Film Review: Planet der Affen - Survival

© 20th Century Fox

Die ganze Affenbande brüllt - oder schießt. Erfahrt hier, ob sich der dritte Teil der neuaufgelegten Reihe als ein Spektakel erweist…


Caeser is back!

Die neuaufgelegte Reihe rund um den Affen Caeser, verkörpert von Andy Serkis, geht nun in die dritte Runde und nach "Prevolution" und "Revolution" steht nun "Survival" auf dem Plan. Dabei ist zu bemerken, dass es im englischen "War for the Planet of the Apes" heißt, was im späteren Verlauf des Reviews noch einen zentralen Punkt andeutet. Zusammengefasst ging es in den ersten beiden Teilen darum, dass die Menschheit einen Virus entwickelt hat, um diverse Krankheiten zu heilen, dies aber mal wieder schief ging, wie es schon so oft der Fall war in der Filmgeschichte. So mutierte das Virus zu einer Krankheit und verbreitete sich über die gesamt Welt, was zur Folge hatte, dass ein großer Teil der Menschheit ausstarb. Im ersten Teil wurde das Virus allerdings an Affen getestet und dies hatte zur Folge, dass diese wesentlich höhere Lernfähigkeiten hatten als normale Affen, was ihnen besondere Fähigkeiten verleiht, wie beispielsweise das Kommunizieren. So zogen sich diese in die Wälder zurück, allerdings begann ein Menschen-hassender Affe namens Koba zum Ende des zweiten Teils einen Krieg mit eben diesen. So sind wir bei "Survival" angekommen und viele werden sich im Vorfeld denken, dass der englische Titel mit "War" doch wesentlich besser getroffen wäre, dies ist aber nicht der Fall. Es geht in dem Film um einen Konflikt mit dem Colonel, der gespielt wird von Woody Harrelson. Dies soll an dieser Stelle den Inhalt des Films auf den Punkt bringen, denn ansonsten müsste man mit massiven Spoilern arbeiten, was wir natürlich vermeiden wollen.


© 20th Century Fox

Affen auf höchstem Niveau

Natürlich herausstechend bei "Planet der Affen" sind, wie auch schon bei den beiden Vorgängern, die überragenden Motion-Capturing-Aufnahmen rund um Andy Serkis und seine Crew. Was in den letzten beiden Teilen schon hervorragend funktioniert hat, lässt in diesem Teil die Affen fast gänzlich mit der Realität verschmelzen und man muss sich teilweise wirklich fragen, ob es sich noch um Animationen, Affen-Masken oder teilweise echte Affen handelt. Das gesamte Kunstwerk um die Ausdrucksweise und Animation der Affen setzt somit in dem Bereich "Verschmelzung von CGI und Realität" wirklich neue Maßstäbe. So macht es einfach Spaß, den Affen beim Kommunizieren zuzusehen. Ein Punkt der bei "Survival" wirklich sehr gut gelungen ist, ist die Emotionalität des Films. Durch die menschlichen Züge der Affen und der emotionalen Ausdrucksweise, hofft man in jeder Szene, dass doch irgendwie keinem etwas passiert. Da ist natürlich nicht mit dem Antagonisten Woody Harrelson gerechnet worden. Der spielt zwar eine harte Rolle ohne Erbarmen, bleibt aber doch ein wenig hinter seinen Möglichkeiten. Es ist eine grundsolide Leistung und es gibt nicht viel daran auszusetzen, aber es fehlt ein wenig der Wahnsinn und die Unberechenbarkeit, die wir bei ihm schon in anderen seiner Werke bewundern durften.

© 20th Century Fox

Krieg oder Überleben?!

Der Film steigt mit Actionszenen sehr stark ein und man ist in vollem Maße gespannt, ob diese Action aufrechtgehalten wird. Beim englischen Titel "War for the Planet of the Apes" keine falsche Erwartungshaltung, doch man bemerkt schnell, dass dieser Titel nicht den gesamten Film widerspiegelt. "Survival" trifft es da schon wesentlich besser, denn mit dem dritten Teil der Reihe wurde der Fokus auf den inneren Konflikt der Führung von Caesar gelegt, was an verschiedenen Stellen thematisiert und aufgearbeitet wird. Dabei entsteht ein sehr langsames Handlungstempo und innere Konflikte werden diverse Male verdeutlicht. Dies ist an sich sehr interessant, zieht den Film an verschiedenen Stellen allerdings in die Länge und die verschiedenen Positionen werden zu häufig aufbereitet. Generell ist dann das Finale etwas fragwürdig und lässt Besucher teilweise unbefriedigt zurück. 

So lässt sich letzten Endes feststellen, dass "Planet der Affen: Survival" ein solider Film ist, der vor allem durch seine technischen Aspekte wirklich beeindruckt. FANs der Reihe sollten ihn somit auf keinen Fall verpassen! Auf der anderen Seite zieht sich die Geschichte für neutrale Zuschauer teilweise sehr in die Länge, sodass man dementsprechend keine uneingeschränkte Empfehlung aussprechen kann.


 + Animationen nach heutigem Stand nahezu perfekt

 + Teilweise sehr starke emotionale Szenen

- Zieht sich stellenweise in die Länge

- Finale bleibt hinter den Erwartungen zurück


Weitersagen: