Film Review: Geostorm

© Warner Bros. Pictures

Ihr habt die Welt lange genug nicht mehr untergehen sehen? Dann kommt mit "Geostorm" das altbekannte Weltuntergangsszenario - ob sich das Actionspektakel lohnt, erfahrt ihr in unserem Review…


Wiedergutmachung?!

Nachdem die letzten beiden Filme von Gerard Butler "Gods of Egypt" und "London Has Fallen" um es nett zu sagen eher mäßig bei den Kritikern ankamen, versucht dieser mit "Geostorm" die Wogen wieder zu glätten. Hier machen im Jahr 2019 Naturkatastrophen der Welt so zu schaffen, dass ein internationales Team aus Wissenschaftlern ein Satellitennetzwerk erfindet, um das Wetter zu beeinflussen. Dies schaut dabei vorerst wirklich vielversprechend aus, bis nach einiger Zeit die ersten mysteriösen Wetterausfälle auftreten. Die ganze Geschichte muss natürlich geklärt werden und der ehemalige Leiter des Entwicklerteams Jake Lawson (Gerard Butler) wird prompt ins Weltall geschossen, um dem auf den Grund zu gehen. Die Zeit wird dabei immer knapper und auf der Welt entstehen immer schlimmere Katastrophen und die Angst vor einem schrecklichen Geostorm ist immanent. 


© Warner Bros. Pictures

Hoffentlich geht das nicht schief...

Schaut man sich den Trailer an, so dürfte viele das Gefühl beschleichen, dass es sich doch wieder um einen richtigen Trash-Film handeln könnte. Doch insgesamt ist gerade der Beginn des Films  rund um den Wissenschaftler Jake Lawson und die Suche gut gelungen und auch der Weg, der zu diesen Unwetterkatastrophen geführt hat, ist spannend erzählt. Auch die Szenen sehen allesamt sehr schick aus und die Umweltkatastrophen sind insofern spannend anzuschauen, da hier intelligent mit Gegensätzen gearbeitet wird. So kann in der Wüste mal ein ordentlicher Schneesturm toben oder in Brasilien die Küstenregion einfrieren. 


© Warner Bros. Pictures

Zum Sterben zu viel zum Leben zu wenig

Dabei war es das auch schon fast mit den positiven Punkten. Die Actionszenen in einem Katastrophenfilm sollten eigentlich im Vordergrund stehen, leider sind diese generell etwas knapp geworden und lange nicht so episch inszeniert, wie "The Day After Tomorrow" oder "2012", die zwar bei weitem nicht in allen Punkten perfekt waren, aber wenigstens die Katastrophen bedrohlich wirken ließen. Die Charaktere sind durchweg überzeichnet und es wurde mal wieder nicht geschafft, die richtige Balance aus witzigen und ernsten Rollen zu schaffen.

 Insgesamt ist mit "Geostorm" zwar kein kompletter Trashfilm entstanden, allerdings hat sich Gerard Butler auch hier eindeutig nicht mit Ruhm bekleckert. Typischer Sonntagabend-Film, falls man wirklich nichts anderes zu tun hat.


+ Such nach der Ursache für die Stürme und generell die Geschichte dahinter spannend gemacht

+ Unwettereffekte durch antithetischen Ansatz gut anzusehen

- …diese sind allerdings nicht wirklich episch inszeniert

- Schauspielerisch begrenzt

- Charaktere wirken teilweise lächerlich


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