Review: Superhelden-Sammlung - Power Man & Die Fackel

Luke Cage aka Power Man macht derweilen auf Netflix die Serien-FANs glücklich und ist seinerseits Teil des Ensembles "The Defenders", die ihr Serien-Debüt im August feiern. Mit dem Comic-Band "Die Fackel" rückt Jim Hammond in den Fokus, der bereits vor Johnny Storm existierte. Jetzt im Review: Band 14 & 15 der Superhelden-Sammlung!


Der Held seines Viertels

Ein weiteres Mitglied der "Defenders" bekommt seinen Auftritt in der Superhelden-Sammlung. Nachdem Daredevil bereits erschienen ist, ist nun Luke Cage an der Reihe: Der Power Man. Seinen Ursprung feiert Luke Cage in dem Comic-Band "Hero for Hire" aus den 1970er Jahren. Dabei fällt besonders auf, dass er sich von anderen Helden dadurch abhebt, dass seine Dienste käuflich sind. Allerdings ist er bei der ärmeren Bevölkerungsgruppe durchaus kulant bezüglich des Preises. Bei dem ersten Comicausschnitt in diesem Band wird gleich deutlich, dass Power Man durchaus klischeebehaftet ausgearbeitet wurde. Nicht nur der Look der Figur, sondern auch seine Herkunftsgeschichte sind durchaus fragwürdig und wären in der heutigen Zeit so sicherlich nicht mehr ohne Protest umsetzbar. Die Ausschnitte aus "Power Man und Iron Fist" sind durchaus unterhaltsam, haben einen wunderbar nostalgischen Touch und zeigen gleichermaßen die damaligen gesellschaftlichen Probleme auf. Dabei werden uns natürlich all die Dinge präsentiert, die wir in den 1970er Jahren erwarten: Drogen, Korruption, Zuhälter... Jetzt noch einen "Funk and Soul"-Soundtrack dazu und der Lesespaß erreicht neue Sphären ;-) Im weiteren Verlauf des Bandes werden die Zeichnungen deutlich moderner und zeigen, was aus Luke Cage geworden ist. Ein gestandener Held als Teil der "Avengers". Die erwachsene und nicht mehr so klischeemäßige Handlung zeigt den modernen Power Man, der so einigen Wortwitz mit Spider-Man austauscht. Abschließend wird der Werdegang und sein Verhältnis zu anderen Helden detailliert dargestellt. Eine absolute Empfehlung für alle, die sich vor "The Defenders" über die Helden des Ensembles informieren möchten. Übrigens: Mehr über die Netflix-Serie "Luke Cage" gibt es in unserem gleichnamigen Serien-Check.


Ein altes Feuer

Einer der ersten und erfolgreichsten Helden seiner Zeit ist die Fackel aka Jim Hammond. Auch als erste Fackel bekannt, feierte er bereits 1939 sein Debüt und begeisterte FANs zehn Jahre lang mit seinen Abenteuern. Der erste Ausschnitt in diesem Band bringt uns die Welt des Helden etwas näher und befasst sich gleichermaßen mit emotionalen Unsicherheiten, dem Sinn des Lebens und Freundschaften. Der Clou ist, dass die Fackel hier scheinbar tot ist und dementsprechend eine Leere im Leben seines Partners Toro hinterlässt. Auch wenn die Story und die Gegner durchaus interessant sind, hätten wir uns hier lieber einen Auszug seiner ersten Abenteuer gewünscht, um einen Eindruck der Comicgeschichte der 1930/40er Jahre zu erhalten. Die Fackel kennen viele FANs als Johnny Storm und als Mitglied der "Fantastic Four". Seine Verbindung dorthin bleibt natürlich nicht unbehandelt und schnell wird klar, dass Storm lediglich den Namen des Helden übernommen hat. Die Welt des Jim Hammonds und die Kontakte zu anderen bekannten Figuren aus dem Marvel-FANiversum werden in diesem Band klar und machen die Werte des Superhelden deutlich. Dieser Band empfiehlt sich all denjenigen, die einen totgeglaubten Held ins Marvel-FANiversum zurückkehren sehen wollen. Wer auf der Suche nach nostalgischen Zeichnungen und Geschichten ist, kommt hier allerdings nicht so sehr auf seine Kosten. 

 

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