FANfilm Special: Voldemort: Origins of the Heir

via tv-media.at

Nicht mehr lange und wir können mit dem zweiten Teil von "Phantastische Tierwesen" erneut ins "Harry Potter"-Universum eintauchen. Bis dahin haben FANs des Franchises nun die Möglichkeit, sich die Wartezeit zu verkürzen, denn ein FANfilm über die Origin Story zu Tom Riddle aka Lord Voldemort wurde nun auf Youtube veröffentlicht. Im folgenden Artikel wollen wir euch unsere Eindrücke vermitteln. 


Eine unbekannte Origin Story!?

Ein ca. 50 Minuten langer Film über den wohl mächtigsten Dunklen Zauberer der Welt und seiner Background-Story? Klingt vielversprechend! Auch wenn Voldemorts Hintergrundgeschichte doch bereits hinreichend in den Büchern beschrieben wurde? Leider liegt hier schon direkt unser erster und wohl stärkster Kritikpunkt des Films: Zwar lautet der Titel des FANfilms "Origins of Heir" und ganz grob gesehen passt der Titel auch, jedoch rücken hier nicht-kanonische Charaktere in den Vordergrund, die eine Handlung durchleben, die in dem offiziellen "Harry Potter"-Kosmos nicht existiert. 

via brit.co

Der Film beginnt damit, dass wir eine uns noch unbekannte Zauberin dabei beobachten, wie diese in ein von anderen Zauberern bewachtes Gebäude eindringen will. Diese wird jedoch bei dem Versuch gefangen genommen und im weiteren Verlauf des Films verhört. Es stellt sich heraus, dass die bis dato unbekannte Zauberin eine Hexe namens "Grisha McLaggen" ist. Diese ist ein Nachfahre Godric Gryffindors und war während ihrer Zeit in Hogwarts mit Tom Riddle befreundet. Gemeinsam mit den Zauberern Lazarus Smith und Wiglaf Sigurdsson bildeten Grisha und Tom eine gemeinsame Verbindung, denn sowohl Lazarus als auch Wiglaf sind ebenfalls Erben der Hogwarts-Gründer. Der restliche Film dreht sich um das Verhör zwischen Grisha McLaggen und einem ausländischen Auroren, der für die Sicherheit des Gebäudes zuständig ist, in das Grisha eindringen wollte. Dieser fragt sie im weiteren Verlauf über ihre und Tom Riddles aka Voldemorts Vergangenheit aus. Diese wird in einer Reihe von Flashbacks beschrieben, die immer wieder von neuen Fragen des Auroren unterbrochen werden. 

via nw.de

Ein Film voller Herzblut

Auch wenn die Story leider ein wenig enttäuscht, kann man dem Film nicht aberkennen, dass er mit sehr viel Aufwand gemacht wurde. Führt man sich vor Augen, dass es sich bei dem Film um eine FANproduktion handelt, sind sowohl Bild als auch Ton äußerst beeindruckend. Zaubersprüche wirken dabei grundsolide und die entsprechenden Soundeffekte wurden passend ausgewählt. Gleichzeitig geben die Schauspieler sich sehr viel Mühe, ihren Charakteren ein gewisses Maß an Tiefe zu geben (soweit dies innerhalb von 50 Minuten möglich ist). Besonders der Schauspieler von Voldemort schafft es, seine charismatische und gleichzeitig wahnsinnige Art überzeugend zu präsentieren. 

 

Senkt man also seine Erwartungen und findet sich mit der Aussicht ab, weniger von Voldemort zu sehen als gehofft, kann man als FAN auf jeden Fall eine schöne Stunde im "Harry Potter"-Kosmos verbringen.

Weitersagen: