Film Review: Jumanji - Willkommen im Dschungel

© Sony Pictures Entertainment

Nach "Flatliners" wird der nächste Klassiker aufgewärmt und bekommt eine Fortsetzung. Diesmal heißt die Zuschauer allerdings "The Rock" willkommen im Dschungel. Ob es nicht schon genug solcher Filme mit Dwayne Johnson gibt, erfahrt ihr hier im Review…


Zwei wieder vereint...

Das Duo Dwayne Johnson und Kevin Hart dürfte seit "Central Intelligence" den meisten ein Begriff sein und nun stoßen für die Wiedererweckung von "Jumanji" auch noch Jack Black und Karen Gillan hinzu. So haben wir das Quartett zusammen, das zu Beginn des Films in das mysteriöse Spiel gezogen wird. Die "Normalos" Spencer, Fridge, Bethany und Martha finden sich plötzlich im Dschungel wieder, allerdings nicht mehr in ihren eigenen Körpern, sondern in den zuvor gewählten Avataren. Diese unterscheiden sich dabei gelinde gesagt ein wenig von ihren normalen Körpern, sodass sich der eher schmächtige Nerd plötzlich in The Rocks muskelbepackten Körper wiederfindet oder sogar Bethany erschreckt ins Spiegelbild auf dem Wasser schaut. Gemeinsam müssen die vier nun das Spiel erfolgreich beenden, um in die Realität zurückzukehren und so beginnt die Abenteuerkomödie mit gewohnten Einlagen.


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Unterhaltsame Momente...

Wirklich gut gelungen beim aktuellen "Jumaji"-Teil sind generell die Elemente, die von herkömmlichen Videospielen auf den Dschungel übertragen werden. Beispielsweise, dass die Mitglieder der Gruppe eine gewisse Anzahl an Leben haben oder dass NPC nur auf vorprogrammierte Sätze zu antworten wissen bzw. immer die gleichen Antworten geben. Darüber hinaus sorgen die Konflikte der realen Charaktere mit ihren Avataren für gute Unterhaltung. Allen vorweg Jack Black, der als Bethany wirklich in vielen Szenen für Lacher sorgt. Die Effekte des Dschungels und die generelle Szenerie sind dem eine Blockbusters angemessen.

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...rar gesät.

Leider gibt es über diese Elemente hinaus nicht viel Komik am Film. Die meisten Gags sind sonst 08/15-Comedyeinlagen mit einer sehr niedrigen Messlatte. Kinogänger, die das Ausrutschen auf einer Bananenschale lustig finden, werden ihre Freude haben - für eine wirklich gute Komödie reicht es aber bei weitem nicht. So plätschert der Film mit Gags à la "Haha, die sind ins Wasser gefallen" oder "Haha, der eine fällt auf den anderen" vor sich hin. An vielen Stellen fehlt dabei leider generell nicht nur der Witz, es wird außerdem ein komplett stereotyper Bösewicht präsentiert, der selten so gefährlich in einem anderen Film schien als in "Jumanji" und eine komplett vorhersehbare Geschichte mit sich bringt.

Insgesamt kann man "Jumanji" somit mal wieder leider in die Schublade "Reaktivierung von Klassikern, die niemand braucht" stecken. Zugegebenermaßen unterscheidet sich der Film in vielen Facetten vom damaligen mit Robin Wiliams aus dem Jahr 1995, kann aber in keinster Weise an diesen Klassiker anknüpfen. Somit kann man sich bei diesem Film den Kinogang sparen und lieber warten bis er im Abendprogramm im Free-TV läuft, denn etwas wirklich Großartiges verpasst man nicht.


+ Inszenierung der Videospielelemente

+ Konflikte der Teenager projiziert auf ihre Avatare

- Sehr viele flache Gags

- Vorhersehbare Geschichte

- Antagonist nebensächlich und austauschbar


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