Game Review: Star Wars Battlefront 2 Beta

© Electronic Arts

Seit dem 04. Oktober dürfen Vorbesteller von "Star Wars Battlefront 2" endlich auf die virtuellen Schlachtfelder in der Beta zu EAs Shooter ziehen.  Wir haben uns natürlich sofort ran gemacht und bereits mehrere Stunden in der weit, weit entfernten Galaxis verbracht. Von unseren Eindrücken berichten wir euch in diesem Review!


Bekanntes Szenario

Wir hatten bereits auf der Gamescom 2017 die Möglichkeit, den Nachfolger zum "Star Wars" Spiel aus dem Jahre 2015 zu testen. Hier schlüpften wir wahlweise in die Rolle der Droidenarmee oder der Klonkrieger auf der Seite der galaktischen Republik. Auf dem Schlachtfeld von Theed auf dem Planeten Naboo konnten wir so bereits den Spielmodus "Galactic Conquest" anspielen, in dem wir auf der Seite der Droiden einen Transporter eskortieren müssen, um dann am Ende den Thronsaal von Königin Amidala einzunehmen. Die Klonsoldaten müssen dies natürlich verhindern und auf der Karte verteilt verschiedene Punkte einnehmen, wo dann ein Distruptor-Blaster auftaucht, mit dem die Schilde des Transporters deaktiviert werden können. Sind die Schilde deaktiviert, ist es an allen Teammitgliedern den Transporter so gut es geht zu beschädigen. Schaffen die Klonsoldaten es, diesen zu zerstören bevor er den Palasteingang erreicht, ist Runde bereits entschieden. Wenn nicht, geht der Kampf im Inneren des Palastes weiter. Ähnlichkeiten zum Modus "Kampfläufer-Angriff" sind hier unverkennbar, werden aber am Schluss noch mit eine Prise "Eroberung" erweitert. 

 

So weit, so gut... Dieser Spielmodus ist nun auch in der öffentlichen Beta mit dabei und somit für uns kein Neuland. Dennoch macht der Modus extrem viel Spaß und gerade im Thronsaal kann es zu spannenden Gefechten kommen, vor allem dann, wenn Helden wie Rey, Han Solo, Boba Fett oder Darth Maul mitmischen. Diese werden nun übrigens nicht mehr durch das Einsammlen von Power-Ups ins Spiel gebracht, sondern durch das Einlösen von verdienten Spielpunkten auf dem Schlachtfeld freigeschaltet. Dies ist eine grundlegende Änderung an der Spielmechanik, führt aber dazu, dass jeder Mitspieler die gleichen Chancen bekommt, mal mit einem Helden zu spielen - sofern dieser nicht gerade schon im Einsatz ist. Eine willkommene Neuerung, die wir an dieser Stelle sehr begrüßen. Zusätzlich ist es aber auch noch möglich, die Punkte für Sternenjäger, kleine Kampfläufer, Super-Droiden oder Panzer einzusetzen. 

Die neuen Waffen im Spiel sind zusätzlich eine gute Erweiterung und es ist einfach ein schönes Gefühl, nun auch mit den Blastern aus der Prequel-Trilogie in die Schlacht zu ziehen. Die Auswahl ist hier natürlich noch begrenzt, dennoch ist es möglich, die Blaster anzupassen und sie mit verschiedenen Feuermodi auszustatten. Im fertigen Hauptspiel dürfte dies für eine ordentliche Langzeitmotivation sorgen, die der Vorgänger ja so schmerzlich vermissen lies.


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Die Klassen

"Star Wars Battlefront 2" führt zudem ein Klassensystem sein. Die Klassen sind unterteilt in Assault, Heavy, Officer und Specialist, welche im Hauptspiel dann in jeder der sechs unterschiedlichen Armeen spielbar sein werden. Jede Klasse hat ihre speziellen Fähigkeiten, wie zum Beispiel einen extrem schweren Blaster in der Heavy-Klasse oder ein Fernglas zum markieren von Gegnern in der Specialist-Klasse. Hier ist Ausprobieren angesagt, um herauszufinden, welche Klasse einem am besten liegt. Wir können jedenfalls schon jetzt sagen, dass sich jede Klasse extrem von der anderen unterscheidet und der Einheitsbrei aus dem Vorgänger in Sachen Gameplay der Vergangenheit angehört! Echt super!

Weitere Spielmodi

Neben "Galactic Conquest" haben es auch noch "Starfighter Assault" und ein "Strike"-Modus in die Beta geschafft. Zusätzlich dürfen wir noch einen "Arcade"-Modus testen, in dem wir zu zweit im Coop oder alleine verschiedene Gegnerwellen innerhalb von vordefinierten Zeiten erledigen müssen. Dadurch wird das Spiel mit Fokus auf den Multiplayer sinnvoll ergänzt, jedoch war uns dieser Modus ja auch schon aus dem Vorgänger bekannt. 

 

Der neue "Strike"-Modus ist ein 8 gegen 8-Modus auf der Karte Takodana. Diesen Planeten kennen wir bereits aus "Episode VII", jener Ort an dem Rey auf Maz Kanata trifft und das erste Mal mit Lukes Lichtschwert in Kontakt kommt. Hier geht es darum, dass die Erste Ordnung in eine Festung eindringen muss, um ein Paket zu stehlen, welches sie dann anschließend zu einem Abholpunkt außerhalb der Festung bringen muss. Der Widerstand muss dies mit allen Mitteln verhindern. Der Spielmodus zeigt Ähnlichkeit zu den bekannten "Capture the Flag"-Modi aus anderen Multiplayer-Shootern, auch wenn er hier quasi nur einseitig ausgeübt wird. Auf die Dauer, wird der Modus etwas langweilig, da es wirklich immer wieder die gleiche Spielmechanik ist, dennoch ist es auch hier toll, endlich mal in die Haut der "First Order"-Stormtrooper zu schlüpfen und mit neuen Blastern die Gegend unsicher zu machen. Man darf aber auch nicht vergessen, dass wir hier immer noch von einer Beta sprechen und somit kein Rundum-sorglos-Paket erwarten dürfen. 

 

Der Modus "Starfighter Assault" ist den Meisten wahrscheinlich auch bereits ein Begriff aus der Testversion auf der Gamescom oder aus diversen Gameplay-Videos. Hier geht es darum, dass die Rebellen einen imperialen Raumhafen im Orbit des Planeten Fondor angreifen und dort einen Sternenzerstörer vernichten müssen. Das Imperium versucht dies natürlich zu verhindern. Mit dabei sind diesmal auch neue Schiffe, wie der Y-Wing oder der TIE-Bomber, die wir nun auch endlich selbst steuern dürfen. Als Heldenfahrzeuge bekommen wir wahlweise den Millenium Falken oder Poe Damerons X-Wing auf der Seite der Rebellen oder Darth Maul Interceptor bzw. Boba Fetts Slave One. Auch diese werden über das neue Punktesystem freigespielt.  

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Starcards

Die Starcards werden diesmal über Loot-Kisten freigeschaltet, die man nach einer erfolgreichen Runde bekommt. Dort sind viele kleine Upgrades enthalten, die wir unseren Soldaten oder unseren Fahrzeugen verpassen können. Mit dabei sind z.B. Selbstheilungs- oder Reparatur-Fähigkeiten für unsere Raumschiffe. Wie sich diese Spielmechanik ins Gesamtspiel einfügt bleibt abzuwarten, macht aber in der Beta schon mal einen guten Eindruck. Ähnlichkeiten zu den Battlepacks aus "Battlefield 1" sind hier klar erkennbar.

Grafik und Fazit

In Sachen Grafik erlauben wir uns mal kein allzu großes Urteil, es handelt sich schließlich um eine Beta. Hier und da erscheinen natürlich noch Grafikfehler und Bugs. Bis zum Release des Spiels werden diese aber behoben sein und wir gehen stark davon aus, dass auch der zweite Teil von "Star Wars Battlefront" eine ordentliche Grafikbombe platzen lässt. Schließlich sieht auch der erste Teil in Sachen Grafik einfach nur fantastisch aus. 

 

Im Großen und Ganzen haben wir hier eine ordentliche Beta spendiert bekommen, die uns auch noch bis zu ihrem Ende am 9. Oktober ordentlich beschäftigen wird. Für Nicht-Vorbesteller ist die Open-Beta dann ab dem 6. Oktober spielbar, alle Vorbesteller können bereits seit dem 4. Oktober um die Herrschaft in der Galaxis kämpfen. Wir sprechen hier jedenfalls eine klare Empfehlung aus und können mit Sicherheit sagen, dass DICE und EA aus ihren Fehlern beim ersten Teil der Reihe gelernt haben, auch wenn sie sich in manchen Gameplay-Mechaniken immer mehr dem Urvater "Battlefied" nähern. Aber vielleicht ist das ja auch gar nicht so schlimm...

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