Film Review: Unbreakable

via gamona.de

Wer den Film "Split" bis zum Ende gesehen hat, wird die Anspielung auf Regisseur M. Night Shyamalans 16 Jahre alten Film "Unbreakable" erkannt haben. Diesen vermeintlichen Vorgängerfilm sollte man unbedingt gesehen haben. Bei diesem Melodram und Thriller handelt es sich nämlich um einen Superhelden-Film der etwas anderen Art und bietet den Auftakt eines Film-Universums abseits von Marvel und DC.


Die etwas andere Superhelden-Geschichte

Bekannt durch sein erfolgreiches Debüt mit "The Sixth Sense" brachte Shyamalan im November 2000 ein weiteres atmosphärisch geladenes Werk heraus. Protagonist ist der Security-Mann David Dunn, gespielt von Bruce Willis, der als einziger ein Zugunglück überlebt und nun auf der Suche nach Antworten ist. Auf seiner Suche lernt David den Comic-Liebhaber Elijah Price (Samuel L. Price) kennen, der seit seiner Geburt an extremer Knochenschwäche leidet. Dieser vertritt die Theorie, dass es irgendwo ein Gegenüber zu ihm gibt, der unzerstörbar sei. Elijah, auch Mr. Glass genannt, wird dabei in David fündig und lädt ihn in seine Kunstgalerie ein. Während des Besuchs eröffnet Elijah ihm und seinem Sohn Jakob, dass die Natur Menschen geschaffen habe, die körperlich unterdurchschnittlich entwickelt seien. Deshalb glaubt Elijah, dass es auch Menschen mit überdurchschnittlichen körperlichen Fähigkeiten geben muss – ähnlich den Superhelden in seinen Comics. Weil David das Zugunglück als einziger unbeschadet überlebt hat, ist Elijah überzeugt, dass David ein realer Superheld ist. Ähnlich wie Marvel’s Luke Cage (Hier geht's zum Review), ist David Dunn unverwundbar. David verneint diese These vehement, kommt jedoch im Laufe der Handlung ins Grübeln, während er sich gleichzeitig mit seinem Sohn und seiner zerbrechenden Ehe auseinandersetzen muss.


© Touchstone Pictures

+ Eine untypische originelle Superhelden-Geschichte

+ Atmosphärisch aufgeladene Identitätssuche des Protagonisten

+ Gelungene Wendung am Ende des Films

-An Bruce Willis in dieser ungewöhnlich ruhigen Rolle muss man sich erst gewöhnen

- Langsames Tempo der Story


Auftakt für Shymalans Superhelden-Universum

via imdb.com
via imdb.com

Der Kinostart von "Unbreakable" liegt mittlerweile schon mehr als 16 Jahre zurück. Regisseur M. Night Shymalan hatte aber bereits damals betont, dass der Film der Auftakt einer Trilogie wird. Seine Pläne hat er wohl nicht aufgegeben. In seinem diesjährigen Psychothriller "Split", bei dem es sich um eine Entführung von drei Teenager-Mädels durch einen persönlichkeitsgestörten Psycho dreht, wird in der allerletzten Szene Bruce Willis gezeigt. Damit greift Shyamalan das Geschehen in "Unbreakable" auf und stellt mit Die Horde, David Dunn und Mr. Glass sein eigenes Superhelden-Universum auf die Beine. In einem Interview mit Uproxx sagte Shyamalan, sein nächster Film solle bereits der dritte und abschließende Teil seines Unbreakable-Split-Universums werden. Seine Aussage weckt in uns die Hoffnung, dass wir keine weiteren 16 Jahre auf den nächsten Film warten müssen. Mit "Unbreakable", "Split" und dem kommenden dritten Film bildet Shyamalan eine geniale Superhelden-Trilogie, die sich mit seinem typischen Thriller-Ambiente von den klassischen Superhelden-Universen von Marvel und DC abhebt. In dieses Universum tauchen wir auch gerne ab! Wer noch einmal ein Review für "Split" benötigt, kann sich unseren Artikel hier durchlesen.

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