Film Review: Baywatch

© Paramount Pictures

16 Jahre nach dem Ende der legendären Rettungsschwimmer-Serie versucht sich Paramount Pictures an einer Neuauflage in Form eines Films. Erfahrt hier, ob sich die Sommer-Komödie lohnt oder ob ihr doch lieber die Sonne im Freibad solltet…


Sommer, Sonne, Sonnenschein!

Baywatch ist zurück und will den Sommer wieder in die deutschen Kinos einziehen lassen. Diesmal allerdings mit neuen Gesichtern und frischem Wind, der an die damalige Erfolgsgeschichte der Serie anknüpfen soll. Mit dabei ist ein starbesetzter Cast rund um Dwayne "The Rock" Johnson, Zac Efron und Alexandra Daddario, die sich diesmal in die hautenge, rote Rettungsschwimmer-Kluft zwängen. Die Story ist dabei relativ schnell umrissen: Während das Baywatch-Team neue Anwärter sucht, tauchen auf einmal kleine Päckchen voll mit Drogen auf. Eine Sache, der das Team natürlich nachgehen will - vorerst steht aber die Suche nach neuen Mitgliedern an. Dabei treten drei massive Stereotype in den Vordergrund: Während der Computer-Nerd Ronnie mit den sportlichen Aktivitäten zu kämpfen hat, stellt sich der Olympia-Sportler Matt Brody (Zac Efron) als ein arroganter Egozentriker heraus, der das Wort "Team" möglichst aus seinem Wortschatz streichen will. Um das Trio zu komplettieren, stößt die perfekt scheinende Summer (Alexandra Daddario) als Musterschülerin noch dazu. Unter der Leitung von Mitch Buchannon, dieses mal gespielt von "The Rock" und nicht wie in der früheren Serie von  David Hasselhoff, durchlebt das Trio die Höhen und Tiefen einer solchen Ausbildung.


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Trash, trashiger, Baywatch

Sobald der Film beginnt, bleibt einem schon fast das Popcorn im Halse stecken, da man die wohl schlechteste Intro-Animation aller Zeiten zu Gesicht bekommt. Wenn man zu Beginn noch hohe Erwartungen an den Film hatte, so lässt sich sagen, dass es noch um einiges trashiger wird. Man muss wirklich sagen: Selbst mit einem niedrigen Anspruch an Humor und Dialoge werden die eigenen Vorstellungen noch um Meilen unterboten. Sämtliche Klischees an Slapstick-Einlagen werden dabei systematisch par exellence abgearbeitet, ob es dabei um diverse sekundäre Geschlechtsmerkmale geht oder Ekelhumor. Die Geschichte könnte dabei nicht vorhersehbarer geschrieben sein und man könnte jeden beliebigen 08/15-Ausbildungsfilm aus dem Regal nehmen und würde die Geschichte 1:1 wiedererkennen. Auch die Antagonistin Victoria Leeds, gespielt von Priyanka Chopra, spielt die übliche Femme Fatal, die ihre Gegner einen nach dem anderen aus dem Weg räumen lässt.

Über Humor lässt sich bekanntlich streiten...

Aber dass das gesamte Arrangement sehr übertrieben und klischeebehaftet aufgearbeitet wurde, entgeht auch nicht den Regisseuren. Diese bauen an der einen oder anderen Stelle natürlich Gags ein, die genau darauf anspielen. Wenn man sich entsprechend auf das Niveau des Films einstellt, dazu noch die subtilen Gags addiert und erkennt, dass sich der Film selbst nicht komplett ernst nimmt, gibt es doch auch etwas zu lachen. Generell ist auch die ganze Szenerie von Baywatch sehr stimmig und fügt sich natürlich perfekt in das Summer-Feeling ein. Damit meinen wir nicht nur die wirklich prägnant in Szene gesetzten Körper der Hauptdarsteller, sondern auch mal zur Abwechslung die schönen Strände der Ostküste. 


Wenn man seinen Kopf wirklich für zwei Stunden mal komplett zu Hause lassen kann, dann findet man in Baywatch passable Unterhaltung. Für alte FANs der Serie gibt es leider nur punktuell ein kleines Aufflammen der Nostalgie, für den allein sich aber der Gang ins Kino nicht wirklich lohnt.

+ Gerenelles Konzept des Films gut abgestimmt auf Setting und Hauptdarsteller

+ Nimmt sich teilweise selbst etwas auf die Schippe

- Story schon tausende Male erzählt

- Charaktere könnten nicht klischeehafter sein

- Es handelt sich um halb Trash / halb ernstgemeinte Komödie – Nichts halbes nichts Ganzes

- Schriftzug zu Beginn 


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