Film Review: The Cloverfield Paradox

© Netflix & Paramount Pictures

Mit der Veröffentlichung von "The Cloverfield Paradox" im Anschluss an den Superbowl hat Netflix eine wirklich überraschende Werbemaßnahme ergriffen. Hier erfahrt ihr, ob sich der millionenschwere Werbespot ausgezahlt hat…


Eine Reihe geprägt von Höhen und Tiefen...

Zehn Jahre nach dem ersten "Cloverfield"-Teil erscheint im Licht des Superbowls der dritte Teil der Reihe und FANs sind gespannt auf die Fortsetzung des mysteriösen Weltuntergangs-Szenarios. Mit dabei sind nicht nur bekannte Namen wie Gugu Mbatha-Raw oder David Oyelowo, sondern auch ein vertrautes deutsches Gesicht namens Daniel Brühl. Diesmal verleitet uns das "Cloverfield Paradox" wesentlich weiter weg zur Ursache der ganzen Geschehnisse. Wir befinden uns auf einer Raumstation im Weltall, die mit Hilfe eines Teilchenbeschleunigers das Energieproblem der Erde lösen soll. Dabei gibt es allerdings einige Komplikationen, wodurch das Team wird in eine andere Dimension verfrachtet wird und mysteriöse Dinge auf der Raumfähre geschehen.


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Viel Schatten, wenig Licht...

Leider gibt es nicht viele Dinge, die man an "The Cloverfield Paradox" positiv hervorheben kann. Die Effekte sind ganz ansehnlich, aber auch nicht atemberaubend und das Szenario im Weltall erfindet das Rad nicht neu. Wirklich beeindruckend ist einzig die Marketing-Kampagne, die um den Film aufgezogen wurde, im Rahmen des Superbowls und die Neugierde, die das "Cloverfield"-FANiversum mittlerweile erschaffen hat. Nachdem man nach dem ersten "Cloverfield" sehr unbefriedigt über die Entstehung und die Gründe des ganzen Spektakels war, hält der zweite Teil der Reihe an sich viel Spannung darüber hinaus allerdings nicht mehr Erklärung bereit. Diese sollen im dritten Teil gegeben werden und lassen den Zuschauer zugegebenermaßen noch unbefriedigter zurück als nach dem ersten Teil - nicht weil die Gründe für die Alien-Verwüstung ungeklärt bleiben, sondern weil sie erklärt werden. Diese Diskussion übergehen wir hier im Rahmen dieses Reviews, um Spoiler zu vermeiden.

© Netflix & Paramount Pictures

Viel Lärm um Nichts!

Über diese wirklich gut erzeugte Neugierde hinaus bietet der Film allerdings nicht viel und es entsteht eine Anhäufung von Klischees. Viele Szenen kommen einem dabei aus vielen anderen Filmen bekannt vor. Wie oft wurde mittlerweile schon eine Großaufnahme von einem Charakter gemacht wie er in einem Spiegel sein Auge untersucht oder etwas sich langsam an einen unserer Astronauten heranschleicht? Aber auch andere Story-Elemente sind ebenso einfach zu durchschauen. Das Ganze wird dabei noch schlecht umgesetzt und keiner der Schauspieler überzeugt wirklich, so sehr man Daniel Brühl für einige andere Rollen auch loben muss.

"The Cloverfield Paradox" ist somit leider gescheitert und bietet keine Bereicherung für Weltraum-FANs. Wenn man einen horrorartigen Film im Weltall möchte, bleibt eher die Option "Life" mit Jake Gyllenhaal, ist man auf der Suche nach beeindruckenden Weltraumbildern so macht man mit "Gravity" nichts falsch.


+ Marketing-Kampagne (was den Film allerdings auch nicht besser macht)

+ Das Cloverfield-FANiversum

- Vorhersehbare Geschichte

- Horrorelemente aus anderen Filmen lange bekannt

- Schauspielerisch unterdurchschnittlich

- Erklärung unbefriedigend


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