Film Review: Spider-Man - Homecoming

© Sony Pictures Releasing

Die freundliche Spinne von nebenan macht wieder einmal die Kinoleinwände unsicher und während sich die ganze Welt streitet, bei wem es sich um den besten Spider-Man-Darsteller handelt, könnt ihr bei uns lesen, ob sich das ganze Action-Spektakel lohnt…


Neuer Cast - Neuer Schwung!

Drei Jahre mussten wir uns gedulden bis der beliebteste Netzschwinger der Welt wieder auf der Leinwand zu sehen ist. Diesmal bewegt er sich allerdings im Gegensatz zu der "Amazing Spider-Man"-Reihe im Marvel Universum und wurde bereits eindrucksvoll in "Captain America: Civil War" eingeführt. Generell hat Spider-Man eine Verjüngungskur bekommen und geht nun im Alter von 15 Jahren auf die High School. Dementsprechend ist natürlich auch Tante May, wie man schon in "Civil War" gesehen hat, ganz zur Freude von Tony Stark auch mit Marisa Tomei um einiges jünger besetzt worden. Die freundliche Spinne von nebenan bekommt es mit einem seiner ältesten Gegner zu tun - Vulture. Es handelt sich bei "Homecoming"  um eine Art Origin-Story, die den Fokus allerdings wesentlich anders setzt als die beiden bisherigen Spider-Man-Filme. Diesmal wirkt Spider-Man durch die Besetzung von Tom Holland in seiner gewohnt frechen verspielten Art mit einem immerwährenden lockeren Spruch auf der Zunge wesentlich näher an den Comics. Die Geschichte dreht sich dabei darum, dass Spider-Man sehnsüchtig auf einen Anruf der Avengers wartet, um bei den Großen mitspielen zu dürfen. Um diese Entwicklung etwas voranzutreiben, möchte er sich natürlich beweisen und versucht dabei das Möglichste, um seine Stadt sicherer zu machen. Dabei trifft er auf den Antagonisten des Films: Michael Keaton.


© Sony Pictures Releasing

Einer toppt den anderen...

Wie mittlerweile bei Marvel-Filmen gewohnt, ist die Besetzung in allen Maßen preisgekrönt und FANs können beruhigt sein, denn Tom Holland funktioniert nach "Civil War" auch weiterhin als Spider-Man. Es gibt im gesamten Film unzählige witzige Szenen, die jedem Zuschauer die Lachfalten ins Gesicht zaubern und so fühlt sich das gesamte Konzept des Films sehr gut an. Mit kräftigen, farbvollen Bildern und einem lockeren Pop-Soundtrack wird man durch die 134 Minuten des Films geführt und es ist wirklich sehr unterhaltsam zu sehen, wie Spider-Man nach und nach sein Leben als Superheld kennenlernt. Michael Keaton übernimmt dabei sehr eindrucksvoll die Rolle des Vulture und liefert möglicherweise, natürlich "Birdman" exklusive, eine seiner besten schauspielerischen Darbietungen. Verglichen mit den vorherigen Spider-Mans können sich FANs auch darüber hinaus auf eine wirklich ausgefallene Auswahl an Fähigkeiten von Spider-Mans Anzug freuen.

© Sony Pictures Releasing

Summa summarum alles perfekt?!

Selbst wenn mit "Spider-Man: Homecoming" eindeutig ein guter Reboot für das MCU durchgeführt wurde, muss doch gesagt werden, dass im Vergleich zu den alten Spider-Man-Filmen nicht alles besser gelaufen ist. Gerade in dramatischen Szenen bekommt Tom Holland noch nicht so ganz die Kurve. Auch wenn in Dialogen mit Michael Keaton dieser seine ambivalente Motivation nahezu perfekt einfließen lässt, fühlt sich der Umschwung bei Spider-Man noch ein wenig wie ein Fremdkörper an. Gerade wenn man an Szenen aus "Amazing Spider-Man 2" denkt, wie beispielsweise die End-Szene mit Gwen Stacy, wurde in diesem Fall gezeigt, dass Andrew Garfield die Zuschauer auch emotional abholen kann. Dies bleibt in weiten Teilen des Films aus und wurde dementsprechend auch eher kurzgehalten.

 

Insgesamt kann man allerdings eine klare Empfehlung für jede Altersklasse aussprechen. Der neue Spider-Man kommt bildgewaltig mit sehr witzigen Sprüchen daher und was zurzeit noch an dramatischen Szenen fehlt kann in Zukunft folgen... der Plan von Disney, hält ja noch den ein oder anderen Film bereit!


+ Tom Holland inszeniert einen frechen Spider-Man vor allem für Comic-FANs

+ Michael Keaton als Vulture fast schon zu gut

+ Spannende gut durchdachte Geschichte

+ Spider-Mans neuer Anzug

+ Robert Downey junior gewohnt cool als Iron Man 

- Dramatik kommt nicht wirklich rüber 


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