Game Review: Assassin's Creed Origins

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Zehn Jahre nach dem ersten Auftritt von Altair auf der Videospielbühne erscheint nun der zehnte Teil der "Assassin's Creed"-Reihe. Diesmal geht die Reise in die Zeit von Kleopatra und unser Hauptcharakter versucht die Seele Ägyptens zu retten. Erfahrt in unserem Review, ob sich das Abenteuer lohnt…


Zwei Jahre später...

Nach der heftigen Kritik und sinkenden Verkaufszahlen von "Assassin’s Creed Syndicate" ließ sich Ubisoft Montreal ein Jahr mehr als sonst Zeit, um einen neuen Titel zu veröffentlichen - und es hat sich gelohnt! Wir befinden uns im antiken Ägypten und synchronisieren uns mit dem Ägypter Bayek. Dieser hat als Medjai die Aufgabe, den Bewohnern Ägyptens zu helfen, weshalb dieser von diversen NPCs Quests aufgedrückt bekommt. Die Hauptgeschichte dreht sich darüber hinaus um die persönliche Tragödie Bayeks, welche ihn dazu veranlasst, eine geheime Organisation Mann um Mann auszuschalten. Dabei trifft man in gewohnter "Assassin’s Creed"-Montur auf diverse historische Charaktere wie beispielsweise Caesar oder Kleopatra.


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Die neuen Elemente

Die hauptsächliche Kritik an "Syndicate" entstand dadurch, dass die Reihe keine großartigen Neuerungen aufweisen konnte und nur noch das gleiche Spiel in einem neuen Setting veröffentlichte. Das hat sich mit "Origins" jedoch verändert und einige grundlegende Neuerungen wurden unternommen, ohne dabei die alten Wurzeln vollkommen zu vernachlässigen. Eine Neuerung, die wirklich jedem ins Auge springt, ist dabei das Kampfsystem. Nachdem die letzten Teile relativ problemlos absolviert werden konnten, ohne dass man einen Treffer einsteckt, wird es dieses Mal wesentlich dynamischer und man muss mit geschickten Kombinationen aus Ausweichen, Blocken und Angreifen seine Gegner bezwingen. Dies macht die Kämpfe dabei deutlich interessanter. Eine weitere Neuerung offenbart sich, wenn man das Inventar Bayeks betrachtet, denn die Ausstattung an Waffen wurde dem Schema bekannter Rollenspiele angepasst, sodass diese dem Charakter bestimmte Werte oder Fähigkeiten verleihen. Außerdem hat man nun einen Adler an seiner Seite, mit dem man sich einen guten Überblick über Gebiete verschaffen kann. 

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Traumhafte Spielwelt

Ein weiterer starker Pluspunkt offenbart sich im Umfang des Spiels. Zahlreiche Missionen und vor allem eine riesige Karte warten auf Spieler. Diese ist dabei zwar etwas kleiner als die Welt von Black Flag, allerdings wesentlich dichter besiedelt und generell mit mehr Leben gefüllt, da natürlich die weiten Seewege nicht bestehen. Des Weiteren gibt es noch epische Bosskämpfe, die durch die Mystik Ägyptens möglich sind. Allerdings muss man sagen, dass man an der ein oder anderen Stelle die Intensität der Story etwas vermisst bzw. man auch ab und an den Fokus verliert durch die verschiedenen Nebenquests und Ausrüstungs-Möglichkeiten.

Insgesamt ist "Assassin’s Creed Origins" ein sehr gelungener Teil der Reihe geworden. Nicht nur grafisch befindet sich das Spiel auf höchstem Niveau, es glänzt auch in vielen anderen Facetten in Bezug auf das neue Level-, Kampf- und Ausrüstungssystem. Somit handelt es sich beim neuen Teil mit dem einzigartigen Stil der Reihe um eine uneingeschränkte Empfehlung für jeden Zocker. 


+ Riesige Spielwelt mit vielen Details

+ Neues Kampfsystem

+ Epische Bosskämpfe

+ Grafisch ein Augenschmaus

- Intensität der Geschichte wird manchmal vermisst


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