Film Review: Bright

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"Herr der Ringe" in L.A.? Nach der umfangreichen Werbekampagne für Netflix neuen Film "Bright", stecken die Hoffnungen der FANs in dem neuen Projekt von David Ayer. Erfahrt in unserem Review, ob sich der Fantasy-Cop-Film lohnt...


Die großen Geschütze...

Nachdem Netflix in den letzten Jahren eine Vielzahl an hervorragenden Filmen und Serien produziert hat, ist nun die neue Filmproduktion "Bright" erschienen. Als "Flaggschiff" wurde Will Smith unter Vertrag genommen - darum verwundert es auch nicht, dass "Bright" die Netflix-Produktion mit dem bisher größten Budget ist. Der Film spielt im Los Angeles einer alternativen Realität, wobei Orks, Elfen und andere Fantasy-Wesen gemeinsam mit Menschen die moderne Welt bevölkern. Diese wird von einem extremen sozialen Gefälle und Parallelgesellschaften zwischen den verschiedenen Rassen gekennzeichnet.


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Ork trifft Elf

Das Zentrum der Handlung bilden die Polizisten und Partner Ward und Jakoby. Ward ist ein Mensch, wie ein Großteil der Polizeiangestellten, und kehrt nach einem Unfall gerade in den Dienst zurück. Jakoby ist der erste Ork in der Geschichte der Polizei. Zu Beginn des Films wird der Alltag der beiden dargestellt, in dem Rassismus und Loyalität eine große Rolle spielen. Schließlich treffen sie bei einem vermeintlichen Routine-Einsatz auf die Elfe Tika, die in Besitz eines Zauberstabes ist. Bei Tika handelt es sich um eines der Wesen, welche dem Film seinen Namen geben, sie ist eine Bright. Brights sind seltene, magieaffine Wesen welche in der Lage sind Zauberstäbe zu benutzen. In der Folge dieses Zusammentreffens kommt es zu einer actiongeladenen Hetzjagd auf das ungleiche Trio, in welcher diverse Gruppen verschiedener Rassen aus unterschiedlichen Motivationen versuchen, den Wand für sich zu gewinnen. Der zentrale Konflikt ist natürlich: Gut gegen Böse.

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Hinter den Erwartungen mit Blick nach vorn...

Am Ende bleibt festzustellen, dass der Film leider durch oberflächliche Gestaltung die Chance einer tiefgründigen Story auslässt. Die Projektion bestehender gesellschaftlicher Probleme auf Fantasy-Wesen bietet enormes Potenzial für eine gute Handlung - dieses Thema wird jedoch im Laufe des Films vernachlässigt und etwas verwässert. Allerdings bietet der Film einiges an Action, einen guten Soundtrack und einen Will Smith, der aus seiner Rolle alles herausholt. Wer auf der Suche nach seichter actiongeladener Unterhaltung ist, wird an "Bright" seine Freude haben. Das Gute ist, dass Netflix wohl ein Franchise um diesen Film gestalten möchte - es bieten sich also durchaus noch Chancen, die gute Grundidee spannender und tiefgründiger in folgenden Filmen umzusetzen.


+ Action

+ Soundtrack

- Vorhersehbare Handlung

- Nicht ausgeschöpftes Potenzial


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