Film Review: Der dunkle Turm

© Columbia Pictures

Ein Film basierend auf dem erfolgreichen Bücherzyklus des Meister-Autors Stephen King - was könnte eine bessere Grundlage für eine Buchverfilmung sein? Erfahrt hier, ob der Film den Büchern gerecht wird…


Fantasy an allen Ecken...

Mit Matthew McConaughey und Idris Elba befinden sich in der Besetzung von der neuen Buchverfilmung von Stephen King zwei imposante Namen mit einer Menge Erfahrung. Beim eigentlichen Hauptcharakter handelt es sich allerdings um den jungen Tom Taylor. Dieser spielt Jake Chambers, einen Jungen, der unter chronischen Alpträumen leidet, die sich rund um einen Turm, einen Revolverhelden und einen dunklen Zauberer drehen. Bei letzterem Antagonisten, verkörpert durch Matthew McConaughey, wird schnell klar, dass dieser alles daran setzt, um den mysteriösen dunklen Turm zu zerstören. Dabei setzt der Revolverheld alles daran, um dies zu verhindern. 


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Grundsolide Leistung...

Bei dem Bücherzyklus handelt es sich generell um eine sehr detaillierte Welt mit mittlerweile acht Werken, bei denen das erste Buch bereits 1982 erschienen ist. So bemerkt man auch schnell im Film, dass man sich in einem riesigen FANiversum befindet. Dies macht eindeutig Lust auf mehr und man wünscht sich weitreichende Einblicke in sämtliche Welten. Die drei Hauptdarsteller machen einen sehr guten Job. Der junge Tom Taylor braucht sich dabei in keinem Maße hinter den beiden erfahrenen Darstellern zu verstecken. Gerade Idris Elba weiß den innerlich zerrissenen Revolvermann sehr glaubhaft darzustellen. Hinzu kommen noch einige nette Kampfszenen, vor allem mit den spektakulären Schüssen. Insgesamt alles sehr solide.

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Das Valerian-Problem: Die vergebenen Möglichkeiten...

Die angesprochene Gier, mehr in die Welt des dunklen Turms hineinzublicken, flammt direkt zu Beginn des Films auf, wird allerdings in sämtlichen Belangen enttäuscht. Es werden einige Sachen kurz angerissen, aber die wirkliche Detailverliebtheit, wie man sie in den "Herr der Ringe"-Verfilmungen bewundern durfte, fehlt einfach. So plätschert der Film vor sich hin und man kann nicht wirklich eintauchen. Die Actionszenen sind zwar durch die Schüsse des Revolvermanns nett anzusehen, aber auch nichts weltbewegend Neues. Generell hätten die Kämpfe etwas epischer vorbereitet werden müssen, sodass ein eigentlicher Angriff mitreißender wirkt. 

0815-Actionfilm - mehr nicht...

Insgesamt bleibt "Der dunkle Turm" in vollem Maße hinter den Erwartungen zurück, bei den literarischen Vorlagen entsteht nur ein solider Actionfilm ohne Liebe zum Detail. Lediglich die schauspielerische Leistung weiß über den mangelnden Tiefgang und fehlende Emotionalität des Films hinwegzutrösten. Es bleibt zu hoffen, dass eventuelle Fortsetzungen bzw. die Serie das ganze Konzept wesentlich epischer aufsetzt und sich vor allem mehr Zeit nimmt, um das FANiversum in seinem ganzen Ausmaß darzustellen.


+ Schauspielerische Leistung insgesamt gut

+ Schussszenen mit Idris Elba stark!

- Mangelnder Tiefgang

- Zu wenige Details aus den Büchern übernommen

- Zu kurz für die Ansprüche der literarischen Vorlage


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