Film Review: Black Panther

© Walt Disney Studios Motion Pictures

Die Vorbereitungen für "Infinity War" laufen auf Hochtouren und mit "Black Panther" erscheint der letzte vorbereitende Film für das furiose Aufeinandertreffen mit Thanos. Hier erfahrt ihr im spoilerfreien Review, weshalb man sich den den Valentinstag als Kinostart rot markieren sollte…


Der König ist tot - was nun?!

Spätestens nach "Creed" dürfte Ryan Coogler als Regisseur ein bekannter Name sein. Dieser erhofft sich, mit "Black Panther" einen weiteren erfolgreichen Film auf die Leinwände zu bringen. Der Film setzt direkt an den Ereignissen aus "Civil War" an, insbesondere dem Tod des Königs T’Chaka, dessen Nachfolger möglichst schnell gekrönt werden soll. Dabei wird Chadwick Boseman als T’Challa und neuer Black Panther Wakandas nicht nur vor schwierige Regierungsfragen gestellt, sondern läuft auch alten berüchtigten Bekannten des Marvel-FANiversums wie Ulysses Klaue (Andy Serkis), aber auch neuen Widersachern, wie Erik Killmonger (Michael B. Jordan) über den Weg. Der neue Black Panther wird von zahlreichen Gadgets aus Vibranium geprägt und erhält Unterstützung von einem Team aus wakandischen Spezialisten, von denen jeder eigene Fähigkeiten mitbringen. So beginnt eine entscheidende Epoche in der Geschichte Wakandas, die voraussichtlich in einem neuen Kapitel in "Infinity War" fortgesetzt wird.


© Walt Disney Studios Motion Pictures

Alte und neue Feinde strahlen...

Normalerweise erwartet man von einem Film, bei dem sich der Titel um den Held des ganzen Spektakels dreht, dass dieser eindeutig im Vordergrund steht. Dies stimmt zwar auch zu Teilen, doch die wirklichen Sternstunden des neuen Marvel-Blockbusters liegen eindeutig in den Händen der Gegner des wakandischen Königs. Dabei liefern sowohl Andy Serkis, als auch Michael B. Jordan eine sehr starke Performance ab und liefern nicht nur eindrucksvolle Gegenspieler, sondern auch nachvollziehbare Beweggründe. Vor allem, wenn man sich an Kritikpunkte aus dem ersten "Captain America" oder "Thor 2" erinnert, sieht man dort, dass in der heutigen Zeit einfache Größenwahnsinnige nicht mehr ausreichen, um sinnvolle Gegenspieler darzustellen. Killmonger ist wesentlich weiter und macht den ganzen Machtkampf wirklich interessant.

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Imposantes Farbenspiel

Darüber hinaus glänzen nicht nur die Widersacher des Panthers, es gibt noch viele weitere Aspekte, die den Film sehenswert machen. Nicht nur eine farbenprächtige Szenerie mit einem starken Soundtrack lassen den Film in einem positiven Licht erstrahlen, vor allem die gegensätzliche Darstellung der Stammeskultur und der neuen Technologie Wakandas ist sehr imposant zu betrachten. Dies wird noch unterstrichen durch spektakuläre Actionszenen. In diesen liegt allerdings auch eine leichte Kritik, da die actionreichen Momente "Black Panthers" teilweise wie eine Wiederholung "Civil Wars" wirken. Diese sind zwar spektakulär, allerdings nichts grundlegend Neues. Darüber hinaus ist zwar der innere Konflikt des neuen Königs Wakandas authentisch dargestellt, doch gerade in Szenen, die von dem Helden geführt werden sollten, fehlt noch etwas die Imposanz eines Iron Mans oder Captain Americas. Dies kann sich allerdings auch als Lernprozess abhaken lassen - dafür müssen wir leider noch etwas auf "Infitiy War" warten. 

Insgesamt ist mit "Black Panther" ein wirklich sehr starker Marvel-Film entstanden, der sich in die erste Riege des Marvel-FANiversums einreihen kann. Nicht nur in Bezug auf das anstehende Highlight des Jahres "Infinity War" bietet "Black Panther" hervorragende Voraussetzungen, er leistet außerdem auch aktuellen politischen Bezug, der nicht zu vernachlässigen ist. Somit kann man eine uneingeschränkte Empfehlung aussprechen!


+ Sehr starke Gegenspieler

+ Soundtrack

+ Antithetische Szenerie der Stammesvölker Wakandas und der sich dahinter verborgenen Technologie

+ Politische Relevanz

- Black Panther an sich fehlt etwas die bestimmende Ausdrucksweise


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