Film Review: Jigsaw

© Lionsgate Films

Sieben Jahre mussten alle Splatter-FANs auf den neuen "Saw"-Teil warten und endlich ist mit "Jigsaw" soweit. Ob es sich dabei um eine unnötige Wiederaufnahme handelt oder eine Anknüpfung an den einzigartigen Stil der alten Filme, erfahrt ihr in unserem Review…


Wieder da?!

Ring frei für Runde 8, bei der unser allseits beliebter Jigsaw-Killer seinen Opfern wieder zeigen will, wie wichtig das Leben an sich ist und an was man sich ethisch gesehen halten sollte. Dieser ist allerdings in einem der vorherigen Teile verstorben, doch nun tauchen vergleichbare Mordopfer auf - ganz nach dem Schema des damaligen Serienmörders und die Öffentlichkeit fragt sich, ob der berüchtigte Jigsaw-Killer wieder auferstanden sei. So starten wir fröhlich in eine Geschichte, wo wie bei den vorherigen Teilen eindeutig an Produktionskosten gespart wurde, was sich allerdings in keinem Fall bei dem Kunstblut bemerkbar macht. Dementsprechend sind fünf Personen an Ketten gebunden, die langsam auf eine Wand bestückt mit rotierenden Kreissägen gezogen werden. Um weiterzukommen, will die Jigsaw-Stimme lediglich ein kleines Blutopfer - das ist der Beginn der Todesfallen, die der mutmaßliche Jigsaw-Killer für die fünf Opfer bereithält. Beim anderen Handlungsstrang finden zwei Detektive nach und nach Leichen und versuchen mit Hilfe von zwei Pathologen die Geschehnisse aufzuklären.


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Die Fallen - meh...

Bedenkt man, was den vorherigen "Saw"-Teilen eine FANbase aufgebaut hat, so stehen natürlich die bestialischen Fallen im Vordergrund, für die stets etwas geopfert werden muss, um zu überleben. Allerdings war das Gesamtkonzept auch sehr stimmig. Vor allem die musikalische Untermalung und der kleine Clown auf dem Dreirad gruselten Kinobesucher seit Jahren an Halloween. Die Fallen haben beim neuen "Jigsaw" leider massiv gelitten und wirken fast schon etwas ideenlos. Natürlich, das Blut fließt immer noch in Strömen, aber im Vergleich zu den alten Filmen, lässt sich vermuten, dass aus diesem Film keine Requisite einen ikonischen Status erhalten wird. Schauspielerisch ist der gesamte Film auch wieder durchwachsen, aber das ist keine Neuheit im Franchise und stört nicht maßgeblich.

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Überraschend gute Geschichte!

Selbst wenn "Jigsaw" in dieser Hinsicht den Zuschauer teilweise enttäuscht, werden dafür einige andere Punkte wirklich sehr gut gemacht, was den Film massiv aufwertet. Vor allem die Geschichte rund um den Mythos des auferstandenen Jigsaw-Killers hält den Zuschauer fest und nach einer kurzen Anlaufzeit der Geschichte nimmt diese wirklich Fahrt auf. Die musikalische Untermalung mit dem bekannten "Saw"-Theme "Hello Zepp" wird dabei an bestimmten Stellen geschickt eingesetzt und der Film wird von Minute zu Minute besser bis zum fulminanten Finale. Eine Sache, die auch hervorragend funktioniert, ist dabei die Brücke, die zu den alten "Saw"-Teilen geschlagen wird. Diese fließen intelligent ein und lassen Neueinsteigern auch noch gute Chancen, in den Film einzutauchen. 

Insgesamt ist mit dem neuen "Saw"-Teil ein sehr guter Neuanfang begonnen worden. Selbst wenn es noch etwas an den Todesfallen mangelt, der Rest des Films macht dies allemal wett. Somit kann man nicht nur für FANs der Reihe eine Empfehlung aussprechen, sondern auch für andere, die sich an Halloween etwas mit Splatter begnügen wollen. Es hilft allerdings ungemein, wenn man sich mit den vorherigen Teilen zumindest in Ansätzen auskennt. 


+ Geniale Geschichte mit spannenden Hintergründen der Charaktere

+ Soundtrack sehr stark

+ Gute Verknüpfung mit den alten Filmen

- Fallen enttäuschen etwas


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