Die IP Man Trilogie - Ein Überblick

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Spätestens mit "Rogue One" hat Filmstar und Martial-Artist Donnie Yen internationale Bekanntheit erreicht. Doch auch vor Eintritt in das Star Wars-Universum hat er an einigen interessanten Filmen mitgewirkt. In der "IP Man Trilogie" verkörpert er Bruce Lees Meister und beweist, dass er ordentlich austeilen kann. Worum es in den drei Filmen geht, erfahrt ihr im folgenden Artikel.


Teil 1: Wing Chun vs. Karate und Co.

IP Man, ein wohlhabender und bescheidener Meister der Kampfkunst "Wing Chun" lebt mit seiner Frau und seinem Sohn in einem chinesischen Dorf namens Foshan. Dort gilt er trotz einiger anderen Kampfkunstschulen als ungeschlagener Meister. So lebt IP Man einige Jahre in Ruhe und Frieden, bis in den 1930er Jahren die japanische Invasion China überschwemmt. IP Man und seine Familie werden aus ihrem Haus getrieben und müssen nun, wie die meisten anderen Bewohner Foshans, in kleinen Baracken leben. Um ein wenig Geld zu verdienen, arbeitet der Wing Chun-Meister in einem Kohlebergwerk. Der General der japanischen Bastion entwickelt ein großes Interesse an IP Man, nachdem er gesehen hat, wie dieser mehrere japanische Soldaten gleichzeitig in einem Kampf besiegt. Der bescheidene Meister aus Foshan wird gefangen genommen und gezwungen, gegen den japanischen General in einem öffentlichen Kampf anzutreten.

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Teil 2: Wing Chun vs. Boxen

Nach den Ereignissen des ersten Films zieht IP Man mit seiner Familie nach Hongkong, um dort eine Wing Chun-Schule zu eröffnen. So will er seine schwangere Frau und sein Kind ernähren. Allerdings müssen einige Hürden überwunden werden bis es zur Eröffnung seiner Schule kommt. So muss sich IP Man unter anderem den Meistern der anderen Kampfkunstschulen stellen, um offiziell in deren Kreis anerkannt zu werden. Doch damit nicht genug - britische Kolonialherren sorgen zusammen mit ihrem Boxchampion für einigen Ärger, da sie die Chinesen als ihnen untergestellt ansehen und keinerlei Respekt gegenüber ihrer Kultur und Lebensweise haben. IP Man entschließt sich, den Champion im Schwergewicht in einem Wettkampf entgegenzutreten, um den Briten zu beweisen, dass jeder Mensch im Grunde gleich ist, egal ob östlicher oder westlicher Herkunft.

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Wing Chun vs. Wing Chun

Etabliert als Großmeister des Wing Chun lebt IP Man im dritten Film nun schon seit einigen Jahren zusammen mit seiner Familie in Hongkong. Lange soll der Frieden jedoch nicht anhalten. Eine Gruppe von Amerikanern, die Untergrundkämpfe organisiert, möchte das Grundstück übernehmen, auf welchem die Schule von IP Mans Sohn steht. Nachdem die Schuleigentümer mehrere Angebote der Amerikaner abgelehnt haben, versuchen diese, die Schule mit Gewalt an sich zu reißen. Während dieser Ereignisse lernt IP Man einen Mann namens Cheung Tin-Chi kennen. Er ist der Vater eines Klassenkameraden von IP Mans Sohn und ebenfalls ein begabter Wing Chun-Kämpfer. Zusammen machen es sich die beiden zur Aufgabe, die Schule zu verteidigen. Genau wie IP Man will auch Cheung Tin-Chi eine Wing Chun-Schule eröffnen. Nachdem sich IP Man dem Boss der amerikanischen Untergrundorganisation gestellt hat, fordert ihn Cheung Tin-Chi heraus, um zu beweisen, dass er der wahre Meister des Wing Chun ist. IP Man muss nun erstmals gegen seine eigenen Techniken antreten.

Well Go USA

Offensichtlich ist die Story nicht unbedingt der stärkste Aspekt der Trilogie. Wer große Charakterentwicklungen und eine herzensbewegende Geschichte erwartet, wird leider enttäuscht. Das ist aber verschmerzlich, denn die Filme wollen uns hauptsächlich schöne und spannende Kämpfe präsentieren. Und das schafft die Trilogie ungemein gut.

Kämpfe, Kämpfe, Kämpfe...

Wie schon angedeutet sind die Kämpfe das Prachtstück der drei Filme. Hierbei sind diese so vielseitig wie die Story in manch anderen Filmen. Keine Konfrontation gleicht der anderen. So kämpft IP Man gegen diverse Kampfstile, wie zum Beispiel: Karate, Kung Fu, Muay Thai, Boxen und einfache Straßenschlägerei. Dabei ist jeder Kampf vollkommen anders choreografiert und in Szene gesetzt. Gleichzeitig wird sichergestellt, dass jeder Kampfstil auch wirklich einzigartige Techniken besitzt, die sich von anderen Stilen abgrenzen. Seien es die Jabs eines Boxers oder die Tritte eines Karatekämpfers.

 

Was die Kämpfe aber wirklich auszeichnet sind die Schauspieler. Es wurde stark darauf geachtet, dass Schauspieler gecastet wurden, die auch wirkliche Kampfsportler sind. So wurden beispielsweise Donnie Yen als Wing Chun-Meister und Mike Tyson als Untergrund-Boxer engagiert. Zusammen mit der atemberaubenden Choreografie (die auch von Wing Chun-Experten erstellt wurde) schaffen es die Filme unglaublich intensive und trotzdem realistische Kämpfe zu erschaffen.

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Ein weiterer nennenswerter Aspekt sind die Soundeffekte und der Soundtrack im Allgemeinen. Angriffe werden mit sehr wuchtigen Sounds unterstützt, die die Kraft hinter den Schlägen gut vermitteln. Zusammen mit dem teilweise Hans-Zimmer-ähnlichen Soundtrack wird jeder Kampf zu einer Mitfiebertour. FANs von Kämpfen a la "Jason Bourne", "96 Hours" und Co. sollten sich die Filme also unbedingt anschauen.

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