Film Review: Die Schöne und das Biest

© Disney

Lange genug keinen Ohrwurm mehr gehabt? Dann seid ihr bei "Die Schöne und das Biest" genau richtig, um mal wieder melodisch mit dem Knie im Takt zu wippen! In unserem Review erfahrt ihr, ob sich die Realverfilmung zum Disney-Klassiker lohnt.


Nur ein weiteres Disney Remake?

Die lang erwartete Disney Realverfilmung verbreitet erneut den Zauber eines der berühmtesten französischen Volksmärchen und dem natürlich weltbekannten Zeichentrick-Film "Die Schöne und das Biest" aus dem Jahr 1991. Mit dem derzeit am häufigsten angesehen Trailer aller Zeiten trägt der Film natürlich jetzt schon einen riesen Erwartungsrucksack - aber man darf beruhigt sein, denn der Film rund um Hermine, ups... Emma Watson natürlich... vermag durchaus, den alten Zauber der 90er Jahre wieder zu erwecken. Die Geschichte dürfte mittlerweile weltbekannt sein: Ein Mädchen namens Belle wird von einem verfluchten Biest (Dan Stevens) in einem Schloss im düsteren Wald eingesperrt. Um den Bann zu brechen und das gesamte Ensemble des Hofes zurück zu verwandeln, muss sich dem Titel entsprechend die Schöne in das Biest verlieben. 


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Starbesetzung und alles wie früher?

Der Cast beeindruckt nicht nur in den Hauptrollen, denn auch die Liste der Synchronsprecher ist ellenlang. Emma Thompson, Ewan McGregor und Ian McKellen, um nur ein paar Namen zu nennen, leihen dem Schlossinventar ihre Stimmen und hauchen diesem Leben ein. Diese erfüllen die Anforderungen natürlich in vollem Maße. Emma Watson ist, wie es von so vielen erwartet wurde, die perfekte Besetzung und wird dem Namen "Belle" durch ihre beeindruckende Anmut wirklich gerecht. Aber auch Gaston drängt sich an dieser Stelle auf, erwähnt zu werden, da er es perfekt vermag die unfassbare Arroganz und Selbstverliebtheit der Figur darzubieten. Bei Setting und Kostümen hat man sich wirklich in einer sehr schönen Detailverliebtheit an den damaligen Disney-Film gehalten, was Zuschauer reihenweise wieder in ihre Kindheit zurückversetzen dürfte. Auch bei den musikalischen Darbietungen hält man sich akribisch an die Zeichentrickvorlage.


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So lässt sich mal wieder ein makelloser Disney-Film ansehen? Leider nicht komplett, obwohl dem Regisseur Bill Condon bei "Die Schöne und das Biest" wirklich ein sehr schöner Film gelungen ist, gibt es zwei Kritikpunkte. Zum einen wäre da die Besetzung von Josh Gad als treuer Gehilfe von Gaston LeFou. Die Diskussion, ob es wirklich notwendig gewesen wäre den Charakter als homosexuell darzustellen, lassen wir an dieser Stelle mal im Raum stehen. Während seine Schauspieler-Kollegen ihre Rollen mit einem beeindruckenden Fokus und Souveränität darbieten, wirkt Josh Gad doch an vielen Stellen des Films sehr albern und selbst im Vergleich zum Disney-Klassiker so, als versuche er sich zwanghaft in den Vordergrund zu spielen, was ihm in keinster Weise gelingt. Dieser Kritikpunkt sieht im Vergleich zum zweiten jedoch wirklich blass aus - die Synchronisation. Die Besetzungsliste der Synchronsprecher ist wie erwähnt sehr lang und wirklich klasse anzuhören, jedenfalls im ENGLISCHEN Originalton. Die deutsche Synchronfassung ist bei diesem Film eine wirkliche Frechheit. Vor allem bei den deutschen Liedern hat man das Gefühl, der Ton wäre irgendwie versetzt und selbst Zuschauern, die englische Synchronisationen vermeiden, fällt dies wirklich sehr negativ auf.  

 

Insgesamt kann man wirklich für alle Altersgruppen eine umfangreiche Empfehlung aussprechen. Allerdings können wir denjenigen, die dem Englischen mächtig sind, die Originalfassung wärmstens ans Herz legen. So kann man sich auf einen Abend mit wiedererwecktem Disney-Zauber freuen.

+ Nah am Original

+ Gute Animationen

+ Emma Watson überzeugt auf ganzer Linie

+ Starbesetzung in der Synchronisation (Original-Ton)

- Schauspielerische Leistung von Josh Gad

- Unterirdische deutsche Synchronisation


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