auch sein Auto, will er dieses nun wieder in seinen Besitz bringen und geht dabei keine Kompromisse ein. So spielt es letztendlich keine Rolle, dass sein Auto am Ende  ein einziger Schrotthaufen ist - es geht um's Prinzip! Rasante Fahrmanöver und Kampfszenen bilden dabei den Rahmen und machen in der ersten Viertelstunde des Films Lust auf mehr.

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Ruhestand sieht anders aus

Die eigentliche Handlung des Films ist schnell erklärt. John Wick, der eigentlich schon lange im Ruhestand sein wollte,  bekommt Besuch von einem alten Bekannten. Sein ehemaliger Kollege und klassischer italienischer Mafia-Boss Santino (Riccardo Scamarcio) fordert eine Schuld ein, die John Wick begleichen soll. Dieser lehnt zunächst ab, wird jedoch von Santino sehr deutlich daran erinnert, dass dies seinen Tod bedeutet - Wick hat also keine andere Möglichkeit, als sich wieder auf die Jagd zu begeben. Dieses Mal verschlägt es ihn nach Rom, wo er die Schwester Santinos umbringen soll. Dabei verbreitet er wie gewohnt Schrecken und überzeugt als tödlicher Killer.

 

Nachdem der Auftrag ausgeführt wurde, wendet sich jedoch das Blatt. Zwar ist die Schuld gegenüber Santino erloschen, jedoch greift dieser Wick an und will ihn aus dem Weg schaffen. Das lässt ein John Wick natürlich nicht auf sich sitzen und so beginnt die eigentliche Jagd auf Santino und seine Männer. Dabei geht Wick über Leichen und bricht sämtliche Regeln, wodurch er sich zusätzlich Feinde macht.

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Schluss mit lustig!

Keanu Reeves weiß auch in Teil 2 des Action-Films zu überzeugen. Gewohnt kühl und kompromisslos schaltet er Gegner für Gegner aus und zeigt seine präzisen Fähigkeiten. Dabei wirken die Kampfszenen nicht wie in anderen Action-Filmen plump und einfallslos, sondern stechen durch ihre Choreographie und die Art und Weise hervor, wie Wick seine Angreifer ausschaltet - kurz und schmerzlos!  Keanu Reeves merkt man die intensive Vorbereitung auf seine Rolle dabei an, er hat sich im Stunt-Training perfekt auf die Kampf- und Schusstechniken eingespielt. Auch die Zusammenarbeit mit den beiden Matrix-Stuntmen Chad Stahelski und David Leitch, die eine Filmproduktionsfirma für Action-Szenen leiten, zahlt sich hier voll aus. Insgesamt ist "John Wick - Chapter 2" ein großes Wiedersehen der Matrix-Charaktere. Neben den Stuntmen ist auch Laurence Fishburne mit von der Partie und unterstützt John Wick bei seiner Jagd auf Santino.

 

Im Vergleich zum ersten Teil wirkt die Fortsetzung nicht ganz so dramatisch, überzeugt jedoch durch seine Kampfszenen und die gesamte Stilisierung. Lässt Wick zunächst noch seine emotionale Seite durchblicken, zeigt er im zweiten Teil seine kalte Professionalität und seinen Killer-Instinkt. Tiefgehende Dialoge darf man an dieser Stelle natürlich nicht erwarten - aber das vermisst man auch nicht, wenn sich John Wick im Alleingang seinen Weg durch ein Spiegelkabinett schießt. John Wick entwickelt sich Schritt für Schritt zu einer ikonischen Action-Figur, die bereits in Teil 2 wieder genügend Ansätze für einen dritten Teil gibt. Wir sind gespannt auf mehr!

+ Kampfszenen überzeugen auf ganzer Linie

+ Keanu Reeves als kalter Einzelkämpfer

- Nebendarsteller wirken eher schwach


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