Manga Review: Death Note

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Ein Live-Action Film, der auf einem Manga basiert - gibt's nicht? Gibt's doch! Worum es in "Death Note" geht und welche Besonderheiten diese Serie hat, erfahrt ihr im folgenden Artikel.


Die Feder ist mächtiger als das Schwert

Diese Redensart hat wohl jeder schon einmal gehört. Im Bezug auf die Serie "Death Note" trifft diese Weisheit allerdings ziemlich stark zu: 

Täglich berichten die Nachrichten von Gewaltdelikten, Diebstählen, Mordfällen und anderen Straftaten. In dieser dystopischen Welt lebt der 17-Jährige Light Yagami, ein überdurchschnittlich begabter Schüler, der gelangweilt durch sein Leben streift. Die Schule unterfordert den Teenager maßlos, Klausuren und landesweite Wettbewerbe gewinnt das junge Genie stets mit Abstand und alles gelingt ihm reibungslos. So hat er beispielsweise der Polizei bereits einige Male geholfen, komplexe Fälle zu lösen. Von dieser gottlosen Welt angewidert, denkt Light während der Schule oftmals daran, wie man sie wieder zu einem friedvollen Ort machen kann. 

 

Als er eines Tages zufällig ein Notizbuch findet, auf dessen Einband "Death Note" steht, erkennt Light nach anfänglichem Unglauben eine Chance, die Welt von allem Bösen zu säubern, denn jede Person, dessen Name in dieses Notizbuch geschrieben wird, stirbt. Nachdem Light das Death Note für einige Zeit benutzt hat, taucht ein Shinigami (Todesgott) namens Ryuk auf und berichtet ihm über die Herkunft des Death Note und dessen Funktionen. Begeistert von der Vorstellung ein Werkzeug eines Gottes in Händen zu halten, beginnt er damit sich selbst als eine Art Gottheit zu sehen. Natürlich dauert es nicht lange bis die Polizei und andere Behörden bemerken, dass immer mehr Straftäter sowohl im Gefängnis als auch auf der Flucht sterben. Um die Ursache der Todesfälle herauszufinden, engagiert die Polizei einen Privatdetektiv, der unter dem Pseudonym "L" bekannt ist. Dieser steht Light in Sachen Intellekt, Auffassungsgabe und Kombinationsvermögen in nichts nach. Zuversichtlich schwört L, die Identität des Mörders aufzudecken und ihn ans Schafott zu führen. Gleichzeitig versucht Light die Identität von L herauszufinden, um ihn in das Death Note einzutragen und ihn seinerseits aus dem Weg zu räumen. Ein spannender Wettkampf entsteht, bei dem die Person gewinnt, die die Identität des anderen schneller herausfindet. 

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Eine Gebrauchsanweisung des Todes

Allein hierdurch entsteht ein Aspekt, der diese Serie unglaublich komplex macht, denn Light kann nicht einfach einen Namen in das Death Note schreiben, um eine Person sterben zu lassen. Es gibt knapp 45 Regeln, die Light beachten muss bevor er einen Namen eintragen kann. Die erste und wohl wichtigste Regel lautet, dass sich der Anwender des Death Note das Gesicht der entsprechenden Person vorstellen muss während er einen Namen einträgt. Damit ist gewährleistet, dass nicht aus Versehen eine falsche Person getötet werden kann oder mehrere Personen von einem Namen betroffen werden. Auch können beispielsweise der Todeszeitpunkt und die Todesursache sowie die näheren Umstände bestimmt werden. Diese und andere genauestens definierte Regeln und Restriktionen führen dazu, dass jeder Mord von Light eine neue und spannende Erfahrung für den Zuschauer und ein neues Rätsel für L ist. 

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Gott oder Teufel !?

Die Serie schafft es extrem gut, den Zuschauer in den Plot einzubeziehen. Ständig fragt man sich, ob es moralisch gesehen richtig ist Menschen zu töten, selbst wenn diese ein Verbrechen begangen haben. Zwar wird Light klar als Hauptfigur etabliert, jedoch wird es aufgrund seiner Taten im Laufe der Geschichte immer schwerer zu sagen, ob er nun der Protagonist oder Antagonist ist. Da der Zuschauer nicht nur Light, sondern auch L durch die Geschichte begleitet und ihm bei seinen Handlungen und Gedankengängen beobachtet, wird es immer schwerer zu entscheiden, auf wessen Seite man sich stellen soll. Ob man nun mit dem selbsternannten Gott Light Yagami mitfiebert, der L töten möchte, um weiterhin Verbrecher zu ermorden, oder mit dem Privatdetektiv L, der Light auffliegen lassen will, um diese übernatürliche Mordserie zu beenden, bleibt dem Serien-FAN selbst überlassen.

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Anime oder Life-Action Film?

Zum Schluss bleibt noch zu erwähnen, dass sich das Review lediglich auf den Manga bezieht und nicht auf die Netflix-Version. Wir wollen euch damit allerdings schon einmal die Möglichkeit geben, euch mit dem Inhalt der Serie zu befassen und auch etwas über die Herkunft der Geschichte zu erfahren. Außerdem wollen wir auch Serien-FANs, die bis dato nichts mit Animes zu tun hatten, ermuntern, sich diese Serie vielleicht doch einmal anzuschauen.