Film Review: Kong - Skull Island

© Warner Bros. Pictures

Das Kinojahr 2017 ist bereits sehr stark angelaufen mit Top-Titeln wie "Split", "John Wick 2" oder "Logan". Nun tritt "Kong" als nächster Blockbuster ins Rampenlicht. Erfahrt hier, ob sich das Monsterspektakel lohnt.


Der Affe ist los

Ein riesiges Monstrum richtet eine Menge Schaden an und wir dürfen dabei einem beeindruckenden CGI-Spektakel zusehen. Es handelt sich um ein Reboot eines Films, an dem man sich schon mehrere Male versucht hat. Nein, wir reden hierbei nicht von "Godzilla", sondern von "Kong: Skull Island", der aktuell in den deutschen Kinos läuft. Der Name "Godzilla" ist dabei nicht weit hergeholt, denn es ist bereits bekannt, dass die beiden Filme im selben Universum spielen und ein Crossover in Zukunft folgen wird.

 

Zur Geschichte von "Kong": Wir befinden uns im Jahr 1972 kurz vor bzw. während des Abzugs der amerikanischen Truppen aus dem traumatisierenden Vietnam-Krieg. Ein Forschungsteam,  bestehend aus dem Star-Ensemble rund um Tom Hiddleston, John Goodman, Samuel L. Jackson und "Beste Hauptdarstellerin 2015" Brie Larson, macht sich auf den Weg, eine bisher unbekannte Insel im pazifischen Ozean zu "kartographieren". Schnell wird allerdings klar, dass unser Team dabei auf den überdimensionalen Affen Kong trifft und so beginnt das Actionspektakel. Natürlich handelt es sich bei der Story nicht um ein bahnbrechendes oscarreifes Drehbuch, aber man bekommt das, was man erwartet. Außerdem wird die zeitliche Thematik des Vietnam-Kriegs geschickt eingefädelt. Dadurch entsteht eine, wenn auch durch den typischen amerikanischen Patriotismus etwas übertriebene, gute Charaktereinführung, sodass einem die Figuren direkt vertraut vorkommen.


© Warner Bros. Pictures

Monstermäßig

CGI-technisch ist "Kong" natürlich auf dem neusten Stand - vor allem bei der Auseinandersetzung mit den Hubschraubern entsteht ein spannender Kampf, der auch mit einer sehr starken Kameraführung überzeugt. Generell sind dabei aber nicht nur die Animationen gelungen, auch die Landschaftsaufnahmen sind sehr ansehnlich. Das Terrain kreiert dabei ein interessantes Setting für die Mannschaft mit erfahrenen Soldaten und man wird überrascht durch die vielfältige Flora und vor allem Fauna der Insel.

 

Das voll besetzte Ensemble ist vielleicht gleichzeitig Fluch und Segen des Films, denn die Dialog-Passagen sind knapp bemessen und relativ gleichmäßig auf alle Teilnehmer aufgeteilt. Dass die Dialoge eher simpel und etwas übertrieben sind überrascht dabei nicht wirklich. Dies ist allerdings zu vernachlässigen, wenn man sich dem Hauptkritikpunkt des Films widmet. Insgesamt bekommt man natürlich ein eindrucksvolles Actionspektakel mit einem neu aufgelegten King Kong. Darin besteht jedoch die größte Last des Films, denn Kong macht leider keinen riesigen innovativen Schritt nach vorne im Vergleich zu den älteren Filmen. Selbst wenn die eingewebte Vietnam-Thematik sehr geschickt gemacht ist, kann diese nicht über Parallelen hinwegtäuschen.

Insgesamt kann man sich den neuen "Kong" sehr gut ansehen. Vor allem Freunde des neuen Godzilla-Films dürfen sich sehr auf eine Fortsetzung des Universums freuen. Letzten Endes bleibt zu sagen, dass man definitiv im Kino sitzen bleiben sollte, denn es wartet eine tolle Post-Credit-Szene.


+ Starke Effekte und tolle Action-Szenen

+ Zeitlicher Kontext gut eingebracht

+ Sehr schöne Landschaftsaufnahmen

+ Starbesetzung

- zu simple Dialoge

- keine neuen Elemente im Film


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