Film Review: Overdrive

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Der letzte "Fast & Furious" Teil läuft gerade erst raus aus den Kinos und schon setzt der Entzug nach Motorengeräuschen ein? Dann verraten wir euch hier, ob ihr mit dem neuen Film „Overdrive“ dem kalten Zittern entgehen könnt…


Es liegt auf der Zunge!

Zugegeben: Wenn man den Trailer zu „Overdrive“ gesehen hat, dürfte wirklich jedem ein Hauch aus „Fast & Furious“ und „Nur noch 60 Sekunden“ förmlich ins Gesicht springen. Natürlich fällt dabei direkt auf, dass nicht das gleiche Budget, wie bei Vin Diesel und The Rock zur Verfügung stand. Deren Plätze nehmen stattdessen Scott Eastwood und Freddie Thorp ein. Dazu noch eine aufstrebende Ana de Armas, die nach „Knock Knock“ vielen ein Begriff sein sollte und eine junge Dame namens Gaia Weiss, die anscheinend nicht mal eine namentliche Erwähnung auf dem Plakat wert ist. Schon ist unser Autodiebequartett komplett! Die Geschichte ist dabei relativ schnell angerissen: Die beiden Brüder Andrew und Garrett sind leidenschaftliche Autodiebe / -liebhaber und stehlen einen teuren Bugatti von dem falschen dubiosen Mafia-Boss. Um diesen wieder positiv zu stimmen, versprechen sie ihm den Diebstahl eines legendären Ferrari seines Konkurrenten, einen nicht weniger zwielichtigen Schurken. So beginnt ein Katz-und-Maus-Spiel mit einer Menge quietschenden Reifen.


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Solides Mittelmaß

Generell steht in Sachen Dialogen „Overdrive“ der Fast-Reihe in nichts nach, denn diese sind natürlich genauso oberflächlich, wie beim offensichtlichen Vergleich. Selbst wenn die Geschichte natürlich auch in diesem Sinne nicht das Rad komplett neu erfindet ist die gesamte Konstellation der beiden Brüder zwischen den Fronten spannend anzusehen und hält zum Ende hin auch ein paar Überraschungen parat. Die Brüder sind dabei ein gutes Beispiel, denn die Dialoge der beiden haben doch diverse humoristische Einlagen und funktionieren ganz gut in einem Buddy-Cop-Komödien-Stil. Das Hauptaugenmerk des Films liegt aber eindeutig auf den Wagen. In jeder Szene taucht wirklich der nächste unfassbare Schlitten auf, von dem die meisten wahrscheinlich in ihrem Leben nur träumen können.

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Natürlich ist bei „Overdrive“ nicht alles Gold was glänzt. An vielen Stellen wirkt die Story wirklich sehr konstruiert und einige Zufälle und Klischees werden natürlich auch aus der Schublade geholt. Doch vor allem Autofreunde können sich wirklich an den tollen Bildern der verschiedenen Klassiker erfreuen. Unterm Strich bleib „Overdrive“ allerdings ein durchschnittlicher Actionfilm ohne besondere Momente oder Neuerungen und man bekommt genau das was man erwartet.

 

 


+ Scott Eastwood und Freddie Throp harmonieren ganz gut zusammen

 

+ Die Auswahl an Autos macht selbst F&F große Konkurrenz

- 0815-Actionfilm

 

- Schauspielerisch definitiv kein AAA-Titel


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