Serien Review: The End of the F**cking World

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Jeden Monat erscheint eine Reihe neuer Serien und Filme auf Netflix und darunter befindet sich im Januar die britische Mini-Serie „The End of the F**cking World“. Erfahrt hier wie sich die brandneue Dramedy schlägt…


Ein einzigartiges Gespann

Wer kennt nicht die sämtliche Menschen-hassenden Einzelgänger, deren Existenz und das gesamte Leben schlicht und ergreifend egal zu sein scheint. Dabei handelt es sich um James und Alyssa, um die sich die Geschichte dreht. James beschreibt sich selbst als Psychopath, der offensichtlich sehr viel Spaß daran hat Lebewesen zu töten. Alyssa findet Gefallen daran andere zu provozieren, missachtet das Eigentum anderer und macht generell einfach das was ihr so gerade in den Sinn kommt. Die beiden haben erstaunlicherweise keinen Bock mehr auf ihr normales Leben und fassen kurzerhand den Entschluss, diesem zu entfliehen und nie wieder zurückzukehren. So beginnt ein fantastischer Roadtrip in die pure Ungewissheit.


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Herausragende Leistung

Eine überragende nihilistische Atmosphäre wird dabei nicht nur durch die Geschichte der beiden Teenager erzeugt, sondern auch durch die generelle Erzähl- und Handlungsweise der Charaktere. Die Geschichte wird von den Gedanken der beiden erzählt, indem abwechselnd die inneren Monologe, die Gedanken und Gefühl der beiden Protagonisten wiedergeben werden. Dabei wird der Zuschauer in sehr vielen Szenen einfach kompromisslos Zurückgelassen und erfreut sich an der Absurdität des Handelns. Die schauspielerische Leistung der beiden Alex Lawther und Jessica Barden ist wirklich herausragend und macht die ganze Geschichte erst möglich. Die Widersprüchlichkeit der Gedanken und Handlungen bringen die beiden mit Bravour herüber.

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Weit hergeholt?!

Man könnte denken, dass bei solch abgedrehten Handlungsweisen und einer solchen Geschichte das ganze  vollkommen realitätsfern sei und die Geschichte generell als vollkommener Quatsch abgetan werden könnte. Dies ist allerdings nicht der Fall, da eine leichte Note der Satire zwar dauerhaft zu spüren ist, doch in vielen Momenten auch eine Ernsthaftigkeit und vor allem Ehrlichkeit der Charaktere überwältigend durchscheint. Dies gepaart mit einem unvergleichlichen Humor macht den Charme des Ganzen aus. Natürlich ist die gesamte Komposition nicht für jedes Gemüt geeignet und der Humor der Nebendarsteller  ist teilweise etwas gewöhnungsbedürftig, aber dies stört generell nicht wirklich die kurzweilige Geschichte.

Somit ist "The End of the F**cking World" eine wirklich bemerkenswerte Serie, die man sich keinesfalls entgehen lassen sollte. Zu sagen, dass diese Serie das gleiche für alleshassende Soziopathen ist wie "Big Bang Theory" für Nerds, ist etwas weit hergeholt, doch es ist auf jeden Fall etwas grundlegend Anderes, was eine große FANgemeinde interessieren dürfte.


+ Erzählweise durch innere Monologe

+ Schauspielerische Leistung

+ Kompromisslosigkeit und Absurdität der Charaktere und der Geschichte

+ Generell sehr mitreißend

- Nebencharaktere teilweise etwas lächerlich


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