Film Review: Fluch der Karibik 5 - Salazars Rache

© Walt Disney Studios Motion Pictures

Trinkt aus Piraten Yo-Ho! Seit Donnerstag streift der wohl bekannteste Pirat der Welt wieder durch die Ozeane. Erfahrt hier, ob der Trend von "Fluch der Karibik" positiv gealtert ist…


Altbekannte Gesichter lassen grüßen

Sechs Jahre nach dem letzten Teil der "Fluch der Karibik"-Reihe kehrt Jack Sparrow zurück und Disney versucht mit alt bekannten Gesichtern, wie Orlando Bloom und Geoffrey Rush, die Reihe wieder zum Glänzen zu bringen. Allen voraus dabei natürlich Disneys Zugpferd Johnny Depp, der sich bei einer solch hohen Gage nicht zweimal bitten lassen musste. In "Salazars Rache" befinden wir uns auf den Spuren des tollpatschigen Piraten Captain Jack Sparrow, den das Glück anscheinend verlassen hat. Während er beschäftigt ist mit der Suche nach der nächsten Flasche Rum, trifft er auf den Sohn von Will Turner, der im dritten Teil mit dem Fluch der Flying Dutchman belegt wurde und seitdem nur alle zehn Jahre ein Stück Land betreten darf. Dieser will versuchen, mit Jacks Hilfe den Fluch zu brechen - ungünstiger Weise wird dabei ein alter Piratenjäger aus dem Reich der Toten freigelassen, dessen einziges Ziel es ist, Rache an Jack Sparrow zu nehmen. Bei dem Piratenjäger handelt es sich um keinen geringeren als Javier Bardem und dieser versucht, der Piratentruppe, bestehend aus Jack, dem Sohn von Will Turner und einer Astrologin namens Carina Smith, das Leben zu nehmen.


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Aus Alt mach Neu!

Soweit so gut - die Geschichte beinhaltet jedoch keine bahnbrechenden Neuerungen. Wieder gibt es den blutrünstigen Kapitän, der Jack Sparrow jagt (Hector Barbossa, Davy Jones oder Blackbeard), die widerspenstige Protagonistin, die immer mit dem Kopf durch die Wand will (Elizabeth Swann, Angelica) und den mutigen Jungen, der mit Jack irgendein Ziel verfolgt (Will Turner). Man sieht gleich: Viele alte Elemente des Films wurden einfach nur recycelt. Auch wenn bei diversen Charakteren mittlerweile eine nostalgische Sympathienote klar durchklingt, so sind die Parallelen doch deutlich erkennbar. Zu eben diesen gehört leider auch der Humor von Captain Jack Sparrow, der mal wieder von einer Katastrophe in die nächste stolpert. Dieses Muster ist leider langsam aufgebraucht und mag für Kinder noch lustig sein, insgesamt wirkt es jedoch eher ausgelutscht.

Spannende Hintergrundgeschichte vertröstet etwas

Der Charme der vergangenen "Fluch der Karibik"-Teile lag jedoch nicht nur immer in der humoristischen Seite - und das scheint bei "Salazars Rache" ganz klar durch. Denn sämtliche Passagen, in denen ein etwas ernsterer Ton angeschlagen wird, sind sehr gelungen. Natürlich handelt es sich wieder um einen verbitterten Piratenkapitän, dem Jack in der Vergangenheit eindeutig etwas genommen hat, die gesamte Hintergrundgeschichte ist jedoch sehr spannend erzählt. Hierbei erkennt man klar die Stärke von Mythen rund um Piraten auf dem offenen Meer und dem generellen Szenario von "Fluch der Karibik", welches jedes mal so viele Zuschauer in die Kinos zieht.


So kann man insgesamt sagen, dass FANs der alten Teile sich auch wieder den neuen Film anschauen sollten, da alles weitestgehend beim alten geblieben ist. Zuschauer, die schon bei Teil zwei bis vier die Augen verdreht haben, sollten diesmal den Film meiden, denn deutlich anders ist "Salazars Rache" nicht.

+ Hintergrundgeschichte rund um Salazar spannend erzählt

+ Schauspielerisch durch Star-Besetzung auf hohem Disney-Standard

+ Die generelle Optik von Piraten und ihren Schiffen in der Karibik funktioniert auch noch im fünften Teil

- Humor wiederholt sich mal wieder ohne wirklich neue Ideen

- Teilweise zieht sich die Handlung etwas

- Sehr vorhersehbare Geschichte


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