Film Review: Das Zeiträtsel

© Walt Disney Studios Motion Pictures

Disney versucht uns in eine neue traumhafte Welt voller Magie und spektakulärer Bilder zu bringen. Mit Hilfe namenhafter Schauspieler soll mit Das Zeiträtsel ein wahrliches Fantasy-Abenteuer entstehen. Ob dieses Projekt gänzlich gelungen ist, erfahrt ihr hier in unserem Review…


Eine Welt voller Magie...

Mit Das Zeiträtsel bietet Disney ein ordentliches Aufgebot von Schauspielern der A-Riege an. Ava DuVernay, die bereits mit Selma einen hochgelobten Film verbuchen konnte, soll mit dem neuen Film Kinder vor sämtliche Wiedergabegeräte ziehen. Die Geschichte beginnt mit dem mysteriösen Verschwinden eines berühmten Wissenschaftlers (Chris Pine), der seine Frau und seine zwei Kinder zurücklässt, die fortan mit den Folgen zu kämpfen haben - sei es im Alltagsleben oder in der Schule, in der die junge Meg (Storm Reid) alles andere als beliebt ist. Doch der Tag kommt, an dem drei mysteriöse Feen in dem Leben des jungen Mädchens und ihrem Bruder auftauchen und ihnen die Möglichkeit bieten, ihren Vater wiederzufinden - weit am anderen Ende der Galaxie. Zusammen mit einem Schulfreund (Levi Miller) machen sich die sechs auf den Weg auf eine magische Reise.


© Walt Disney Studios Motion Pictures

...wurde gründlich vor die Wand gefahren.

Dort steigen wir direkt ein, denn viel richtig macht der Film unterm Strich nicht. Natürlich, die Effekte sind auf hohem Niveau und manche schauspielerischen Leistungen sind keine komplette Katastrophe. Reese Witherspoon macht beispielsweise für einen Kinderfilm eine passable Figur. So bleibt insgesamt, wenn man es mit Disney hält, zu hoffen, dass Kinder gebannt von den Effekten den Film bis zum Ende sehen, doch viel mehr Argumente gibt es dafür nicht. Zum Beispiel der eben erwähnte Schulfreund trägt nicht in einer Minute irgendetwas zum Film bei, sei es in Bezug auf die Geschichte noch auf die Charakterkonstellation oder irgendeinen anderen Aspekt, abgesehen davon, wie eine Marionette zu jedem Zeitpunkt an Mindy Kalings Hand zu rennen. Diese verkörpert eine von den Feen und beweist wieder einmal, dass ihre einzig nicht katastrophale Performance in The Office war. Darüber hinaus wirkt auch Oprah Winfrey, die als großer Headliner des Films ausgegeben wird, eher schlecht als Recht und ist somit eher belanglos.

© Walt Disney Studios Motion Pictures

Rettet CGI das Projekt?

Doch die schlechte Darbietung des Casts ist in gewissen Maßen auch dem Drehbuch geschuldet. Dabei hat man das Gefühl, dass ein Film erschaffen wurde, in dem die drei Hauptcharaktere nur einen minimalen Einfluss auf den Verlauf der Geschichte haben. Vielmehr purzeln diese von der einen in die nächste Szene, sodass möglichst mit den CGI-Muskeln gespielt werden kann. Natürlich darf man die Zielgruppe des Films nicht vernachlässigen und hier offenbart sich eine weitere Verfehlung des Films. Für Erwachsene zieht sich der Film lediglich in die Länge mit einem maßlos zu erwartenden Ende und für Kinder sind einige Stellen nicht nur zu komplex bzw. abstrakt dargestellt und einige falsche Botschaften werden hier gesendet.

Insgesamt lässt sich leider feststellen, dass sich Disney mit Das Zeiträtsel wahrlich keinen Gefallen getan hat. Der magische Funke springt in keiner Sekunde über und es mangelt an Vielerlei in diversen Situationen. Da der Film in Amerika schon einige Zeit läuft, zeigen dies auch die finanziellen Prognosen und es wird erwartet, dass die restlichen Länder keine Überraschungen bieten.


+ CGI ist auf Disney-Niveau

- Schauspielerische Leistungen teilweise ungenügend

- Handlungen der Charaktere teilweise belanglos für die Geschichte

- Vorhersehbares Ende

- Zauber springt nicht über und es wird mit Klischees um sich geworfen


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