Film Review: Flatliners

© Sony Pictures Releasing

"Flatliners" brachte 1990 die Thematik rund um das Leben nach dem Tod auf die Leinwand. Nun versucht die Neuaflage, die Zuschauer wieder ins Grübeln zu bringen. Ob der Film auch euer Herz höher schlagen lässt, erfahrt ihr hier…


Die nächste Neuauflage kommt ins Kino...

Ellen Page, Nina Dobrev und Diego Luna haben sich zusammengeschlossen und wollen in die Fußstapfen von Kiefer Sutherland, Julia Roberts und Kevin Bacon treten. Auch dieses Mal wollen sie ihr Herz anhalten und somit in die Rollen der erfolgreichen Schauspieler schlüpfen. "Flatliners" hat es 1990 geschafft, dass sich die Zuschauer in einer sehr spannenden Atmosphäre mit dem Leben nach dem Tod auseinandersetzten. Diese Idee hat nun auch Courtney (Ellen Page) und will sich von ihren Kommilitonen in einem abgelegenen Teil des Krankenhauses, in dem sie arbeiten, umbringen lassen. Dass davon nicht alle begeistert sind, überrascht wenig - aber sie können überzeugt werden und Courtney erfährt etwas über das Leben nach dem Tod. Mit Neugierde angesteckt folgen weitere Reanimationen in der Gruppe, allerdings haben die Teilnehmer nach und nach mit schrecklichen Visionen zu kämpfen.


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Stark angefangen...

Die Grundidee des Films hat sich seit 1990 nicht geändert und ist wie gewohnt ein sehr spannendes Thema, welches dementsprechend auch sehr dramatisch dargestellt wird. Dabei werden einige stereotype Charakterarten verwendet, was dem Zuschauer eindeutig hilft, schon zu Beginn des Filmes mitzufiebern und gespannt ist, wie "Flatliners" weiter mit dem Leben nach dem Tod umgeht. Auch die wissenschaftliche Komponente rund um die Linie ohne Pulsausschlag wird zu Beginn interessant dargestellt. Somit ist die Ausgangslage geglückt und die erste Hälfte des Films vergeht wie im Flug - auch nicht zuletzt durch den dargestellten Leistungsdruck der Medizinstudenten.

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...sehr stark nachgelassen!

Dann entwickelt sich die Geschichte weiter und man hat das Gefühl, dass sich Regisseur Niels Arden Oplev nicht wirklich Gedanken um die Interpretation des Themas gemacht hat - unabhängig davon, um welche wissenschaftliche Ansicht oder Glaubensrichtung sich mit dem Leben nach dem Tod beschäftigt. Nach der ersten wirklich spannenden Flatline werden die anderen einigermaßen hinterhergeschoben und die schrecklichen Visionen beginnen. Dabei handelt es sich leider allerdings um wirklich 08/15-Horrorfilmelemente, die weder eine wirklich bedrohliche Atmosphäre erzeugen, noch durch extreme Jump-Scare-Momente den Zuschauern Freude bereiten. Die wissenschaftliche Thematik wird vollkommen vergessen und der Rest des Films plätschert so vor sich hin und plötzlich ist ein Ende da, dass generell nicht nur einige Punkte des Films offen lässt, sondern diese wesentlich unverständlicher und emotionslos macht. Dabei können die Schauspieler auch nicht mehr viel rausholen.

Somit kommt die Neuauflage von "Flatliners" in die Schublade "Alte Idee, neu verfilmt und gescheitert" - leider ist es ein Beispiel dafür, dass es manche Remakes nicht braucht. Guten Gewissens kann man allen FANs nur den alten Film ans Herz legen. Da hilft auch nicht die nebensächliche Rolle von Kiefer Sutherland weiter.


+ Beginn des Films wirklich sehr spannend

+ Die Darstellung des Stresses im Medizinstudium

- Film nimmt sehr schnell an Qualität ab

- Viele interessante Themen verlaufen einfach im Sande

- Die generelle spannende Atmosphäre der Vorlage konnte nicht im Ansatz erreicht werden


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