Film Review: The Greatest Showman

© 20th Century Fox

Nachdem "La La Land", einer der großen Sieger der letztjährigen Oscars, für großes Aufsehen sorgen konnte, versucht nun "The Greatest Showman" an diese Erfolge anzuknüpfen. Dabei stecken aus dem genannten sechsfach ausgezeichneten Musicalfilm auch wieder einige bekannte Gesichter hinter der Komposition. Hier erfahrt ihr was "The Greatest Showman" noch zu bieten hat, außer dem aus der Psychologie stammenden Barnum-Effekt…


Let the show beginn...

Mit seinem Regie-Debüt ist Michael Gracey direkt auf Trophäen-Jagd, denn "The Greatest Showman" wurde nicht nur im Rahmen der Golden Globes als bester Filmsong ausgezeichnet, er hat auch gute Chancen auf einen Oscar mit einer Nominierung in der gleichen Kategorie. Dabei helfen soll ein Filmensemble, das nicht nur schon langjährige Erfahrung in der Filmbranche hat, sondern sich auch mit gesanglichen Fähigkeiten bestens auskennt - allen voran Hugh Jackman. Aber nicht nur dessen Name ziert das starbesetzte Plakat, sondern auch andere etablierte Darsteller wie Michelle Williams, Rebecca Ferguson oder auch Zac Efron geben sich die Ehre. Der Film basiert dabei auf wahren Begebenheiten und lässt den Zuschauer an der Geschichte des unglaublichen Zirkus von P. T. Barnum teilhaben. Verkörpert von Hugh Jackman sucht dieser als aufstrebender Geschäftsmann im 19. Jahrhundert eine Möglichkeit, seiner Frau und seinen zwei Töchtern ein finanziell prachtvolles Leben zu bieten. Fasziniert von außergewöhnlichen Dingen durch ein Ereignis in seiner Jugend eröffnet er ein Museum, zu dem schnell einige besondere Menschen gefunden werden, die mit ihm in einer Show auftreten. Dabei bieten sich natürlich einige Möglichkeiten zum spektakulären Gesang und Tanz.


© 20th Century Fox

Der Soundtrack, ein Muss!

…und dies natürlich nicht zu knapp! Die Lieder sind brillant komponiert und die Darsteller übertreffen sich  gegenseitig in ihrer Leistung, sodass kaum auffällt, dass teilweise Darstellern, wie Rebecca Ferguson eine andere Singstimme geliehen wurde. Doch auch wenn die musikalische Inszenierung und Szenerie das Hauptaugenmerk des Films darstellt, so glänzt "The Greatest Showman" auch in vielen anderen Facetten. Die Geschichte, basierend auf wahren Begebenheiten, ist ein wundervolles Beispiel und gleichzeitig ein Mahnmal in der heutigen Zeit, dass nur weil Menschen verschieden sind diese nicht verurteilt werden sollten. Dies wird an vielen Stellen eindrucksvoll und unaufdringlich angebracht, sodass der Zuschauer gespannt auf die weitere Entwicklung des Films warten kann.

© 20th Century Fox

Perfekt!

Bei der Besetzung verblüfft es nicht großartig, dass die schauspielerischen Passagen hervorragend gemeistert wurden - sowohl durch die etablierten Darsteller, aber auch durch die für viele noch etwas neueren Gesichter wie die junge Zendaya. Hinzu kommt noch, dass die Thematik der Zeit an vielen Stellen des Films abgesehen von der gesellschaftlichen Diskriminierung überragend eingearbeitet wurde. So werden Themen wie das eigene  Vermögen, die gesellschaftliche Stellung von Bürgern und verschiedene familiäre Verhältnisse an mehreren Stellen geschickt angebracht.

Insgesamt ist mit "The Greatest Showman" ein wahrliches Meisterwerk entstanden, was durch schauspielerisch herausragende Leistungen sowie zeitlose gesellschaftskritische Themen besticht. So kann man guten Gewissens jedem den Film ans Herz legen, solange man sich auf die Inszenierung eines Musicals einlassen kann.


+ Schöne Lieder passend im Gesamtkonzept des Films

+ Szenerie auf höchstem Niveau mit einer Zeit, die nicht allzu häufig in Filmen thematisiert wird

+ Gesellschaftskritische Themen intelligent eingeflossen

+ Sehr gute Übersetzung der wahren Begebenheiten


Weitersagen: