Blu-ray Review: Rogue One: A Star Wars Story

© Lucasfilm

Seit dem 4. Mai gibt es das erste Spin-Off zur "Star Wars"-Saga endlich auf Blu-ray und wir können und zusammen mit Jyn Erso und Darth Vader in die wohl epischste Schlacht stürzen, die es je in einem "Star Wars"-Film gab. Ob die Blu-ray in der Steelbook Edition inkl. 3D-Version des Films etwas taugt, erfahrt ihr im Review.


May the 4th be with you...

Pünktlich zum "Star Wars Day" erschien die Blu-ray von "Rogue One: A Star Wars Story". Auf den Film selbst wollen wir hier nicht im Detail eingehen, vielmehr interessiert uns, was wir in der Steelbook Edition inkl. 3D-Version und Bonus Disk vorfinden. Über die Tatsache, dass 3D auf heimischen TV-Geräten nie wirklich angekommen ist, braucht man sich nicht mehr zu streiten. Nicht umsonst rudern viele Hersteller zurück und sparen sich diese Funktion für ihre Fernseher. Zu teuer sind die Blu-rays, zu unbefriediegend die Technik. Auch Star Wars macht da keine Ausnahme. Schließlich war "Rogue One" unserer Meinung nach schon im Kino durch den 3D-Effekt viel zu überladen und teilweise sehr unübersichtlich. Gerade bei den Schlachten im Weltraum konnte einem schon mal etwas übel werden, vor allem wenn man in den ersten bis mittleren Reihen in Kinosaal sitzen musste. Natürlich liegt dem Steelbook aber auch eine 2D-Version bei und die macht genau das, was der eigentliche Film im Kino gemacht hat: Spaß!

© Lucasfilm

Bonus? Naja...

Kommen wir zur Bonus Disc... Leider hat das Wort "Bonus" im Titel nichts verloren. Barbecue- statt Süß-Sauer-Sauce hätte es auch getan. Und wer isst schon bitte Barbecue Sauce zu seinen Chicken Nuggets?

 

Spaß beiseite: Wurden wir auf der Bonus Disc des ersten Steelbooks von "Star Wars: Das Erwachen der Macht", noch mit entfallenen Szenen und einem wirklich rührenden Making-of belohnt, bekommen wir hier lediglich eine Aneinaderreihung von kurzen Themen, die sich auf Ideen und die Umsetzung des Films konzentrieren. Ziemlich emotionslos wird hier kurz angerissen, warum Darth Vader einen Auftritt hat, wieso Gareth Edwards sich so sehr über seinen Regieposten gefreut hat und warum man sich gegen die klassische Laufschrift zu Beginn des Films entschieden hat, um nur ein paar Beispiele zu nennen. Zudem ist das alles auch noch sehr lieblos inszeniert und wirkt irgendwie "einfach schnell abgefilmt". Wir sind uns sicher, dass es genug altenatives Material gegeben hätte, was man dieser Blu-ray hätte beilegen können. Erinnert man sich zurück an die Trailer gibt es massig Szenen, die es auf die Bonus Disc hätten schaffen können. Es wird noch nicht einmal darüber gesprochen, warum man sich dazu entschieden hat, den Film offenbar so sehr umzukrempeln (Nachdrehs im Sommer 2016). Es handelt sich hier um Informationen, die jeder Star Wars-FAN gerne haben möchte und hier prangern wir nicht einmal an, dass die alternativen Szenen aus den Trailern nicht mit dabei sind - einfache Erklärungen hätten schon gereicht. Mehr ist eben doch manchmal auch wirklich "Mehr". Alle "Bonus"-Clips ergeben zusammen etwa eine Abspielzeit von etwas über einer Stunde. Keine Konzeptzeichnungen, keine ausführlichen Interviews mit Crew und Cast. Wirklich schade! Wir können nur hoffen, dass wir in einer entfernten Zukunft vielleicht nochmal eine exklusive Sammlerbox mit allen Star Wars-Filmen bekommen und dort auch das gewünschte Material aus "Rogue One" vorhanden ist. Vielleicht ist es aber auch die Strategie von Lucasfilm, damit man eben in zehn bis zwanzig Jahren Gründe schafft, sich eine eventuelle Sammlerbox zu kaufen... Who knows!

 

Wer mehr über die Geschichte der Nachdrehs bzw. die altenativen Szenen erfahren will, dem legen wir unseren Artikel "Rogue One: Was waren die Alternativen?" ans Herz.

Weitersagen: