Film Review: What Happened to Monday?

© SND Films

Seit dem 12. Oktober läuft ein neuer Film mit der Hauptdarstellerin Noomi Rapace in keiner Doppelrolle, sondern in direkt sieben verschiedene Rollen. Inwieweit das gut gehen kann, erfahrt ihr hier…


Die Lösung?!

Mit "What Happened to Monday" kommt eine Dystopie in die ansässigen Lichtspielhäuser, die sich rund um das Thema der Überbevölkerung kümmert. Da Ressourcen in einer nahen Zukunft wesentlich beschränkter sind, setzt die Regierung eine strikte Ein-Kind-Politik durch, bei der jedes weitere geborene Kind in einen Cryoschlaf versetzt wird bis zu dem Zeitpunkt, bis wieder genug Ressourcen vorhanden sind. Geburten mehrerer Kinder sind dabei generell gestiegen und so kann sich auch Terrence Settman (Willem Dafoe) glücklich schätzen Siebenlinge zu bekommen. Da er nicht will, dass ihm sechs seiner Kinder abgenommen werden, beschließt er die Geburten geheim zu halten und fortan darf jedes seiner Kinder nur jeden Tag einzeln nach draußen, sodass die Sieben eine gemeinsame Identität annehmen. Er nennt sie nach den sieben Wochentagen und die Frauen entwickeln sich charakterlich zu verschiedenen Individuen - natürlich mit Einflüssen des zugewiesenen Wochentags. Dies ist sehr gefährlich, da die Regierung unter der Führung von Nicolette Cayman, die von Glenn Close gespielt wird, natürlich alles daran setzt, um illegale Kinder zu finden. 


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Ein Film, der zum Nachdenken anregt!

Wie man bei der Beschreibung der Geschichte bereits bemerkt, handelt es sich um eine sehr gut durchdachte Gesellschaftskritik, die auf der einen Seite nicht nur das wachsende Problem der Überbevölkerung thematisiert, sondern auch den skrupellosen politischen Umgang aufgrund der steigenden Ressourcenknappheit. Aber auch darüber hinaus ist eine sehr spannende Story entstanden mit einer sehr soliden Leistung von Noomi Rapace, die die sieben Charakter wirklich gut und individuell darstellt. Dabei hält die Geschichte noch einige überraschende Wendungen bereit und das gewählte Setting ist in sich sehr stimmig.

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Starke Konkurrenz!

Leider reicht die schauspielerische Leistung nicht an bekannte Beispiele heran, bei denen schon andere mehrfache Rollen übernommen haben. Eventuell wurde mit "Split" von James McAvoy die Benchmark in dieser Hinsicht gesetzt, aber auch bezüglich der Serienlandschaft dürfte direkt jedem "Orphan Black" ins Gedächtnis springen. Somit profitiert "What Happened to Monday?" hauptsächlich von der gut durchdachten Dystopie, wobei die Actionszenen nicht auf dem höchsten Hollywoodniveau sind. Insgesamt ist allerdings ein sehr spannender Film entstanden, den man sich nicht entgehen lassen sollte. 


+ Überragendes Szenario

+ Dystopische Gesellschaftskritik

+ Spannende Geschichte, die Überraschungen bereithält

- Actionszenen leider nur mittelmäßig


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