Film Review: Maze Runner 3 - Die Auserwählten in der Todeszone

© 20th Century Fox

Das Finale der erfolgreichen Buchreihe "Die Auserwählten" startet mit "Maze Runner 3" in den Kinos und FANs sind gespannt, wie das Schicksal von Thomas, Theresa weitergehen wird. Erfahrt hier, ob euch die Verfilmung im Kinositz fesseln wird.


Tod oder Gladiolen?!

Nachdem 2015 "Maze Runner – Die Auserwählten in der Brandwüste" erschien, waren sich Kritiker weitestgehend einig, dass der Film leider nicht an die Geschichte des ersten Teils herankommen konnte. Das Flair des Ungewissen und die spannende Dorfkonstellation der Jugendlichen war ein wenig vergangen und wurde durch eine düstere Dystopie ausgetauscht, die mit Dramatik und einigen Horroreinlagen zu überzeugen versuchte. Nun steht die Frage im Raum, ob es sich beim dritten Teil um ein neues "Matrix Revolutions" handelt oder die Reihe brillant zu Ende gebracht wird. Die Antwort lautet: Jein. Aber vorerst kurz zur Geschichte: Das ganze Spektakel siedelt sich chronologisch nach dem zweiten Teil der Reihe an und  somit ist die Gruppe mit dem rechten Arm auf sich allein gestellt und vor allem Minho (unfreiwillig) und Theresa (freiwillig) sind mit der Organisation WCKD verschwunden. Nun liegt es an Thomas und seinen Mitstreitern die beiden wieder zu befreien. Dafür werden einige Guerilla-Aktionen gestartet, um möglichst viele Gefangene zu befreien. Nachdem allerdings klar wird, dass Minho in der letzten verbliebenen Stadt festgehalten wird, geht die spannende Reise dorthin los.


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Leider nicht eingefangen...

Die angesprochene Thematik, dass die gesamte Ungewissheit nicht wieder hergestellt werden konnte, überrascht wenig. Mittlerweile sind die Fronten und die Intentionen der verschiedenen Lager weitestgehend geklärt und so kann es geradewegs auf das Finale zugehen. Dabei ist der Gesamtverlauf der Geschichte zwar keine uneingeschränkte Neuerfindung, aber man schaut doch sehr gespannt zu, was als nächstes passiert. Leider ist in einigen Szenen der nächste Schritt dann doch sehr offensichtlich, sodass man kurzfristige Wendungen schnell erwartet. Nichtsdestotrotz verirrt sich an der ein oder anderen Stelle ein leichter "Walking Dead"-Flair mit der immanenten Gefahr, dass einer der Charaktere von den sogenannten Cranks gebissen werden könnte. So hat man erstaunlicherweise auch dauerhaft eine gewisse Bedrohung im Hinterkopf, was den Film mit einer doch stolzen Laufzeit von 142 Minuten durchweg sehr spannend erscheinen lässt. Leider fehlt ein wenig die Charaktertiefe der Antagonisten - vor allem von Janson, aus dem zwar Aiden Gillen schauspielerisch das Beste rausholt, dies aber durch das Drehbuch begrenzt wird. 

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Die FSK drückt ein Auge zu...

Wirklich positiv gestaltet sich allerdings der gesamte Filmverlauf von "Maze Runner 3", denn neben viele Actionszenen und spannenden Infiltrationen bietet der Film einen sehr guten Spannungsaufbau mit einem langen Finale. Dabei ist nicht nur das Zusammenspiel der Freunde auf der Suche nach Minho sehr anschaulich, man bemerkt außerdem, dass sich die Darsteller mittlerweile gut aufeinander eingespielt haben. Außerdem ist die Geschichte rund um Theresas Absichten sehr spannend. Vor allem Dylan O’Brien und Thomas Brodie-Sangster überzeugen sehr mit ihrer Leistung. Der Film ist dabei eindeutig noch etwas düsterer geworden und kratzt vermutlich an der FSK 16er-Wertung, sodass Eltern mit Kindern unter 12 Jahren sich bewusst darüber sein sollten, was in dem Film geschieht. Dies trägt allerdings insgesamt zur Dramatik bei, da so das Gefühl der wohltuenden Seifenblase von Hauptcharakteren nicht aufkommt.  

So lässt sich zusammenfassend sagen, dass "Maze Runner 3" ein sehr gelungener Abschluss der Reihe ist. Auch wenn dieser nicht unbedingt an die Klasse des ersten Teils anschließen kann, legt er eindeutig zu im Vergleich zum zweiten Teil. Wer sich also die ersten beiden Teile angeschaut hat, wird mit dem dritten auf keinen Fall einen Fehler begehen. 


+ Spannender Filmverlauf mit langem epischen Finale

+ Szenen, die die "Walking Dead"-Atmosphäre verkörpern sind stark gemacht

+ Hauptdarsteller durchweg überzeugend

+ Starkes Ende

- Kurzfristige Szenen leider etwas vorhersehbar

- Tiefe der Gegenspieler wird etwas vermisst


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