Film Review: Justice League

© Warner Bros. Pictures

Das DC-Pendant zu Marvels "Avengers" steht in den Startlöchern und nachdem viele noch die gemischten Kritiken von "Batman v Superman" im Hinterkopf haben, hoffen FANs, dass an die exzellente Verfilmung von "Wonder Woman" angeknüpft werden kann. Erfahrt hier was aus dem Superheldenspektakel geworden ist…


Ein großer Rucksack...

Nicht viele Filme hatten mit einer höheren Last zu kämpfen, nachdem es vielen eine Freude war, "Batman v Superman" mit Kritiken zu zerreißen. Dementsprechend wollte Regisseur Zack Snyder mit der Justice League einiges wieder gut machen. Dabei konnte er zwar aus persönlichen Gründen die Regiearbeiten nicht gänzlich vollenden, weswegen für einen bestimmten Rest des Films Joss Whedon einsprang, letzterer soll aber nicht maßgeblich die Handschrift des "300"-Regisseur verändert haben. Von der Story her befinden wir nach den Ereignissen von "Batman v Superman", bei denen Bruce Wayne beschlossen hat, mächtige Verbündete zu suchen, um sich für bevorstehende Angriffe zu wappnen, denen er eventuell nicht alleine gewachsen ist. Dabei trifft er nicht nur auf bereits bekannte Gesichter, wie Wonder Woman, wir lernen auch mehr über die bereits angeteaserten Flash (Ezra Miller), Cyborg (Ray Fisher) und Aquaman (Jason Momoa). Dabei bekommt es die Gerechtigkeitsliga mit dem Antagonisten Steppenwolf zu tun, der das Ende der Menschheit hervorrufen will, indem er drei Würfel sucht, von denen wir einen bereits in "Batman v Superman" betrachten konnten. 


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Neu an Board!

"Justice League" hat nicht nur die Aufgabe, die Vielzahl der Superhelden zusammen funktionieren zu lassen, sondern muss dazu auch noch mit Flash, Cyborg und Aquaman praktisch drei komplett neue Charaktere einführen. Dies ist insgesamt sehr gut gelungen. Die Vorgeschichten wurden nicht lang und breit getreten, sodass der Film keine Längen aufweist. Trotzdem erfahren wir über jeden Charakter so viel, dass genug über die Art und Handlungsweise bekannt ist. Generell ist die Interaktion der Charaktere auch sehr stimmig und sowohl Flash als auch Aquaman können nicht nur für einige epische Momente sorgen, sondern bringen auch sehr viel Humor mit in den Film ein. Insgesamt ist die Geschichte wie so häufig nichts grundlegend Neues , allerdings wird diese gut erzählt. Glanzstück ist mal wieder Wonder Woman, die nach ihrem Einzelfilm sowohl mit Action auch mit ihrer schauspielerischen Leistung überzeugen kann. Ben Affleck bietet abrundend dabei einen guten Anführer, der mit seiner kühlen und zynischen Aura insgesamt eine gute Verknüpfung der Helden bietet.

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Ein ebenbürtiger Gegner?

Leider haben wir mal wieder einen Heldenfilm, in dem der Antagonist vor die Hunde gegangen ist. Anscheinend hat DC trotz der großen FANiversumsvorlage immer noch das Problem, gute Gegenspieler zu finden für die scheinbar unbesiegbaren Helden. Somit verläuft der Showdown auch wieder relativ undramatisch. Zwar sehen wir eindrucksvoll den Einsatz der Kräfte unserer Justice League, allerdings plätschert dies ein wenig vor sich hin. Dabei hätte in alter Zack Snyder-Manier die ein oder andere epische Zeitlupe eventuell noch gut getan.

Insgesamt lässt sich sagen, dass mit "Justice League" ein gelungener Film entstanden ist, der ein weiterer Baustein im DC-Universum für kommende Filme ist, sowohl hinsichtlich der Solo-DC-Filme, als auch in Bezug auf "Justice League"-Fortsetzungen. FilmFANs, die allerdings gar nichts mit "Batman v Superman" anfangen konnten, sollten eventuell auch wieder das Kino meiden und sich eher an dem "Wonder Woman"-Einzelfilm erfreuen.


+ Gelungene Charaktereinführung

+ Team-Konstellation und Dialoge sehr stimmig

+ Gal Gadot als Wonder Woman bewährt sich

- Steppenwolf 100%ig austauschbar

- Teile des Films hätten epischer sein können


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