Buch Review: "X-Wing" Band 1-4

© Lucasfilm Ltd.

Im Erweiterten Universum von "Star Wars" gibt es zahlreiche Geschichten und Abenteuer, die die Sternen-Saga um viele Aspekte erweitert. Auch wenn diese nicht mehr zum Kanon gehören, machen sie unglaublich viel Spaß beim Lesen. In den Bänden 1 bis 4 der "X-Wing"-Reihe wird die Geschichte der Rebellenalianz aus verschiedenen Perspektiven erzählt.


Auf nach Coruscant

Wir schreiben das Jahr Sechs nach der Schlacht von Yavin. Die Rebellenallianz macht sich auf den Weg, zur bestimmenden politischen und militärischen Kraft in der Galaxis zu werden und dazu ist es unabdingbar, den Planeten Coruscant zu erobern. Dort soll eine legitime Regierung gebildet werden. Mittendrin statt nur dabei: Die Sonderstaffel unter ihrem Anführer Commander Wedge Antilles. Nachdem ich bereits um das Jahr 2000 Teile der Buchreihe gelesen hatte, hab ich mich vor einiger Zeit entschlossen, die Reihe noch einmal zur Hand zu nehmen. Hier also nun folgerichtig meine Leseeindrücke zu den ersten vier Bänden, bzw. genau genommen bis zum Autorenwechsel von Michael A. Stackpole hin zu Aaron Allston.


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Detailierte Hintergründe und spektakuläre Schlachten

Damals wie heute empfand ich die "X- Wing"-Reihe neben der "Thrawn"-Trilogie von Timothy Zahn als das eigentliche Kernstück des post Endor EU. Das liegt weniger daran, dass die beiden Autoren der Buchreihe massiv mit Informationen zur politischen Lage und Lichtschwertkämpfen um sich geworfen hätten, vielmehr ist es die perfekte Entwicklung der Haupt- aber auch der Nebenfiguren, die mich damals wie heute fasziniert. Bei allen vier Bänden fällt auf, dass die Jungs und Mädels der Sonderstaffel jeweils um die 100 Seiten brauchen, um so richtig in die Gänge zu kommen. Aber statt Langeweile bekommen wir schöne Beschreibungen über das Verhältnis der Piloten untereinander, über technische Details der Raumjäger, über die Strukturen des Jägerkorps der Allianz und über die Befindlichkeiten bzw. den biographischen Hintergründen der einzelnen Mitglieder der Staffel. Im Mittelpunkt stehen dabei zumeist Corran Horn und Tycho Celchu. Der jeweilig zweite Teil der ersten vier Bände ist dann reserviert für gut und glaubwürdig beschriebene Geheimdienstarbeit sowie spektakuläre Raum- und Bodenschlachten, bei deren Darstellung Stackpole seinen Status als erstklassiger Autor wiederholt unter Beweis stellt.

 


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Wechsel der Perspektive

Auch nicht zu kurz kommt der Blick auf "die andere Seite" - also auf die Frage, was eigentlich die imperialen Gegenspieler der Sonderstaffel bewegt, um die Verschiebung des Gleichgewichts der Kräfte zugunsten der Allianz doch noch zu verhindern. Weiterhin und abschließend zu erwähnen ist die geniale Gestaltung der Cover der vier Bände, für die sich Paul Youll verantwortlich zeichnet.

 

Band 1 bis 4 der Reihe lohnen nicht nur für EU Traditionalisten wie mich, sondern sind aufgrund ihres flüssigen Schreibstils und der großartigen Figurenentwicklung für alle lesenden "Star Wars"-FANs empfehlenswert.

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In unserer FANcorner erfährst du mehr über das Expanded Universe, seine Charaktere und verschiedene Bücher aus dem Star Wars Universum (Hier klicken). In Zusammenarbeit mit Christian und der Gruppe "Star Wars - Das Erweiterte Universum" versorgen wir euch weiter mit vielen spannenden Geschichten aus einer weit, weit entfernten Galaxie. In der Gruppe kann dann über die Werke und Geschichten diskutiert und nach Lust und Laune philosophiert werden.