Film Review: Logan

© 20th Century Fox

 

Noch ein letztes Mal fährt Hugh Jackman als Wolverine seine Krallen aus und kämpft sich in "Logan" mit einem FSK-16er Rating durch seine Widersacher. Erfahrt hier mehr über den letzten Auftritt des bekanntesten Mutanten…

 


James Mangold macht ernst...

Nach "Wolverine: Weg des Kriegers" nimmt James Mangold wieder einmal Platz auf dem Regiestuhl für den wohl bekanntesten aller Mutanten: Wolverine. Dieses Mal handelt es sich allerdings um einen ganz besonderen Film, da es wohl der letzte Auftritt von Hugh Jackman als wilde Bestie mit Adamantium-Krallen sein wird. Generell findet die Handlung des Films im Jahre 2029 statt und wir sehen einen müden, geschwächten Logan, der sich mit seinem Limousinen-Service über Wasser hält und sich um den in die Jahre gekommenen Professor X (Patrick Stewart) kümmert. An dieser Beziehung der beiden wird direkt der ernste Tonus des Films deutlich, denn die Demenz des alten Charles Xavier steht deutlich im Fokus. Ein Thema, welches bislang in Comic-Verfilmungen eher vergeblich gesucht wurde.

 

Auf einmal tritt das Mutanten-Mädchen Laura in Logans Leben, welches von einer Horde Auftragskiller gejagt wird. Dies klingt nach dem ersten Überfliegen nach einer Menge Blutvergießen -  im zweiten Moment ist es das auch! Der neue Logan hat sich ein saftiges FSK-16 Rating verdient und dies tut dem Film wirklich gut. Schon die erste Szene, in der die Krallen von Logan wie Butter durch den Schädel seines Gegners gleiten, ist eine Genugtuung, auf die X-Men-FANs seit Jahren warten mussten. Dabei ist hervorzuheben, dass es sich um eine wirklich dunkelrote FSK-16er Freigabe handelt, die an keiner Stelle des Films an Blut oder fliegenden Körperteilen vermissen lässt. Das Ausmaß der Brutalität kann generell umstritten sein, neben der puren Freude über die blutigen Kampfszenen, verleiht es dem Film jedoch einen ernsten Unterton, durch den man sich jede Minute um das Wohlergehen der verschiedenen Charaktere sorgt.


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Ein Western mit Mutanten

Darüber hinaus bringen alle bekannten Schauspieler, die erwartet starken Leistungen. Hugh Jackman darf diesmal einen Wolverine verkörpern, der seiner inneren Bestie teilweise wirklich freien Lauf lassen kann. Aber auch die kleine Dafne Keen, die das junge Mutanten-Mädchen spielt, macht einen wirklich guten Job. Auch die Antagonisten sind so böse, dass man jedes Mal mit Freuden die Kampfszenen abwartet.

 

Im Vorfeld beschrieb der Produktionsleiter Kinberg den Film als eine Art brutaler Western und dies ist dem Regisseur auch wirklich gut gelungen. Das Setting findet hauptsächlich in der Wüste statt und verleiht dem Gesamteindruck einen sehr verwegenen Stil. Die Geschichte rund um das Mädchen ist dabei sehr ergreifend und passt gut zu dem in die Jahre gekommenen, kalten Wolverine.

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Die Kritikpunkte bei "Logan" sind Meckern auf einem wirklich hohen Niveau. An der ein oder anderen Stelle ist die Beziehung zum kleinen Mädchen etwas überzeichnet dargestellt und ein wenig mehr Background über die Entwicklung bis hin in das Jahr 2029 hätte nicht geschadet.

 

Insgesamt handelt es sich bei "Logan" um einen sehr würdigen Abtritt von Hugh Jackman, der in vollem Maße überzeugt. Nicht nur Comic-FANs werden gefallen an dem Film finden - durch eine sehr starke Geschichte und glaubwürdige Charaktere, ist dieser Film allen zu empfehlen, die kein Problem mit Blut in Filmen haben. Pazifisten mit einem eher schwachen Magen sollten den Film allerdings meiden.

Das Review zu "Logan" im Video:

+ Hugh Jackman als Wolverine!

+ Brutalität gipfelnd im ernsten Ton des Films

+ Starke Dafne Keen

+ Gute Geschichte mit tollem Setting

- Beziehung zum Mutanten-Mädchen teilweise übertrieben


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