Film Review: Barry Seal: Only in America

© Universal Pictures

Ihr habt Tom Cruise eindeutig zu oft rennen gesehen? Dann kommt mit "Barry Seal" eine Möglichkeit, ihn mal hauptsächlich in der Luft zu sehen! Erfahrt in unserem Review, ob es sich beim Film um einen Höhenflug handelt…


Altbekannte...

Der Regisseur Doug Liman hat sich für die Verfilmung der Geschichte des Drogenschmugglers ein bekanntes Gesicht an die Seite geholt, denn mit Tom Cruise durfte er bereits in "Edge of Tomorrow" zusammenarbeiten. Somit findet sich ein eingespieltes Team wieder und der Dreh von "Barry Seal" stand unter einem guten Stern. Es handelt sich dabei um die Geschichte des Piloten Barry Seal, dem das typische Linienfliegen für jemanden mit seinen Fähigkeiten einfach nicht genug bietet. So kommt er in die Obhut des CIA-Agents Monty Schafer, dessen Part von Domhnall Gleeson übernommen wird, den wir bereits aus erfolgreichen Projekten wie der "Harry Potter"-Reihe, "Star Wars Episode VII" oder "Alles eine Frage der Zeit" kennen. Dabei fliegt er gewisse Ware, die in den 1980er Jahren in Zentralamerika wichtig war, in geheimer Mission über die Grenze. Hier trifft er auf die Anfänge des berühmten Medellín-Kartells und schnell riecht Barry das dicke Geld und geht dabei einige Risiken ein.


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Keeping it real

Bei dem Film handelt es sich um eine Realverfilmung, deren Geschichte nur schwer zu glauben und dabei gleichermaßen beeindruckend ist. Allerdings haben diese Geschichten häufig auch das Problem sehr langsam anzulaufen und sich dementsprechend in die Länge zu ziehen. Dies umgeht "Barry Seal" jedoch sehr geschickt durch eine Mischung aus Humor und einem nostalgischen Filmstil, der gut in den Zeitabschnitt passt, in dem die Geschichte spielt. Außerdem nimmt die Story relativ schnell Fahrt auf und wird mit spannenden Flugszenen untermalt. Die Komik des Films wird dabei sehr hochgehalten und man hat Spaß, Barry Seal bei seinem Aufstieg zuzusehen. Der Soundtrack ist dabei auch gut gewählt und man merkt, dass Profis am Werk waren.

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Nichts wirklich falsch gemacht, aber...

Man muss jedoch sagen, dass sich "Barry Seal" im Vergleich zu anderen Real-Thrillern nicht merklich abheben kann. Die schauspielerische Leistung ist von allen grundsolide, allerdings spielt sich keiner wirklich ins Gedächtnis und Tom Cruise bringt auch nicht seine typischen Charakterzüge mit ein, was vielleicht auch in diesem Film ganz gut ist. Gerade das Ende wirkt etwas abrupt und wirkt auch nicht sonderlich emotional.

Insgesamt ist "Barry Seal" eine gute Verfilmung einer unglaublichen Geschichte und glänzt mit einem sehr stimmigen Gesamtkonzept. Allerdings weiß sich der Film nicht wirklich von anderen Verfilmungen abzuheben, sodass man bspw. bei "Lord of War" mit Nicholas Cage vielleicht noch ein bisschen besser aufgehoben ist. FANs, die von solchen Geschichten allerdings nicht genug bekommen können, sind hier eindeutig gut aufgehoben!


+ Unglaubliche Geschichte nach wahren Begebenheiten

+ Soundtrack

+ Generelle Stil des Films sehr passend

+ Absurde Komik vor allem in Bezug auf finanzielle Mittel

- Nichts wirklich Besonderes im Vergleich zu anderen Genre-Filmen

- Schauspieler können den Charakteren nicht wirklich ihren Stempel aufdrücken


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