Tom Holland wird Nathan Drake - Was wir uns wünschen!

© Sony / Naughty Dog

Die Nachricht schlug ein wie eine Bombe: Der neue "Spiderman" ist gleichzeitig auch Nathan Drake im ersten geplanten Kinofilm der "Uncharted"-Reihe. Wir sagen euch, was wir uns von einem "Uncharted"-Film wünschen und welche Gefahren wir sehen...


Ob das gut geht?

Verfilmungen von Videospielen sind ein heißes Eisen... Es gibt wenige bis keine Beispiele von  Videospielen, die auch als Film funktionieren. Man denke nur an Genrevertreter, wie "Resident Evil" oder so ziemlich jedes Werk von Uwe Boll. Das meiste davon kann man durchaus als "Schrott" bezeichnen, ja manchmal sogar als Beleidigung für die großartigen Spielereihen.

 

Und so ist es nicht verwunderlich, dass uns auch bei den Wörtern "Uncharted" und "Film" ein eiskalter Schauer über den Rücken läuft. Schließlich handelt es sich bei Naughty Dogs Meisterwerken um eine der beliebtesten und vor allem besten Spielereihen aller Zeiten. Durch spannende Inszenierung der Spiele (und der Zwischensequenzen) bezeichnen viele Nathan Drake als den "Indiana Jones" der Videospiele. Dazu muss man sagen, dass alle "Indiana Jones"-Filme (den letzten Ausflug ins Spielbergliche Außerirdischen-Universum mal ausgenommen) ebenfalls Meisterwerke in ihrem Genre sind.

 

Aus diesen Gründen sind die Sorgen vielleicht nicht ganz unberechtigt: Was passiert, wenn bei einer "Uncharted"-Verflimung ein ähnlicher "Resident Evil" Schund heraus kommt? Was macht das mit dem großen Namen "Uncharted" und wie sollen wir einen Nathan Drake im Milia Jovovich Stil nur ertragen? Nun ist es zum Glück so, dass die Rolle des Nathan Drake an den neuen "Spiderman"-Darsteller Tom Holland ging... Eine gute Wahl?

© Sony / Naughty Dog

Deine Wahl war... schlecht?

Die Story des Films soll von den jungen Jahren des Nathan Drake erzählen und somit zeitlich vor der Spielereihe liegen. Ja, auch in den Spielen haben wir bereits einen jungen Nathan Drake kennengelernt, dennoch vermuten wir, dass wir durch die zeitliche Verlagerung durchaus eine interessante Story geboten kriegen. Mit diesem Schachzug könnte man sich nämlich weitere Fortsetzungen offen halten, sollte der geplante Film beim Publikum und bei Kritikern gut ankommen. Clever, Sony!

 

Dennoch sorgen wir uns, dass dadurch die actionlastige Ausrichtung des Spiels zu kurz kommen könnte, denn die ausgfeilten und spannenden Schusswechselsequenzen der Spiele sind ein essentieller und wichtiger Teil der Reihe. Nun ist Tom Holland ja immerhin schon 21 Jahre alt und sollte daher auch gut mit zahlreichen Waffen und Ausrüstungsgegenständen hantieren können. Actionerfahrung sammelt er bis dahin ja schon als Spiderman. Aber wie wäre es mit der anderen Seite? Wer "Uncharted 4: A Thiefs End" noch nicht durchgespielt hat, sollte JETZT aufhören zu lesen, denn es folgen SPOILER!

 

Noch da? Ok!

 

Der vierte Teil der Uncharted Reihe endete für viele Spieler sehr versöhnlich. Wir sehen einen gealterten Nathan Drake mit seiner Tochter und seiner Frau Elena am Strand. Bereits hier vermuten viele Spieler, dass es durchaus ein Wiedersehen mit Nathan (oder seiner Tochter, oder beiden) geben kann. Ja, auch dann wenn Naughty Dog und Sony gesagt haben, dass "A Thiefs End" definitv "A Thiefs End" ist. Somit wäre es für eine mögliche Verfilmung durchaus auch interessant, Nathans Leben nach den Spielen zu zeigen. Dass ein gealteter Schatzsucher immer noch ziemlich gut die bösen Jungs verkloppen kann, haben wir in (sorry, wir müssen es erwähnen, weil es stimmt) "Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels" gesehen. Ja, der Film ist nicht sehr gut. Ja, Kühlschrank und Atombombe... Ja, Ja, Ja... Trotzdem performte Harrison Ford im Jahre 2008 noch sehr gut und man nahm ihm seinen Charakter, der übrigens nach einem Hund benannt ist, immer noch ab.

via edition.cnn.com

© Sony / Naughty Dog


Aber was genau heißt das jetzt?

Zum Schluss muss man einfach wieder die gleiche Frage stellen: Ist es nötig Videospiele zu verfilmen? Unsere Antwort ist ein ganz klares: Nein! Dennoch haben wir die Hoffnung auf die perfekte Spieleverfilmung noch nicht aufgegeben und gerade mit "Uncharted" hat Sony eine gute Basis für tolle und spannende Abenteuerfilme.

 

Sollte dieser Versuch aber wieder in Hose gehen, wird damit einer großartigen Reihe ein Stück der Magie genommen, so wie es auch schon bei "Resident Evil" der Fall war. Dort waren sogar die Spiele zum Ende hin ("Resident Evil 7" ausgenommen) nur noch reines Actionfeuerwerk und hatten so gut wie alle Horrorelemente abgelegt. Ob das durch die Filme kam? Wer weiß das schon...

 

Deswegen unser Appell an Sony: Macht es richtig, macht es gut, sorgt dafür, dass die Magie erhalten bleibt und bitte verschandelt nicht unseren Lieblingsabenteurer (sorry Lara Croft, wir lieben dich auch!). Ansonsten: Lasst Film Film und Spiel Spiel sein.

Du kennst Uncharted nicht? Dann wird es aber Zeit!