Film Review: A Cure for Wellness

© 2017 Twentieth Century Fox

Gore Verbinski ("Fluch der Karibik") versucht sich mal wieder an einem Film und Zuschauer dürfen bei einem knapp zweieinhalb Stunden Film dementsprechend Sitzfleisch mitbringen. Nach den spannenden Trailern und vielversprechenden Promoaktionen verraten wir euch, ob sich der neue Streifen lohnt.


(K)Ein Ort zur Erholung

Ein entspannter Ausflug zu einem Kurort?! Naja so beginnt zumindest der Film „A Cure for Wellness“ für den Chronicle-Darsteller Dane DeHaan. Der ehrgeizige Business-Mann soll dabei einen Kollegen wieder in die Vereinigten Staaten holen, da dieser sich dem skrupellosen Finanzsektor entzogen hat. Angekommen in dem traumhaft schönen Panorama merkt allerdings unser Mr. Lockhart, dass nicht alles so utopisch sein kann, wie es von sämtlichen Mitarbeitern und Kurteilnehmern dargestellt wird. So beginnt die Suche nach dem Haar in der Suppe.

© 2017 Twentieth Century Fox

Der Schein trügt

Dane DeHaan spielt dabei einen sehr misstrauischen und zugleich arroganten Banker, ein Stereotyp, wie er im Buche steht. Doch diese Rolle passt! Zu sehen wie sich der Banker Stück für Stück der ganzen Situation annimmt, macht die Geschichte sehr spannend und man fiebert mit, wie es wohl für unseren Protagonisten weitergehen mag. Die makellose Szenerie am Fuße der Schweizer Alpen fügt sich dabei perfekt in die gesamte sterile Aufmachung des Kurorts ein. Je mehr man dabei von dem auffällig einheitlich weißen Kuroutfit sieht, desto mehr möchte man wissen, was sich dahinter verbirgt. Dies wird dabei auch mit eleganten Farbwechseln des gesamten Settings von Gore Verbinski untermalt. Aber auch generell hat der Film nicht umsonst ein FSK 16er Rating bekommen, denn einige Szenen sind nicht nur sehr düster und bedrohlich, sondern auch in Sachen Brutalität sollte der Film nicht auf die leichte Schulter genommen werden.

© 2017 Twentieth Century Fox

Länger gleich besser?

Ein großes Thema, wie schon in der Einführung erwähnt, ist natürlich die Laufzeit des Films. Mit 2 Stunden 27 Minuten handelt es sich schon um eine stolze Laufzeit. Dabei entsteht natürlich wieder die Debatte, ob langsame Erzählungen der Handlung gut tun oder ob sich der Zuschauer langweilen könnte. Bei „A Cure for Wellness“ ist es genau diese Eigenschaft, die das Zünglein an der Waage symbolisiert, ob man sich den Film wirklich anschauen sollte. Dane DeHaan baut ein wirklich interessantes Katz und Maus Spiel mit Jason Isaacs auf, jedoch hat der Film einige Längen und das trotz teilweise schockierender Szenen. Allerdings führt dieser Aufbau zu einem dramatischen Ende, auf das sich das Warten lohnt.

 

Insgesamt kann man „A Cure for Wellness“ allen empfehlen, die gerne eine Art Mysterie/Krimi/Horror-Film sehen wollen und sich mit etwas Geduld in die idyllische Schweiz einfinden können.

+ Dane DeHaan passt perfekt in die Hauptrolle

+ Optik des Sanatoriums und der Schweiz

+ Spannende aber irgendwie auch kranke Geschichte

- Zieht sich ein wenig in die Länge

- Sehr klischeebehaftete, übertriebene Bankerstereotypen

 


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