FANwerk on Tour - Comic Con Brüssel

Nachdem wir so manche Convention bei uns in Deutschland besucht haben, wird es mal Zeit die der Nachbarn zu bestaunen. Wenn dann auch noch Anthony Daniels aka. C-3PO als Stargast angekündigt wird, ist der Besuch der Comic Con in Brüssel quasi verpflichtend!  Wie unsere Eindrücke sind und wie der Vergleich zu "unseren" Conventions ausfällt, erfahrt ihr hier.


Brüssel sehen und sterben

Eins vorweg: Brüssel ist eine tolle Stadt mit vielen Sehenswürdigkeiten und krassen Kontrasten. Für interessierte Stadterkunder gibt es also auch hier abseits der Comic Con einiges zu entdecken.  Ziemlich gut und einfach erreichbar gelegen befindet sich quasi mitten in Brüssel ein Industriegebiet  welches an diesem Wochenende Anlaufstelle für FANs aus gefühlt allen Ecken der Galaxie wurde. Da wir uns für beide Tage für den Besuch der Convention entschieden haben, war es nicht so dramatisch, dass wir den vollen Einlass am Samstag verpasst haben. Die Bilder zeigten aber schon: Es wird voll! Gerade bei den Begriffen "voll", "Convention" und "Hallen" gruselt es uns seit den Erfahrungen der letzten großen Con bei uns in NRW. Mit etwas Verspätung  in den Hallen angekommen, wurde schnell klar, dass hier eine andere Zeit tickt. Viele Cosplayer warteten schon vor den Toren und der große "Marshmallow Man" aus  Ghostbusters bewacht dieses. Nach unkompliziertem Einlass ging es dann in die erste der insgesamt vier Hallen (plus Nebenhallen). 


Die Angst der Absage

Neben der Ausstellungshalle mit extrem coolen und riesigen Aufbauten z.B. von "Jurassic Park", einem "Taun Taun" aus Star Wars oder der wahnsinnigen "Cantina"-Kulisse, gab es zusätzlich noch zwei Händlerhallen mit vielen Merchandise-Artikeln und Sammelfiguren. Für uns als Sammler immer wie Weihnachten, wenn wir tolle Figuren und Co entdecken! Oftmals ist es so, dass zig Wackelkopf-Stände oder flohmarktartige Verhältnisse vorliegen. Sicherlich wiederholten sich einige Sachen, aber dennoch gab es viel zu entdecken - auch längst vergriffengeglaubte Figuren. Sicherlich kein Paradies für Sparfüchse. In der oben erwähnten Ausstellungshalle konnten wir auf dem Rückweg noch viele kleinere und mittelgroße Exponate entdecken. Die R2-Werkstatt begeisterte bereits zwischen den Gängen mit ihren Nachbauten der bekannten Droiden und hielten an ihrem Stand sogar noch mehr Überraschungen bereit. Zu einem der absoluten Highlights zählte sicherlich das Staraufgebot. Neben Gimli-Darsteller John Rhys-Davies war für FANs der bekanntesten Filme und Serien ebenfalls bestens gesorgt. Trekkies konnten Lt. Uhura (Nichelle Nichols) und GoT'ler die Darsteller des Nachtkönigs oder Syrio Forell treffen, aber auch für Superman-, Power Ranger- oder Potter-FANs wurde gesorgt. Mit Pom Klementieff (Mantis aus "Guardians of the Galaxy 2") war sogar eine Darstellerin des bevorstehenden Marvel-Blockbusters "Infinity War" vor Ort. Krönenden Abschluss der Star-Reihe bildeten Jeremy Bulloch (Boba Fett) und Anthony Daniels (C-3PO). Leider mussten wir in der Vergangenheit öfters Rückschläge bei Gastankündigungen hinnehmen und gerade die bekannten Namen sagten oft unter mysteriösen Umständen kurz vor Beginn der Veranstaltung ab. Diesmal hatten wir wohl Glück und alle auf die wir uns gefreut haben, waren auch tatsächlich vor Ort.


Bruxelles, c'était un honneur!

Die Veranstaltung war durch die vielen Hallen niemals gnadenlos überlaufen und machte es für Gäste angenehm durch die Gänge zu schlendern. An allen Ecken bot sich die Möglichkeit, an den Ständen etwas zu erleben - ob VR-Brillen, Retro-Games oder ein Besuch in der Cantina. Das Staraufgebot wurde nicht überstrapaziert und bot tolle Erlebnisse mit Schauspielern von damals und heute. Auch in Brüssel war der Sonntag etwas schwächer frequentiert als der Samstag. Die teilweise sehr langen Schlangen zu den Stars konnte man beim Sonntagsbesuch nicht feststellen. Ob sich ein Besuch über zwei Tage empfiehlt, bleibt jedem selbst überlassen - bei dem Aufgebot und Aufbau gab es aber für beide Tage genug zu entdecken. Die kleineren Nebenhallen konnten für die Mittagspause oder das Entdecken neuer "Do-it-yourself" Möglichkeiten genutzt werden. Uns kribbelte es schon in den Fingern unseren "Showroom on Tour" reinzurollen und selbst ausszustellen. Gäbe es da nicht diese Sprachbarriere - auch wenn jemand aus unserem Team seine verlorengeglaubten Französisch-Skills wiederentdeckt hat! ;-) Insgesamt war es eine Con, die sich wirklich nach Convention angefühlt hat und für jeden FAN etwas parat hielt. Die Fahrt dorthin hat sich definitiv gelohnt und bedarf auf jedem Fall einer Wiederholung nächstes Jahr!